Symptome – Beschwerden
Osteoporose

Die Osteoporose verursacht keine Schmerzen. Erst wenn es zu Frakturen* (Knochenbrüchen) gekommen ist, können folgende Symptome auftreten:

  • Schmerzen – osteoporotische Frakturschmerzen sind sehr stark und halten für circa vier bis sechs Wochen, bis zur Konsolidierung der Fraktur, an (falls die Frakturen nicht heilen auch länger). Typisch ist ein Erschütterungsempfindlichkeit der Wirbelsäule (Kopfempfindlichkeit) und Schmerzen, die gürtelförmig nach ventral (vorne) ausstrahlen.
  • Minderung der Körpergröße
  • Myalgie (Muskelschmerzen) – treten aufgrund der Überdehnung und verstärkten Haltearbeit infolge der statischen Veränderungen des Rumpfes auf
  • Myogelosen (knotenartige oder wulstförmige, klar umschriebene Verhärtungen in der Muskulatur; umgangssprachlich auch als Hartspann bezeichnet) durch Fehlbelastung – Um Schmerzlinderung zu erreichen, nehmen viele Menschen Schonhaltungen ein und vermeiden Bewegung, was jedoch zu Muskelverspannungen und Verhärtungen führt, die wiederum Schmerzen verursachen.
  • Gangunsicherheit durch Fehlstatik und Schwerpunktverlagerung → Sturzgefahr (Stürze)

*Häufige Frakturen sind Oberschenkelhals- oder Wirbelfrakturen, die mitunter mit Verformungen der Knochen einhergehen. Dadurch können starke Schmerzen auftreten.

Bei zunehmenden Wirbelkörperdeformierungen treten im weiteren Verlauf ein typischer Gestaltwandel und eine Haltungsänderung auf:

  • Tannenbaumphänomen (= am Rücken bilden sich Querfalten der Haut). Dieses ist bedingt durch die Verkürzung der Wirbelsäule, wodurch die die Rumpfmuskeln und die darüber liegenden Weichteile, inkl. Haut, relativ zu lang werden.
  • Bei weit fortgeschrittener Osteoporose, können mehrere Wirbelkörper-Frakturen vorliegen, sodass sich die Wirbelsäule verformt. Es kommt zur Abnahme der Körpergröße mit Tannenbaumfalten am Rücken und zum sogenannten "Witwenbuckel" (Brustkyphose), der heftige Rückenschmerzen und Atembeschwerden verursachen kann.
  • Die Extremitäten erscheinen im Vergleich zum Rumpf relativ zu lang (scheinbar zu lange Arme). Die Rippenbögen nähern sich den Beckenkämmen an. Aufgrund der Annäherung von Ursprung und Ansatz der Abdominalmuskulatur und der vermehrten Lordosierung (nach vorne (ventral) konvexe Krümmung der Wirbelsäule) der Lendenwirbelsäule wölbt sich das Abdomen vor. Die Abdominalmuskeln sind auch bei Anspannung nicht mehr in der Lage ihre Haltearbeit zu verrichten, das Becken kippt nach vorne. Die sich ohnehin entwickelnde Hyperlordose der Lendenwirbelsäule (LWS) wird dadurch verstärkt.
  • Ventralverlagerung (nach vorne Verlagerung) des Kopfes
  • Mit zunehmender Brustkyphose (Witwenbuckel) muss, um den Blick geradeaus richten zu können, eine Hyperlordose der Halswirbelsäule (HWS) und Beugehaltung der Kniegelenke eingenommen werden.
     
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