Polyzythämie – Medikamentöse Therapie
Therapieziel
- Verhinderung arterieller (die Schlagadern betreffender) und venöser (die Venen betreffender) Thrombosen (Blutgerinnsel in Blutgefäßen) sowie schwerer Blutungen. Der Hämatokrit (Hkt) soll bei Frauen und Männern dauerhaft < 45 % liegen. Ein routinemäßiges geschlechtsspezifisches Ziel von < 42 % für Frauen ist nicht vorgesehen [3, LL1, LL2].
- Kontrolle von Mikrozirkulationsstörungen (Durchblutungsstörungen der kleinsten Blutgefäße), Pruritus (Juckreiz), Fatigue (anhaltender ausgeprägter Erschöpfung) und anderen krankheitsbedingten Beschwerden; Erhalt der Lebensqualität.
- Kontrolle der Myeloproliferation (übermäßigen Bildung von Blutzellen im Knochenmark) und symptomatischen Splenomegalie (mit Beschwerden einhergehenden Milzvergrößerung) sowie möglichst Vermeidung später Krankheitskomplikationen. Eine molekulare Remission (Rückgang der auf Erbgutebene nachweisbaren Krankheitsaktivität) bedeutet keine gesicherte Heilung; die etablierten medikamentösen Therapien sind keine kurativen (heilenden) Standardverfahren [LL1].
Therapieempfehlungen bei Polycythaemia vera (PV) (Erkrankung des Knochenmarks mit übermäßiger Bildung vor allem roter Blutkörperchen)
Voraussetzung ist eine gesicherte PV-Diagnose. Die PV ist eine klonale myeloproliferative Neoplasie (MPN) (von einer veränderten Ursprungszelle ausgehende Erkrankung mit übermäßiger Blutzellbildung im Knochenmark), meistens mit einer Mutation (Veränderung des Erbguts) im Gen der Januskinase 2 (JAK2). Ein erhöhter Hkt allein beweist keine PV. Sekundäre Erythrozytosen (durch andere Ursachen bedingte Vermehrungen roter Blutkörperchen), z. B. bei Hypoxie (Sauerstoffmangel), Schlafapnoe (wiederholten Atemaussetzern im Schlaf), Testosterontherapie oder vermehrter Erythropoietinbildung, und eine relative Erythrozytose (scheinbare Vermehrung roter Blutkörperchen durch einen verminderten Flüssigkeitsanteil des Blutes) durch vermindertes Plasmavolumen müssen abgegrenzt werden. Die nachfolgenden Empfehlungen zu Acetylsalicylsäure (ASS), Aderlässen und Zytoreduktion (medikamentöser Verringerung der Blutzellbildung) dürfen nicht pauschal auf diese Konstellationen übertragen werden [LL1].
Risikoadaptierte Therapie
| Risikogruppe | Definition | Therapieempfehlung |
|---|---|---|
| Niedriges Thromboserisiko | Alter < 60 Jahre und keine vorausgegangene arterielle oder venöse Thrombose | Aderlässe zur Hkt-Kontrolle und niedrig dosierte ASS, sofern keine Gegenanzeigen bestehen. Zusätzliche Zytoreduktion bei den unten genannten klinischen Kriterien erwägen bzw. einleiten [LL1, LL2, LL3]. |
| Hohes Thromboserisiko | Alter ≥ 60 Jahre und/oder vorausgegangene arterielle oder venöse Thrombose | Zytoreduktive Therapie bereits bei Diagnosestellung, zusätzlich zu ASS bei fehlenden Gegenanzeigen und bedarfsabhängigen Aderlässen. Eine unzureichende Aderlasswirkung oder eine erneute Thrombose muss nicht erst abgewartet werden [LL1, LL2]. |
Die klassische Thromboserisikogruppe und zusätzliche Gründe für eine Zytoreduktion sind getrennt zu beurteilen. Kardiovaskuläre (Herz und Blutgefäße betreffende) Begleiterkrankungen, Symptome oder erhöhte Zellzahlen können die Behandlung beeinflussen, ersetzen jedoch nicht die Definition der Hochrisikogruppe.
Basistherapie bei beiden Risikogruppen
- Aderlass: initial meist 300-500 ml je Sitzung; Volumen und Häufigkeit an Kreislaufzustand, Körperkonstitution, Begleiterkrankungen und Verträglichkeit anpassen. Anfangs können ein bis zwei Aderlässe pro Woche erforderlich sein; später richtet sich die Frequenz nach dem Hkt. Auch unter Zytoreduktion können ergänzende Aderlässe notwendig bleiben. Ein routinemäßiger Ersatz von Plasma oder Proteinen ist nicht erforderlich; eine ggf. notwendige Volumengabe erfolgt nach klinischem Bedarf [LL1].
