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Einleitung
Metabolisches Syndrom

Das metabolische Syndrom – auch Wohlstandssyndrom, Syndrom X oder tödliches Quartett genannt – bezeichnet nach Grundy das gemeinsame Vorliegen der folgenden Kriterien

  • Adipositas – Übergewicht mit erhöhtem Taillenumfang (≥ 94 cm beim Mann; ≥ 80 cm bei der Frau)
  • Hypertonie – Bluthochdruck mit Werten > 130/85 mmHg
  • Hypertriglyceridämie (VLDL-Triglyzeride) – erhöhte Blutfettwerte ( ≥ 150 mg/dl)
  • Niedriges HDL-Cholesterin – sogenanntes "gutes Cholesterin" ( < 40 mg/dl beim Mann; < 50 mg/dl bei der Frau)
  • Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte – ≥ 100 mg/dl oder ≥ 5,6 mmol/L

Treffen drei dieser fünf Kriterien zu, so liegt ein metabolisches Syndrom vor.

Neben den oben genannten Kriterien treten meist auch noch folgende Veränderungen auf

  • Hyperurikämie – erhöhte Harnsäurewerte im Blut
  • Leichte Entzündungszeichen im Blut (wie leicht erhöhtes CRP – C-reaktives Protein)
  • Hyperkoagulopathie – erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes
  • Endotheliale Dysfunktion – Veränderungen der Innenwände der Gefäße, die dazu führen kann, dass sich Arteriosklerose (Arterienverkalkung) bilden kann

Betroffene haben ein dreimal so hohes Risiko, kardiovaskuläre Komplikationen wie einen Myokardinfarkt (Herzinfarkt) oder einen Apoplex (Schlaganfall) zu entwickeln.
Die Gesamtprävalenz beträgt bei Frauen circa 19 %, bei Männern circa 25 %.


     
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