Einleitung
Müdigkeit

Müdigkeit (Synonyme: Adynamie; Allgemeine Ermüdungserscheinungen; Allgemeine Mattigkeit und Müdigkeit; Allgemeine Schwäche; Allgemeiner Abbau; Allgemeiner Schwächezustand; Allgemeiner körperlicher Verfall; Allgemeines Erschöpfungssyndrom; Asthenie; Chronische Schwäche; Chronischer Erschöpfungszustand; Entkräftung; Ermattung; Ermüdung; Erschöpfung; Erschöpfungszustand; Indisposition; Kraftlosigkeit; Krankhafte Schwäche; Krankheitsgefühl; Kräfteverfall; Körperliche Erschöpfung; Körperlicher Abbauprozess; Körperschwäche; Lassitudo; Lethargie; Malaise; Mattigkeit; Müdigkeit; Nervöse Schwäche; Physischer Abbauprozess; Postvirales Syndrom a.n.k.; Schwäche; Schwächezustand; Unklares Erschöpfungsgefühl; Unwohlsein; Unwohlsein und Ermüdung; Vitalitätsverlust; ICD-10 R53: Unwohlsein und Ermüdung) beschreibt das Bedürfnis nach Schlaf bzw. Ruhe. Sie stellt ein komplexes Problem in der Medizin dar und kann viele Ursachen haben.

Man unterscheidet zwei Arten der Müdigkeit:

  • nichtorganische (physiologische) Müdigkeit – Die physiologische Müdigkeit entsteht, wenn der Körper Schlaf benötigt, diesen jedoch nicht ausreichend bekommt (in etwa 7-9 Stunden, je nach Veranlagung).
  • organische Müdigkeit (pathologisch) – Die pathologische Müdigkeit hat ihre Ursache in Organerkrankungen

Basierend auf der Dauer der Symptome erfolgt eine Klassifizierung von Müdigkeit:

  • jüngst/gegenwärtig < 1 Monat
  • erweitert 1-6 Monate
  • chronisch > 6 Monate (Chronic-Fatigue-Syndrom!)

Müdigkeit kann Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter "Differentialdiagnosen").

Geschlechterverhältnis: Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) liegt bei 31 % (> 16 Jahre) (in Deutschland), die zumindest zeitweilig unter Ermüdungserscheinungen leiden. Allerdings interpretiert nur ein kleiner Teil dieser Gruppe das Symptom als Problem. Die Prävalenz von Patienten mit unerklärter Müdigkeit, die mindestens über einen Monat anhält, liegt in Deutschland bei 11 %, international zwischen 2 und 15 %.

Verlauf und Prognose: Normalerweise lässt sich Müdigkeit durch ausreichenden Schlaf wieder ausgleichen. Dauert der Schlafmangel an, kann die Müdigkeit chronisch werden. Starke Müdigkeit geht oft einher mit Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Gereiztheit u. a. und kann zu Verkehrsunfällen (Sekundenschlaf) führen, sodass bei anhaltender Müdigkeit ein Arzt aufgesucht werden sollte. In den meisten Fällen suchen die Betroffenen, wenn überhaupt, erst sehr spät einen Arzt auf.

Abwendbar gefährliche Verläufe – spezifische Probleme – bei Müdigkeit sind: Behandlungsbedürftige psychische Störungen (vor allem Depression, Angststörungen), Schlafapnoe-Syndrom und Medikamentennebenwirkungen/Substanzabusus sowie behandelbare schwere körperliche Erkrankungen.

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Müdigkeit. (AWMF-Registernummer: 053-002), Oktober 2017 Kurzfassung Langfassung

     
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