- Acetylsalicylsäure: in der Regel 100 mg oral einmal täglich bei fehlenden Gegenanzeigen. Der Nutzen niedrig dosierter ASS zur Verringerung thrombotischer Ereignisse ist durch die Studie European Collaboration on Low-Dose Aspirin in Polycythemia Vera (ECLAP) gestützt. ASS ersetzt weder die Hkt-Kontrolle noch eine indizierte Zytoreduktion [4, LL1, LL2].
- Gefäßrisiken behandeln: Nikotinkarenz (Verzicht auf Nikotin), gute Blutdruck-, Lipid- und Diabeteskontrolle, angepasste körperliche Aktivität und Vermeidung von Dehydratation (Flüssigkeitsmangel). Eine zusätzliche antithrombotische (gegen die Bildung von Blutgerinnseln gerichtete) Medikation richtet sich nach einer konkreten vaskulären (die Blutgefäße betreffenden) Indikation (medizinischen Begründung für eine Behandlung) und dem Blutungsrisiko [LL1].
Zusätzliche Zytoreduktion bei Niedrigrisiko-PV
Auch bei Alter < 60 Jahren ohne frühere Thrombose kann eine Zytoreduktion erforderlich werden. Maßgeblich sind insbesondere folgende Befunde und deren Verlauf [LL1, LL3]:
- schlechte Aderlasstoleranz oder eingeschränkte Durchführbarkeit, einschließlich ausgeprägten symptomatischen Eisenmangels;
- unzureichende bzw. instabile Hkt-Kontrolle trotz Aderlässen oder eine anhaltend belastende Aderlassbedürftigkeit;
- symptomatische oder progrediente (zunehmende) Splenomegalie;
- persistierende (anhaltende) Leukozytose (Vermehrung weißer Blutkörperchen) > 15 × 109/l oder progrediente Leukozytose: mindestens Verdopplung bei Ausgangswerten < 10 × 109/l bzw. mindestens 50%iger Anstieg bei Ausgangswerten > 10 × 109/l. Onkopedia differenziert zwischen einer zu erwägenden Therapie bei > 15 × 109/l und einer deutlicheren Empfehlung bei > 20 × 109/l, jeweils nach Bestätigung der Persistenz über drei Monate;
- extreme Thrombozytose (Vermehrung der Blutplättchen) > 1.500 × 109/l oder PV-bedingte Blutungen unabhängig von der Thrombozytenzahl;
- persistierende, erheblich belastende PV-Symptome oder trotz Behandlung anhaltend hohes kardiovaskuläres Risiko.
Eine mäßige Thrombozytenerhöhung, z. B. > 600 × 109/l, ist für sich allein kein automatischer Anlass zur Zytoreduktion. Ebenso soll eine Leukozytenzahl von 25 × 109/l nicht als alleinige, erst abzuwartende Behandlungsschwelle verwendet werden. Zellzahlentwicklung, Beschwerden und Komplikationen sind gemeinsam zu bewerten.
Wahl und Sequenz der zytoreduktiven Therapie
- Erstlinie: Bei geeigneten Patienten wird pegyliertes Interferon alfa (IFN) bevorzugt, besonders bei jüngeren Menschen und erwarteter langer Behandlungsdauer. Verfügbare Optionen sind Ropeginterferon alfa-2b und Peginterferon alfa-2a. Langzeitdaten zu Ropeginterferon sprechen für ein Potenzial zur Beeinflussung des Krankheitsverlaufs; eine gesicherte Heilung ist damit nicht belegt [5]. Die aktuelle Zulassung in der Europäischen Union (EU) von Pegasys umfasst die PV-Monotherapie (Behandlung mit einem einzigen Wirkstoff) bei Erwachsenen; die ältere Einordnung als ausschließlich off-label (außerhalb der zugelassenen Anwendung) ist insoweit überholt. Ropeginterferon alfa-2b ist für Erwachsene mit PV ohne symptomatische Splenomegalie zugelassen [LL1, LL3, FI2, FI6].
- Hydroxycarbamid: bleibt eine anerkannte Erstlinienoption, insbesondere bei ungeeigneter IFN-Therapie oder entsprechendem individuellen Behandlungsbedarf. Es ist nicht pauschal wegen einer angeblich bewiesenen leukämogenen (Leukämie auslösenden) Monotherapie als Mittel zweiter Wahl einzuordnen. Langzeittoxizitäten (langfristige schädliche Behandlungsfolgen), vor allem Hautschäden und Hauttumoren, sind jedoch relevant [LL1, LL2, FI3].
