Einleitung
Morbus Perthes

Beim Morbus Perthes (Synonyme: Calvé-Legg-Perthes-Krankheit; Calvé-Legg-Perthes-Osteochondrose; Calvé-Legg-Perthes-Syndrom; Coxa plana idiopathica; Juvenile Femurosteochondrose; juvenile Hüftkopfnekrose; Juvenile Osteochondrose des Caput femoris; Juvenile Osteochondrose des Femurkopfes; Legg-Krankheit; Maydl-Krankheit; Morbus Calvé-Legg-Perthes [Osteochondrosis deformans coxae juvenilis]; Morbus Perthes; Osteochondropathia deformans coxae juvenilis; Osteochondrosis deformans coxae juvenilis; Perthes-Clavé-Legg-Waldenström-Krankheit; Perthes-Krankheit; Perthes-Osteochondrose; ICD-10 M91.1) handelt es sich um eine aseptische Knochennekrose des Caput femoris (Hüftkopf; Oberschenkelkopf).

Ursache einer aseptischen Knochenfibrose ist eine Ischämie (Minderdurchblutung) des Caput femoris ohne Vorhandensein einer Infektion.

Geschlechterverhältnis: Jungen zu Mädchen beträgt 4-5 : 1.

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vorwiegend im Kindesalter auf. In der Regel sind Kinder zwischen 3 und 10 Jahren betroffen, in seltenen Fällen auch noch bis zum Ende der Pubertät.

Die Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) beträgt ca. 10 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr (in Deutschland).

Verlauf und Prognose: In der Mehrheit der Fälle ist ein Morbus Perthes einseitig. In 15-20 % der Fälle sind beide Seiten betroffen. Die Erkrankung verläuft uneinheitlich, sodass die Therapie individuell erfolgen muss.
Die Prognose hängt von der Klassifikation ab (siehe "Klassifikation"): Catterall III und IV sowie Hering C gehen mit einer schlechteren Prognose einher. Folgende Faktoren fließen in die Prognose ein: Alter bei Erkrankungsbeginn (unter 6 Jahre ist günstig), Ausmaß der Bewegungseinschränkung, Hüftkopfbefall sowie zusätzliche Hüftkopfrisikofaktoren (z. B. Übergewicht). Ziel ist es, eine frühzeitige Coxarthrose (Arthrose des Hüftgelenks) zu vermeiden.


     
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