Latente Schilddrüsenüberfunktion (latente Hyperthyreose) – Körperliche Untersuchung
Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:
- Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße; des Weiteren:
- Inspektion (Betrachtung) der Haut [warme, feuchte Haut, Hyperhidrosis (verstärktes Schwitzen)]
- Neurologische Untersuchung (Untersuchung des Nervensystems), insbesondere Prüfung auf Tremor (Zittern) und Muskeleigenreflexe (Muskelreflexe) [feinschlägiger Fingertremor (feines Zittern der Finger), gesteigerte Muskeleigenreflexe]
- Inspektion und Palpation (Abtasten) der Schilddrüse hinsichtlich Größe, Symmetrie, Konsistenz, Knoten und Druckschmerz [diffuse Struma (Schilddrüsenvergrößerung) bei Morbus Basedow (autoimmun bedingte Schilddrüsenüberfunktion), knotige Struma bei funktioneller Autonomie (selbstständige Hormonproduktion von Schilddrüsengewebe), druckschmerzhafte Schilddrüse bei subakuter Thyreoiditis (subakute Schilddrüsenentzündung)]
- Augenstatus bei Verdacht auf Morbus Basedow [Lidretraktion (Zurückweichen der Augenlider), Exophthalmus (Hervortreten der Augäpfel), periorbitale Schwellung (Schwellung um die Augen)]
- Palpation des Pulses und Auskultation (Abhören) des Herzens [Ruhetachykardie (beschleunigter Herzschlag in Ruhe), absolute Arrhythmie (völlig unregelmäßiger Herzschlag) bei Vorhofflimmern (ungeordnete Herzrhythmusstörung der Vorhöfe)]
In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.