- Therapiewechsel: Bei Resistenz (unzureichender Wirksamkeit) oder Unverträglichkeit unter Hydroxycarbamid kommen Ruxolitinib oder ein geeignetes IFN-Präparat infrage. Nach IFN-Versagen ist Hydroxycarbamid eine mögliche Alternative. Für Ruxolitinib setzt die PV-Zulassung eine Hydroxycarbamidresistenz oder -unverträglichkeit voraus; eine Splenomegalie ist dafür keine Voraussetzung [LL1, LL3, FI4].
- Besondere Situationen: Anagrelid senkt ausschließlich die Thrombozyten und ist kein gleichwertiger Ersatz für eine die PV insgesamt kontrollierende Behandlung. Busulfan bleibt eine selektive Reserve bei älteren Patienten, wenn besser geeignete Alternativen ausscheiden. Radiophosphor wird wegen des Leukämierisikos (Risikos für Blutkrebs) nicht als Routinetherapie empfohlen [LL1].
Für einen Therapiewechsel sprechen unter anderem fortbestehende Aderlassbedürftigkeit, unkontrollierte Myeloproliferation, progrediente Milzvergrößerung, anhaltend schwere Symptome, Thrombosen oder Blutungen sowie dosislimitierende Toxizität (Schädlichkeit, die eine weitere Dosiserhöhung verhindert). Eine formale Hydroxycarbamidresistenz ist anhand aktueller Kriterien und ausreichend langer Behandlung mit verträglicher Dosis zu beurteilen; eine toxische Dosissteigerung allein zum Erfüllen eines Prüfkriteriums ist nicht sinnvoll [LL1, LL3].
Beachte
Eisenmangel: Aderlässe führen häufig zu Eisenmangel. Eine routinemäßige Eisensubstitution (Eisenzufuhr zum Ausgleich eines Mangels) oder Normalisierung des Ferritins ist nicht vorgesehen, da hierdurch die Erythrozytenproduktion und Aderlassbedürftigkeit zunehmen können. Ein absolutes Eisenverbot ist jedoch ebenfalls nicht sachgerecht. Bei ausgeprägtem symptomatischem Mangel kann nach strenger Indikationsstellung eine vorsichtige, niedrig dosierte orale Substitution unter engmaschigen Blutbild- und Hkt-Kontrollen erfolgen; gleichzeitig ist eine Zytoreduktion zu prüfen. Eine intravenöse Eisengabe ist keine Routinebehandlung. In der Schwangerschaft ist bei nachgewiesenem Eisenmangel eine individuelle hämatologisch-geburtshilfliche (blutmedizinisch-geburtshilfliche) Abwägung erforderlich. Eine pauschale Eisendosis wird nicht empfohlen [LL1, LL4].
Blutungsrisiko bei sehr hohen Thrombozyten: Eine extreme Thrombozytose kann mit einem erworbenen von-Willebrand-Syndrom (im Laufe des Lebens entstandener Blutgerinnungsstörung mit erhöhter Blutungsneigung) einhergehen. Insbesondere bei Werten > 1.000 × 109/l, Blutungszeichen oder entsprechender Anamnese (Krankengeschichte) sind Blutungsrisiko und von-Willebrand-Faktor-Aktivität vor ASS-Gabe zu berücksichtigen. Bei relevanter Blutungsneigung bzw. deutlich verminderter Aktivität, insbesondere < 30 %, soll ASS zunächst nicht gegeben und die Zytoreduktion vorrangig geprüft werden. Ein hoher Thrombozytenwert rechtfertigt keine unkritische Intensivierung der Plättchenhemmung [LL1].
Nach Thrombose: Zusätzlich zur PV-Kontrolle ist eine ereignisgerechte Sekundärprophylaxe (Vorbeugung weiterer Ereignisse nach einer bereits aufgetretenen Komplikation) erforderlich. Nach venösen Thromboembolien (Venenverschlüssen durch Blutgerinnsel oder deren Verschleppung in andere Gefäße) kann eine längerfristige Antikoagulation (Hemmung der Blutgerinnung) angezeigt sein. ASS wird unter therapeutischer Antikoagulation nicht automatisch zusätzlich verordnet, da die Kombination das Blutungsrisiko erhöht; eine eigenständige arterielle Indikation ist gesondert zu prüfen [LL1, LL4].
Verlaufskontrollen und Sondersituationen
- Kontrollen: Blutbild einschließlich Differenzialblutbild, Hkt, Beschwerden, Milzgröße, Thrombosen, Blutungen und Aderlassbedarf regelmäßig erfassen. Nach Therapiebeginn und Dosisänderungen sind die Kontrollen engmaschiger als in stabiler Erhaltung; substanzspezifisch Nieren-, Leber-, Schilddrüsen- und ggf. Lipidwerte ergänzen. Unter IFN psychische Symptome und Autoimmunphänomene (Reaktionen des Abwehrsystems gegen den eigenen Körper), unter Hydroxycarbamid und Ruxolitinib Hautveränderungen beachten [LL1, FI2, FI3, FI4, FI6].
