Weitere Therapie
Strahlenerkrankung des Dünndarmes (Strahlenenteritis)

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen während der Erkrankung:
    • Treten im Rahmen der Strahlenenteritis Steatorrhoen (Fettstühle) auf, sollten folgenden Maßnahmen befolgt werden:
      • Bei Untergewicht Gewichtszunahme anstreben
      • erhöhte Zufuhr der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K
      • erhöhte Zufuhr von Omega-3- und -6-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure; Linolsäure, Gamma-Linolensäure)
      • Teilweise Ersatz des Nahrungsfettes (LCT-Fette = Fette mit langkettigen Fettsäuren) durch MCT-Fette (Fette mit mittelkettigen Fettsäuren). Die Verdauung und Resorption (Aufnahme) von MCT-Fetten erfolgt schneller und unabhängig von Gallensäuren, daher werden sie bevorzugt bei Erkrankungen des Darms eingesetzt.
        • Der Übergang auf die MCT-Fette sollte stufenweise erfolgen, da sonst Schmerzen im Abdominalbereich (Bauchraum), Erbrechen und Kopfschmerzen auftreten können.
        • MCT-Margarine – als Streichfett bzw. nach dem Garen den noch warmen Speisen zusetzen; eignet sich nicht zum Braten, Dünsten, Schmoren, Grillen usw.
        • MCT-Speiseöle – als Kochfett verwendbar; sie können jedoch nicht so hoch erhitzt werden wie übliche Pflanzenöle (nicht zu lange und nie über 70 °C erhitzen, bei Temperaturen über 120-130°C entsteht Qualmentwicklung).
        • Langes Warmhalten oder Wiederaufwärmen der mit MCT zubereiteten Speisen sollte vermieden werden, da ein bitterer Nachgeschmack entstehen kann.
    • Vermehrte Zufuhr von qualitativ hochwertigem Protein zur Behandlung des enteralen Proteinverlustsyndroms bei der Strahlenenteritis:
      • Bevorzugen: Eier, Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen), Kartoffeln, Getreideprodukte etc.
      • Durch Kombination von pflanzlichem mit tierischem Protein lässt sich die biologische Wertigkeit des Proteins aus pflanzlichen Quellen aufwerten – z. B. Kartoffel mit Ei, Fleisch bzw. Fisch mit Hülsenfrüchten, Getreide mit Milch etc.
    • Bei Erbrechen: Solange das Erbrechen anhält, sollte auf den Verzehr jeglicher Nahrung verzichtet werden. Der Flüssigkeitsverlust sollte allerdings unbedingt ausgeglichen werden. Dazu empfiehlt es sich, Flüssigkeiten wie z. B. Kräutertees (Fenchel-, Ingwer-, Kamille-, Pfefferminz- und Kümmeltee) oder Wasser zunächst in kleineren Mengen, eventuell löffelweise zuzuführen. Wenn das Erbrechen aufgehört hat, werden zuerst kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie Zwieback, Toast und Salzstangen gut vertragen. Die Mahlzeiten sollten klein sein und über den Tag verteilt gegessen werden. Auf Genussmittel ist während des Erbrechens und auch noch eine Woche danach zu verzichten.
    • Bei Durchfall: Im Rahmen der Durchfallerkrankung hat sich eine "Tee-Zwieback-Diät" (Dauer: drei Tage, ggf. länger; soweit keine anderen Erkrankungen dagegen sprechen) bewährt.
    • Nach der akuten Magen-Darm-Erkrankung empfiehlt sich eine leichte Vollkost. Im Rahmen dieser Ernährung sollte auf folgende Lebensmittel und Zubereitungsverfahren verzichtet werden, da sie erfahrungsgemäß häufig Beschwerden verursachen:
      • voluminöse und fettreiche Mahlzeiten 
      • Hülsenfrüchte und Gemüse wie Weißkohl, Grünkohl, Paprika, Sauerkraut, Lauch, Zwiebeln, Wirsing, Pilze
      • rohes Stein- und Kernobst
      • frisches Brot, Vollkornbrot
      • hartgekochte Eier
      • kohlensäurehaltige Getränke
      • frittierte, panierte, geräucherte, sehr stark gewürzte oder sehr süße Lebensmittel
      • zu kalte bzw. zu heiße Lebensmittel
  • Nach der Genesung ggf. Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
    • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de

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