Frequenzverdopplungs-Perimetrie (FDP)

Bei der Frequenzverdopplungs-Perimetrie (FDP) (Synonyme: frequency doubling technology, FDT) handelt es sich um ein modernes diagnostisches Verfahren in der Augenheilkunde, das vor allem in der Glaukomdiagnostik (Früherkennung von Grünem Star/erhöhtem Augeninnendruck) Anwendung findet.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Früherkennung bzw. Verlaufskontrolle des Glaukoms

Das Verfahren

Die FDP dient der systematischen Vermessung des Gesichtsfeldes und damit der Erkennung von Skotomen (Ausfälle im Gesichtsfeld). Das Gesichtsfeld entspricht dem Raum der Außenwelt, der bei unbewegtem Auge auf der Retina (Netzhaut) abgebildet und wahrgenommen wird.

Bei einer klassischen Perimetrie (Gesichtsfeldmessung) benutzt der Augenarzt einen optischen Reiz (z. B. einen Lichtfleck) den er langsam in das Gesichtsfeld des Patienten bewegt (dynamische Perimetrie) oder dessen Intensität er verändert (statische Perimetrie). Der Patient gibt an, wann er den Lichtfleck wahrnehmen kann.

Die Frequenzverdopplungs-Perimetrie unterscheidet sich in der Art und Weise des optischen Reizes. Es handelt sich um ein Streifenmuster in niedriger räumlicher Auflösung, das mit hoher Frequenz zwischen schwarz und weiß wechselt. Die hohe Geschwindigkeit des Wechsels führt zu der Illusion, dass das Muster seine Frequenz verdoppelt habe. Dieser spezielle Reiz erregt besonders empfindlich die Ganglienzellen (Sinneszellen, deren Fortsätze den Sehnerv bilden), die sehr anfällig für glaukomatöse Schädigungen (Schädigungen durch erhöhten Augeninnendruck) sind.

Das nicht zu untersuchende Auge wird abgedeckt, während das Verfahren unter konstanten Bedingungen stattfindet (konstante Helligkeit, Ausgleich von Brechungsfehlern und gleich bleibende Pupillenweite bei Wiederholung der Untersuchung). Die FDP liefert Übersichtsergebnisse schon nach 45 Sekunden und komplette Untersuchungsergebnisse in weniger als 4 Minuten pro Auge.

Die Frequenzverdopplungsperimetrie ist ein effektives diagnostisches Verfahren, das kleinste Schädigungen des Sehnervs bereits bevor sie bewusst wahrgenommen werden, erkennt.

Literatur

  1. Grehn F: Augenheilkunde. Springer Verlag 2008
  2. Kanski JJ: Klinische Ohpthalmologie Lehrbuch und Atlas. Elsevier, Urban & Fischer Verlag: 2008 
  3. Kampik A, Grehn F: Augenärztliche Diagnostik. Georg Thieme Verlag 2003

     
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