- Ansprechen: Neben Hkt < 45 % sind Blutbild, Aderlassfreiheit, Symptomkontrolle und Milzbefund relevant. Eine Abnahme der JAK2V617F-Variantenallelfraktion (VAF) kann zusätzliche Verlaufsinformationen liefern. Sie ist kein alleiniger Grund, eine klinisch wirksame Behandlung abzusetzen oder eine Heilung anzunehmen [2, LL1].
- Kinderwunsch und Schwangerschaft: frühzeitig interdisziplinär (gemeinsam mit mehreren medizinischen Fachrichtungen) planen. Wenn eine Zytoreduktion erforderlich ist, wird IFN bevorzugt; Eignung und Datenlage müssen für das konkrete Präparat geprüft werden. Ropeginterferon wird in der Schwangerschaft laut Fachinformation nicht empfohlen; Peginterferon alfa-2a kommt nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung infrage. Hydroxycarbamid und Ruxolitinib sind in Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert (dürfen nicht angewendet werden). Der Hkt soll im schwangerschaftsbezogenen Normalbereich gehalten werden; das allgemeine Ziel < 45 % ersetzt diese Anpassung nicht. ASS und ggf. niedermolekulares Heparin werden entsprechend dem geburtshilflichen und thrombotischen Risiko eingesetzt [LL1, LL4, FI1, FI2, FI3, FI4, FI6].
- Operationen: Hkt und sonstige Blutwerte vor planbaren Eingriffen optimieren. ASS-Pause und Thromboseprophylaxe richten sich nach Eingriff, Blutungsrisiko und individuellen Gefäßindikationen; die Planung erfolgt gemeinsam mit Operateuren und Anästhesiologie (Narkosemedizin) [LL1].
- Progressionsverdacht: neu auftretende Anämie (Blutarmut), abnehmende Aderlassbedürftigkeit ohne entsprechende Therapie, leukoerythroblastisches Blutbild, zunehmende Splenomegalie oder konstitutionelle Symptome (allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust) erfordern eine Abklärung auf Post-PV-Myelofibrose (Vernarbung des Knochenmarks als Folge der PV) bzw. Transformation (Übergang in eine andere, meist aggressivere Krankheitsform). Die Behandlung folgt dann den Empfehlungen für das jeweilige Krankheitsstadium [LL1].
Wirkstoffe (Hauptindikationen)
Die Dosierungen beziehen sich auf Erwachsene. Auswahl, Titration, Organfunktionsanpassungen und Therapieunterbrechungen erfolgen fachärztlich nach Blutbild, Verträglichkeit und aktueller Fachinformation.
Thrombozytenaggregationshemmer
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Acetylsalicylsäure (ASS) | Bei fehlenden Gegenanzeigen Basistherapie in beiden Risikogruppen. Bei Blutungsneigung und extremer Thrombozytose zunächst erworbenes von-Willebrand-Syndrom berücksichtigen. Die PV-Prophylaxe ist eine leitliniengestützte Anwendung; die zugelassenen Indikationen sind präparatspezifisch zu prüfen [4, LL1, FI1]. |
- Wirkweise: irreversible Hemmung der thrombozytären Cyclooxygenase-1 und damit der Thromboxan-A2-Bildung.
- Indikation: Thromboseprophylaxe und Behandlung ASS-responsiver Mikrozirkulationsstörungen bei PV [LL1].
- Kontraindikationen (Gegenanzeigen): unter anderem Überempfindlichkeit bzw. durch Salicylate oder nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) induziertes Asthma (anfallsartige Atemwegsverengung), akute gastrointestinale Ulzera (Geschwüre im Magen-Darm-Trakt), hämorrhagische Diathese (erhöhte Blutungsneigung), Leber- oder Nierenversagen, schwere nicht ausreichend behandelte Herzinsuffizienz (Herzschwäche) sowie gleichzeitiges Methotrexat ≥ 15 mg/Woche. Schwangerschaftsbezogene Vorgaben sind dosisabhängig; niedrig dosierte ASS erfordert geburtshilfliche Überwachung [FI1].
- Nebenwirkungen: vor allem Blutungen einschließlich gastrointestinaler (den Magen-Darm-Trakt betreffender) und intrakranieller (innerhalb des Schädels auftretender) Blutungen, gastrointestinale Beschwerden und Ulzera; Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. Bronchospasmus (Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur) [FI1].
