Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Klassifikation
Osteosarkom

Anhand ihrer histologischen (feingeweblichen) Eigenschaften teilt die WHO (Weltgesundheitsorganisation) Osteosarkome wie folgt ein [2]:

Klassifikation Subtyp
Primäre Osteosarkome  
Zentrales (medulläres) Osteosarkom  
 

Klassisches Osteosarkom

  • chondroblastisch
  • fibroblastisch
  • osteoblastisch
  Teleangiektatisches Osteosarkom
  Intraossäres gut differenziertes Osteosarkom (low-grade)
  Kleinzelliges (mesenchymales) Osteosarkom
Oberflächliches (peripheres) Osteosarkom  
  Parossale (juxtakortikale) gut differenzierte Osteosarkome
  Periosteale Osteosarkome, gut bis mäßig differenziert
  High-grade-Osteosarkom (konventionelles Osteosarkom) (schlecht differenziert)
Sekundäres Osteosarkom  

Lodwick-Klassifikation

Mittels der Lodwick-Klassifikation lässt sich auf einem Röntgenbild einschätzen, ob der Tumor benigne (gutartig) oder maligne (bösartig) ist. Des Weiteren eignet sie sich zur Verlaufsbeurteilung bei aggressivem Verhalten des Tumors.

Ein Index für die Wachstumsgeschwindigkeit des Knochentumors oder eines entzündlichen Prozesses ist die auf dem Röntgenbild sichtbare Reaktion, das heißt die Knochenstruktur wird durch den Tumor lokal, regional oder diffus modifiziert. Die sichtbaren Destruktionsmuster werden in folgende Hauptgruppen eingeteilt:

Grad Wachstumsgeschwindigkeit  Knochendestruktion Dignität* Knochentumoren
Grad I



rein geographisch (umschrieben); Grenze definierbar

   
  • A
sehr langsam wachsend  Sklerose (krankhafte Verhärtung von hier: Geweben) und scharfe Grenze benigne Chondroblastom, Enchondrom, Fibröse Knochendysplasie, Nichtossifizierendes Fibrom, Osteoidosteom
  • B
langsam wachsend (verdrängend) Knochenauftreibung > 1 cm und/oder keine Sklerose aktiv benigne Riesenzelltumor
  • C
mittlere Wachstumsgeschwindigkeit
(lokal invasiv)
totale Kompaktapenetration (Kompakta = äußere Randschicht des Knochens) aggressiv benigne Chondro-, Osteo-, Fibrosarkome
Grad II schnell wachsend geographisch, mit mottenfraßartiger/permeativer (ohne Respektierung anatomischer Grenzen) Komponente überwiegend maligne Chondrosarkom, Fibrosarkom, malignes fibröses Histiozytom, Metastasen, Osteosarkom 
Grad III sehr schnell wachsend rein mottenfraßartige oder permeative Destruktion maligne Ewing-Sarkom

*biologisches Verhalten von Tumoren; also ob sie benigne (gutartig) oder maligne (bösartig) sind

Besonders geeignet ist die Klassifikation für Tumoren eines Röhrenknochens oder kleinen Knochens. Sie ist aber weder sensitiv noch spezifisch, sodass in der Regel auf weitere diagnostische Maßnahmen nicht verzichtet werden kann.

Literatur

  1. Schajowicz F: Tumors and tumorlike lesions of bone. Berlin, Heidelberg, New York: Springer; 1994
     
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