Conn-Syndrom – Körperliche Untersuchung
Eine umfassende klinische Untersuchung (ärztliche Untersuchung) ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:
- Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls; des Weiteren:
- standardisierte Blutdruckmessung, initial an beiden Armen [arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), häufig schwer bzw. therapieresistent (durch Behandlung nicht ausreichend kontrollierbar)]
- Beurteilung von Pulsfrequenz (Herzschlagzahl) und Pulsrhythmus (Regelmäßigkeit des Herzschlags)
- Kardiovaskulärer Status (Untersuchung von Herz und Kreislauf)
- Palpation (Abtasten) und Auskultation (Abhören) des Herzens
- Untersuchung auf klinische Zeichen einer hypertensiven Organschädigung (durch Bluthochdruck verursachten Organschädigung)
- Neurologischer Status (Untersuchung des Nervensystems) – bei klinischem Hinweis auf eine ausgeprägte Hypokaliämie (Kaliummangel im Blut):
- Prüfung der Muskelkraft
- Prüfung der Muskeleigenreflexe (Muskelreflexe)
- Augenärztliche Untersuchung – bei schwerer bzw. langjähriger arterieller Hypertonie:
- Fundoskopie (Untersuchung des Augenhintergrunds) zur Beurteilung hypertensiver Netzhautveränderungen (durch Bluthochdruck bedingter Veränderungen der Netzhaut)
Red Flags (Warnzeichen) beim Conn-Syndrom
- schwere arterielle Hypertonie mit klinischen Zeichen einer akuten hypertensiven Organschädigung
- neu aufgetretene Herzrhythmusstörung (unregelmäßiger Herzschlag)
- ausgeprägte Muskelschwäche bis hin zu Paresen (unvollständigen Lähmungen) bei schwerer Hypokaliämie
In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.