Pegylierte Interferone alfa
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Ropeginterferon alfa-2b | EU-Zulassung: erwachsene PV ohne symptomatische Splenomegalie. Die Wirkung wird schrittweise aufgebaut; überbrückende Aderlässe können erforderlich sein. Bei glomerulärer Filtrationsrate (GFR) 15-29 ml/min Anfangsdosis 50 µg; bei GFR < 15 ml/min kontraindiziert [FI2]. |
| Peginterferon alfa-2a | Pegasys ist inzwischen in der EU als Monotherapie der PV bei Erwachsenen zugelassen. Dosierungen und Applikationsintervalle der beiden IFN-Präparate sind nicht austauschbar [FI6]. |
- Wirkweise: antiproliferative (die Zellvermehrung hemmende) und immunmodulierende (das Abwehrsystem beeinflussende) Effekte; Kontrolle der gesteigerten Hämatopoese (Blutbildung) und bei einem Teil der Patienten Rückgang der JAK2-mutierten Zellpopulation [LL1].
- Indikation: zytoreduktionsbedürftige PV, bei geeigneten Patienten bevorzugte Erstlinienoption. Bei Ropeginterferon ist die Zulassungsbegrenzung hinsichtlich symptomatischer Splenomegalie zu beachten [LL1, LL3, FI2, FI6].
- Kontraindikationen: präparatspezifisch. Dazu gehören insbesondere relevante Autoimmunerkrankungen (Erkrankungen durch Angriffe des Abwehrsystems auf körpereigenes Gewebe), nicht ausreichend kontrollierbare Schilddrüsenerkrankungen und schwere Leberfunktionsstörungen. Bei Ropeginterferon bestehen unter anderem Gegenanzeigen bei schweren psychiatrischen (die seelische Gesundheit betreffenden) Erkrankungen einschließlich entsprechender Anamnese, schweren kardiovaskulären Erkrankungen, GFR < 15 ml/min, immunsupprimierten (mit unterdrücktem Abwehrsystem behandelten) Transplantationspatienten und gleichzeitiger Telbivudingabe. Bei Peginterferon alfa-2a sind schwere psychiatrische Erkrankungen bei Erwachsenen ein wesentlicher Warnhinweis mit strenger individueller Abwägung. Vollständige Gegenanzeigen siehe jeweilige Fachinformation [FI2, FI6].
- Nebenwirkungen: grippeähnliche Beschwerden, Fatigue, Myalgien (Muskelschmerzen), Reaktionen an der Injektionsstelle, Zytopenien (Verminderung einer oder mehrerer Blutzellarten), Transaminasenanstieg, Schilddrüsenfunktionsstörungen, autoimmune Erkrankungen sowie Depression und andere neuropsychiatrische (Nervensystem und seelische Gesundheit betreffende) Störungen. Neue psychische Beschwerden müssen rasch ärztlich bewertet werden [FI2, FI6].
Antimetabolit zur Zytoreduktion
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Hydroxycarbamid (Hydroxyurea; HU) |
Anerkannte Erstlinientherapie. Litalir ist für PV mit hohem Risiko thromboembolischer Komplikationen zugelassen. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion besonders sorgfältige Überwachung und ggf. Dosisanpassung. Regelmäßige Hautkontrollen und Sonnenschutz; Schleimhautläsionen (Schleimhautschäden) und Beinulzera (offene Geschwüre an den Beinen) beachten [FI3]. |
- Wirkweise: Hemmung der Ribonukleotidreduktase und damit der Synthese von Desoxyribonukleinsäure (DNA); Verminderung der gesteigerten Blutzellproduktion.
- Indikation: zytoreduktionsbedürftige PV; Auswahl insbesondere nach Alter, Komorbiditäten (Begleiterkrankungen), Therapiezielen und IFN-Eignung. Der präparatspezifische Zulassungsumfang ist zu beachten [LL1, LL2, FI3].
- Kontraindikationen: ausgeprägte Knochenmarkdepression (Unterdrückung der Blutbildung im Knochenmark), insbesondere Leukozyten < 2,5 × 109/l, Thrombozyten < 100 × 109/l oder schwere Anämie; Schwangerschaft, Stillzeit und Überempfindlichkeit. Reproduktionsmedizinische (die Fortpflanzung betreffende) Beratung und verlässliche Kontrazeption (Empfängnisverhütung) gemäß Fachinformation [FI3].
- Nebenwirkungen: Myelosuppression (Hemmung der Blutbildung im Knochenmark), gastrointestinale Beschwerden, Mukositis (Schleimhautentzündung), Haut- und Nagelveränderungen, Beinulzera und nichtmelanozytäre Hauttumoren (Hautkrebsformen, die nicht vom Typ des schwarzen Hautkrebses sind). Sekundäre Leukämien (im weiteren Krankheitsverlauf entstehende Blutkrebserkrankungen) sind bei PV-Langzeitverläufen beschrieben; der Anteil von Grunderkrankung und HU-Behandlung ist nicht sicher getrennt zuzuordnen [LL1, FI3].
