Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Anamnese
Amenorrhoe

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Amenorrhoe dar.

Familienanamnese

  • Menarchealter (Alter der ersten Regelblutung) der Mutter und der Schwester

Soziale Anamnese

  • Gibt es Hinweise auf psychosoziale Belastungen oder Belastungen auf Grund Ihrer familiären Situation?

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Wann war Ihre letzte Regelblutung?
  • Seit wann besteht die Veränderung der Menstruation?
  • Wie lange ist Ihre übliche Zyklusdauer*? Wie lange ist der längste beziehungsweise kürzeste Zyklus?
  • Wie stark ist die Regelblutung? Wie viele Tampons beziehungsweise Vorlagen benötigen Sie pro Tag?
  • Wie lange dauert die Regelblutung?
  • Sind Ihnen zusätzlich Symptome wie Schmerzen oder Fieber aufgefallen?**
  • Haben Sie eine Basaltemperaturkurve (BTK) aufgezeichnet? – Aufzeichnen der Temperaturkurve (vor dem Aufstehen gemessen) kann wichtige Hinweise auf Hormonstörungen geben
  • Liegt Kinderwunsch vor?
  • Haben Sie schon Kinder?

* Die Zyklusdauer bzw. Zykluslänge bezieht sich auf den Menstruationszyklus. Die Zykluslänge einer Frau wird vom ersten Tag der Blutung bis zum letzten Tag vor der nächsten Blutung berechnet.

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

  • Sind Sie untergewichtig? Geben Sie uns bitte Ihr Körpergewicht (in kg) und Ihre Körpergröße (in cm) an.
  • Rauchen Sie? Wenn ja, wie viele Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen pro Tag?
  • Trinken Sie Alkohol? Wenn ja, welches Getränk bzw. welche Getränke und wie viele Gläser pro Tag?
  • Nehmen Sie Drogen? Wenn ja, welche Drogen (Amphetamine, Heroin, LSD) und wie häufig pro Tag bzw. pro Woche?
  • Treiben Sie Leistungssport?

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen (chronische Grunderkrankungen: z. B. Diabetes mellitus, Nieren und entzündliche Darmerkrankungen, Herzerkrankungen; gestörtes Essverhalten)
  • Operationen
  • Allergien

Medikamentenanamnese

  • Antipsychotika (Neuroleptika) – wie beispielsweise Haloperidol
  • Appetitzügler – wie beispielsweise Fenfluramin
  • Hormone
    • GnRH-Analoga (Goserelinacetat, Leuporelinacetat, Buderelinacetat, Nafarelinacetat, Triptorelinacetat)
    • Hormonelle Kontrazeptiva (Minipille, Dreimonatsspritze, Intrauterinpessar mit Gestagen/Gestagenspirale)
    • Progesteronrezeptor-Modulator (Ulipristal)
  • Siehe unter Arzneimittelnebenwirkungen: "Hyperprolaktinämie durch Medikamente"
  • Spironolacton (Aldosteronantagonist)
  • Zytotoxische Substanzen (Zustand n. Chemotherapie)

** Falls diese Frage mit "Ja" beantwortet worden ist, ist ein sofortiger Arztbesuch erforderlich! (Angaben ohne Gewähr)

     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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