Schon lange vor der eigentlichen Netzhautablösung treten bei einem Teil der betroffenen Veränderungen in der äußeren Netzhaut (Ablatio-Vorstufen) auf.
Das geschieht in erhöhtem Ausmaß bei Kurzsichtigen oder Risikopatienten.
Das Verfahren
Diese Veränderungen der äußeren Netzhaut lassen sich in der Regel nur bei sehr weiter Pupille erkennen.
Dazu werden Ihnen durch Augentropfen die Pupillen erweitert.
Dieser Vorgang benötigt mindestens circa 20-30 Minuten. Hinterher sind Sie für etwa 3-4 Stunden vermehrt geblendet und sehen eventuell vorübergehend unscharf, so dass Sie nicht selbst mit Ihrem Auto nach Hause fahren können.
Werden bei der Netzhautspiegelung Erkrankungen, die weiter abgeklärt oder behandelt werden müssen, festgestellt, übernimmt die dafür erforderlichen Kosten Ihre gesetzliche Krankenversicherung.
Zusammen mit der Netzhautspiegelung kann auch eine Glaukomvorsorgeuntersuchung (Glaukom = grüner Star) erfolgen, zu der neben der Augenhintergrunduntersuchung eine Augendruckmessung erforderlich ist.
Eine regelmäßige Untersuchung der Netzhaut ist bei folgenden Gesundheitsrisiken beziehungsweise Erkrankungen erforderlich
- Kurzsichtigkeit von mehr als 3 Dioptrien
- Netzhautablösung
- Diabetes mellitus
- Makuladegeneration – Verlust der zentralen Sehschärfe
- Augenverletzungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hypertonus (Bluthochdruck)
- Schwere Entzündungen am Auge
- Kortisonbehandlung
- Rauchen
- Alter über 65 Jahre
Ihr Nutzen
Regelmäßige Netzhaut-Vorsorgeuntersuchungen können dazu beitragen, dass Gesundheitsrisiken und Krankheiten frühzeitig erkannt und vorsorglich behandelt werden.
Mögliche Veränderungen an der Netzhaut selber können vom Augenarzt sofort behandelt werden.
Literatur
- Wong TY et al.
Retinopathy and risk of congestive heart failure.
Jama 293 (2005) 63-69













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