Januskinase-Inhibitor
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Ruxolitinib | EU-Zulassung: erwachsene PV bei HU-Resistenz oder -Unverträglichkeit; keine Splenomegalie als Zulassungsvoraussetzung. Interaktionen, insbesondere mit starken Hemmern des Cytochrom-P450-Enzyms 3A4 (CYP3A4), und Organfunktion berücksichtigen. Blutbild vor Beginn und zunächst etwa alle zwei bis vier Wochen kontrollieren [FI4]. |
- Wirkweise: Hemmung der Januskinasen JAK1 und JAK2; Verminderung gesteigerter Zellsignale und inflammatorischer (entzündungsfördernder) Zytokinwirkungen.
- Indikation: PV nach HU-Resistenz oder -Unverträglichkeit. Die randomisierten Studien RESPONSE und MAJIC-PV belegen Vorteile bei hämatologischer Kontrolle und Symptomen; RESPONSE untersuchte zusätzlich die Milzvolumenreduktion. In MAJIC-PV war ein molekulares Ansprechen mit günstigeren Verlaufsparametern assoziiert; daraus folgt kein gesichertes Heilungs- oder individuelles Überlebensversprechen [1, 2, FI4].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit, Schwangerschaft und Stillzeit. Niedrige Zellzahlen sind gesonderte Dosis- bzw. Unterbrechungskriterien: bei Thrombozyten < 50 × 109/l, absoluten Neutrophilen < 0,5 × 109/l oder Hämoglobin (Hb) < 8 g/dl Behandlung unterbrechen. Der Neutrophilengrenzwert darf nicht mit der Gesamtleukozytenzahl gleichgesetzt werden [FI4].
- Nebenwirkungen: Anämie, Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) und Neutropenie (Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen), Infektionen einschließlich Herpes zoster (Gürtelrose) und opportunistischer Infektionen (Infektionen, die durch eine geschwächte Abwehr begünstigt werden), Gewichtszunahme, Lipidanstieg und erhöhte Leberwerte. Vor Beginn Infektionsrisiken und Impfstatus prüfen; Hauttumorrisiko und kardiovaskuläre Risikofaktoren berücksichtigen [FI4].
Selektive Thrombozytensenkung – Sonderstellung
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Anagrelid | Keine Kontrolle der Erythrozytose oder Leukozytose. Allenfalls zusätzliche Thrombozytensenkung in besonderen Situationen, wenn die etablierte Zytoreduktion nicht ausreicht oder nicht vertragen wird. Xagrid ist für Hochrisiko-ET, nicht für PV zugelassen; eine PV-Anwendung erfolgt off-label [LL1, FI5]. |
- Wirkweise: Hemmung der Megakaryozytenreifung (Reifung der Vorläuferzellen der Blutplättchen) und Thrombozytenproduktion; zusätzlich Phosphodiesterase-3-Hemmung mit kardiovaskulären Wirkungen.
- Indikation: bei PV nur besondere fachärztlich begründete Situationen zur ergänzenden Thrombozytenkontrolle; kein gleichrangiger Ersatz für IFN, HU oder Ruxolitinib [LL1].
- Kontraindikationen: bei Xagrid unter anderem mittelschwere bis schwere Leberinsuffizienz (eingeschränkte Leberfunktion) und mittelschwere bis schwere Niereninsuffizienz (eingeschränkte Nierenfunktion), Kreatinin-Clearance < 50 ml/min. Vor Beginn kardiovaskuläre Untersuchung einschließlich Elektrokardiographie (EKG) und Echokardiographie; bei kardialen (das Herz betreffenden) Risiken besonders strenge Abwägung [FI5].
- Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Palpitationen (Herzklopfen), Tachykardie (beschleunigter Herzschlag), Flüssigkeitsretention (Flüssigkeitseinlagerung im Körper), Diarrhoe (Durchfall), Anämie und mögliche schwere kardiale Komplikationen. Mit ASS kann das Blutungsrisiko steigen. Abruptes Absetzen vermeiden: Rebound-Thrombozytose (rascher Wiederanstieg der Blutplättchenzahl nach dem Absetzen) kann thrombotische Komplikationen einschließlich Hirninfarkt (Schlaganfall durch einen Gefäßverschluss) begünstigen; bei notwendigem Absetzen engmaschige Blutbildkontrolle und Anschlussbehandlung planen [LL1, FI5].
