Störungen der Libido treten bei etwa zwei Prozent der Männer und circa drei Prozent der Frauen auf. Man unterscheidet somatische, also körperliche Faktoren von psychischen und sozialen Faktoren, die bei den Libidostörungen eine Rolle spielen.
Biographische Ursachen
- Höheres Alter
- Hormonelle Faktoren
- Störungen in der Eltern-Kind-Beziehung (Tabus in der Erziehung)
- Sexueller Missbrauch
Verhaltensbedingte Ursachen
- Stress
- Psychische Konflikte
- Von der Norm abweichende sexuelle Neigungen
- Alkoholkonsum
- Kontaktstörungen
- Abnehmendes Interesse an der Sexualität
Krankheitsbedingte – behandelbare – Ursachen
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Hypertonus (Bluthochdruck)
- Fettstoffwechselstörungen wie Hypercholesterinämie oder Hypertriglyceridämie
- Nierenfunktionsstörungen
- Leberfunktionsstörungen
- Hypogonadismus – hormonelle Unterfunktion der männlichen Keimdrüsen mit daraus resultierendem Androgenmangel (Mangel an männlichem Geschlechtshormon)
- Neurologische Erkrankungen
- Psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen
- Schilddrüsenfunktionsstörungen wie die Hyper- und Hypothyreose (Schilddrüsenüber- und -unterfunktion)
- Arterielle Verschlusskrankheit
Krankheitsbedingte – nicht behandelbare oder nur symptomatisch behandelbare – Ursachen
- z. B. Alzheimer mit Gedächtnisverlust
Labordiagnosen – Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten
- Hyperprolaktinämie (erhöhte Prolaktin-Serumspiegel)
Medikamente
- Neuroleptika – Medikamente, die bei psychiatrischen Erkrankungen wie Psychosen eingesetzt werden wie Risperidon
- Antidepressiva – Medikamente wie Paroxetin, die bei Depressionen eingesetzt werden
- Antihypertensiva – Medikamente wie Metoprolol, die bei Hypertonie (Bluthochdruck) eingesetzt werden
- Protonenpumpenblocker – Medikamente, die bei Magen-/Darmulzera (Geschwüren) eingesetzt werden
- Lipidsenker – Medikamente wie Clofibrat, die die Blutfette senken sollen












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