Reserveverfahren: Busulfan ist wegen potenzieller Langzeittoxizität und Myelosuppression ausschließlich ausgewählten, meist älteren Patienten vorbehalten, wenn andere Optionen ungeeignet sind. Radiophosphor gehört nicht zur heutigen Routinetherapie. Eine allogene Stammzelltransplantation ist bei chronischer PV keine Standardmaßnahme; sie wird vor allem bei ausgewählten Patienten mit Transformation geprüft [LL1].
Neue Therapieentwicklung
Das Hepcidin-Mimetikum Rusfertid wurde am 28. August 2026 durch die US-amerikanische Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) als Mimrylo für Erwachsene mit PV zugelassen. Es begrenzt die Eisenverfügbarkeit für die Erythropoese (Bildung roter Blutkörperchen) und kann den Aderlassbedarf vermindern. Diese Wirkung ist nicht mit einer umfassenden Zytoreduktion gleichzusetzen. Aus der US-Zulassung lässt sich keine reguläre Anwendungsempfehlung für Deutschland bzw. die EU ableiten; eine EU-Zulassung wurde bei der Aktualisierung nicht nachgewiesen. Ein gesicherter Ersatz für ASS oder eine bewiesene Verringerung thrombotischer Ereignisse ist daraus ebenfalls nicht abzuleiten. Die randomisierte VERIFY-Studie wurde im Oktober 2026 publiziert [6, FI7].
Red Flags (Warnzeichen) bei Polycythaemia vera
- Verdacht auf akute Thrombose oder Embolie (Gefäßverschluss durch eingeschwemmtes Material, meist ein Blutgerinnsel): neu auftretende Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen, plötzlich stärkste Kopfschmerzen, Thoraxschmerz (Brustkorbschmerz), akute Atemnot oder eine einseitige schmerzhafte Beinschwellung erfordern eine sofortige Notfallabklärung. Bei akuten schweren Beschwerden Notruf 112 veranlassen; die Abklärung darf nicht bis zur nächsten Blutbildkontrolle warten [LL4].
- Verdacht auf abdominelle Gefäßthrombose (Blutgerinnsel in einem Blutgefäß des Bauchraums): neue starke oder anhaltende Bauchschmerzen, insbesondere mit Erbrechen, gastrointestinaler Blutung oder Kreislaufstörung, erfordern eine unverzügliche Abklärung [LL1, LL4].
- Schwere Blutung: anhaltende Blutung, Bluterbrechen, Teerstuhl (schwarzer, teerartiger Stuhl durch Blutungen im Verdauungstrakt) oder neue neurologische (das Nervensystem betreffende) Beschwerden unter antithrombotischer Therapie erfordern eine sofortige ärztliche Beurteilung. Eine extreme Thrombozytose schließt eine relevante Blutungsneigung nicht aus [LL1, LL4].
- Schwere Therapiekomplikation: Fieber oder Schüttelfrost unter myelosuppressiver Therapie, rasch zunehmende Schwäche, neue schwere psychische Symptome unter IFN oder kardiale Beschwerden unter Anagrelid müssen unverzüglich ärztlich bewertet werden [FI2, FI3, FI4, FI5, FI6].
Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)
Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für Anti-Aging, Schutz vor oxidativem Stress, Energiestoffwechsel und Zellregeneration sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:
- Vitamine (C, E, B2)
- Spurenelemente (Chrom, Kupfer, Mangan, Selen, Zink)
- Sekundäre Pflanzenstoffe (Anthocyanidine aus Heidelbeer-Extrakt, Curcumin, Grüntee-Extrakt (Epigallocatechingallat), Quercetin, Resveratrol)
- Weitere Vitalstoffe (Spermidin)
Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.
Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.
Abkürzungen
- ASS: Acetylsalicylsäure
- bzw.: beziehungsweise
- CYP3A4: Cytochrom-P450-Enzym 3A4
- DHA: Docosahexaensäure
- DNA: Desoxyribonukleinsäure
- doi: Digital Object Identifier; dauerhafte Kennung einer wissenschaftlichen Veröffentlichung
- ECLAP: European Collaboration on Low-Dose Aspirin in Polycythemia Vera; Studie zu niedrig dosierter ASS bei PV
- EKG: Elektrokardiographie
- EPA: Eicosapentaensäure
- ET: essenzielle Thrombozythämie; Knochenmarkerkrankung mit übermäßiger Bildung von Blutplättchen
- et al.: und andere; Hinweis auf weitere Mitautoren
- EU: Europäische Union
- FDA: Food and Drug Administration; US-amerikanische Arzneimittelbehörde
- FI: Fachinformation bzw. Zulassungsinformation
- GFR: glomeruläre Filtrationsrate
- ggf.: gegebenenfalls
- Hb: Hämoglobin
- Hkt: Hämatokrit
- HU: Hydroxyurea; Hydroxycarbamid
- IFN: Interferon alfa
- JAK1/JAK2: Januskinase 1 bzw. Januskinase 2
- JAK2V617F: Bezeichnung einer bestimmten Veränderung im JAK2-Gen
- KBE: koloniebildende Einheiten
- LL: Leitlinie
- MAJIC-PV: Studienkurzname für eine Untersuchung von Ruxolitinib im Vergleich zur besten verfügbaren Therapie bei PV
- MPN: myeloproliferative Neoplasie
- NSAR: nichtsteroidale Antirheumatika
- PV: Polycythaemia vera
- RESPONSE: Studienkurzname für eine Untersuchung von Ruxolitinib im Vergleich zur Standardtherapie bei PV
- US: die Vereinigten Staaten von Amerika betreffend
- VAF: Variantenallelfraktion
- VERIFY: Studienkurzname für eine Untersuchung von Rusfertid im Vergleich zu Placebo bei aderlassbedürftiger PV
- z. B.: zum Beispiel
Literatur
- Vannucchi AM et al.: Ruxolitinib versus Standard Therapy for the Treatment of Polycythemia Vera. N Engl J Med. 2015;372:426-435. doi: 10.1056/NEJMoa1409002.
- Harrison CN et al.: Ruxolitinib Versus Best Available Therapy for Polycythemia Vera Intolerant or Resistant to Hydroxycarbamide in a Randomized Trial. J Clin Oncol. 2023;41:3534-3544. doi: 10.1200/JCO.22.01935.
- Marchioli R et al.: Cardiovascular Events and Intensity of Treatment in Polycythemia Vera. N Engl J Med. 2013;368:22-33. doi: 10.1056/NEJMoa1208500.
- Landolfi R et al.: Efficacy and Safety of Low-Dose Aspirin in Polycythemia Vera. N Engl J Med. 2004;350:114-124. doi: 10.1056/NEJMoa035572.
- Gisslinger H et al.: Event-free survival in patients with polycythemia vera treated with ropeginterferon alfa-2b versus best available treatment. Leukemia. 2023;37:2129-2132. doi: 10.1038/s41375-023-02008-6.
- Kuykendall AT et al.: VERIFY: A Phase III Trial of Rusfertide Versus Placebo in Phlebotomy-Dependent Patients With Polycythemia Vera Receiving Standard-of-Care Therapy. J Clin Oncol. 2026; online 13. Oktober 2026. doi: 10.1200/JCO-26-00992.
Leitlinien
- Lengfelder E et al.: Polycythaemia Vera (PV). Onkopedia, Stand September 2023, bei Aktualisierung am 24. Oktober 2026 als aktuell gültige Fassung ausgewiesen. Leitlinie [LL1].
- Barbui T et al.: Philadelphia chromosome-negative classical myeloproliferative neoplasms: revised management recommendations from European LeukemiaNet. Leukemia. 2018;32:1057-1069. doi: 10.1038/s41375-018-0077-1 [LL2].
- Marchetti M et al.: Appropriate management of polycythaemia vera with cytoreductive drug therapy: European LeukemiaNet 2021 recommendations. Lancet Haematol. 2022;9:e301-e311. doi: 10.1016/S2352-3026(22)00046-1 [LL3].
- McMullin MF et al.: A guideline for the management of specific situations in polycythaemia vera and secondary erythrocytosis: A British Society for Haematology Guideline. Br J Haematol. 2019;184:161-175. doi: 10.1111/bjh.15647 [LL4].
Fachinformationen und Zulassungsinformationen
- ratiopharm: ASS-ratiopharm PROTECT 100 mg, Fachinformation, Stand November 2025. Fachinformation [FI1].
- European Medicines Agency: Besremi (Ropeginterferon alfa-2b), aktuelle Produktinformation. Summary of Product Characteristics [FI2].
- Litalir (Hydroxycarbamid), Fachinformation, Stand Dezember 2024. Fachinformation [FI3].
- European Medicines Agency: Jakavi (Ruxolitinib), aktuelle Produktinformation. Summary of Product Characteristics [FI4].
- European Medicines Agency: Xagrid (Anagrelid), aktuelle Produktinformation; ergänzende Sicherheitsinformation zum Absetzen vom 22. Februar 2022. Produktinformation; Sicherheitsinformation [FI5].
- European Medicines Agency: Pegasys (Peginterferon alfa-2a), aktuelle Produktinformation einschließlich PV-Indikation und PV-Dosierung. Summary of Product Characteristics [FI6].
- U.S. Food and Drug Administration: FDA Approves First Drug of Its Kind for Polycythemia Vera, a Rare Blood Disorder. 28. August 2026. Zulassungsmitteilung zu Mimrylo (Rusfertid) [FI7].