Symptome – Beschwerden
Tuberkulose

Folgende Symptome und Beschwerden können auf eine Tuberkulose hinweisen:

Hauptsymptome

  • Gewichtsabnahme
  • Allgemeines Krankheitsgefühl, Zeichen eines grippalen Infektes
  • Konzentrationsstörungen
  • Fieber [subfebrile Temperaturen]
  • Vermehrtes Schwitzen, vor allem nachts (Nachtschweiß; nächtliches Schwitzen)
  • Anorexie (Appetitlosigkeit)
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Husten, zuerst unproduktiv, später mit Auswurf mit Blutbeimengungen (Hämoptoe/Bluthusten) 
  • Thoraxschmerz (Brustwandschmerzen/Brustschmerzen)
  • Dyspnoe (Atemnot)
  • Anämie (Blutarmut)
  • Splenomegalie (Milzvergrößerung; bei langanhaltendem Fieber)

Nebensymptome

  • Blässe
  • Erythema nodosum (Synonyme: Knotenrose, Dermatitis contusiformis, Erythema contusiforme; Plural: Erythemata nodosa) – granulomatöse Entzündung der Subkutis, die auch als Pannikulitis bezeichnet wird, und eine schmerzhafte Knötchenbildung (rote bis blaurote Farbe; später bräunlich). Die darüber liegende Haut ist gerötet. Lokalisation: beide Unterschenkelstreckseiten, am Knie und den Sprunggelenken; seltener an den Armen oder dem Gesäß
  • Nagelsymptome:
    • Gelbe-Fingernägel-Syndrom (yellow-nails; Yellow-nail-Syndrom) gelblich verfärbte Nägel
    • Trommelschlegelfinger (Auftreibung der Fingerendglieder)

Häufig Auftreten einer B-Symptomatik:

  • Unerklärliches, anhaltendes oder rezidivierendes Fieber (> 38 °C)
  • Starker Nachtschweiß (nasse Haare, durchnässte Schlafbekleidung)
  • Ungewollter Gewichtsverlust (> 10 % Prozent des Körpergewichtes innerhalb von 6 Monaten)

Extrapulmonale Tuberkulose/extrathorakale Tuberkulose

  • Die Tuberkulose wird am häufigsten im Stadium der Postprimärtuberkulose symptomatisch (80 % als Lungentuberkulose, 20 % als extrapulmonale Tuberkulose/außerhalb der Lunge). Bei der Postprimärtuberkulose handelt es sich um eine reaktivierte Tuberkulose. Die zeitliche Latenz kann mehrere Jahrzehnte betragen.
  • In der Mehrzahl der Fälle tritt eine extrathorakale Tuberkulose (außerhalb des Brustkorbs) bei immunsupprimierten Patienten im Rahmen schwerer Krankheitsverläufe durch eine hämatogene Aussaat  ("Verbreitung auf dem Blutwege") auf.
  • Die extrapulmonale/extrathorakale Form der Tuberkulose betrifft häufig Lymphknoten, die Pleura (Lungenfell) oder das Abdomen, hier insbesondere den Urogenitaltrakt (Harnwege und Genitalorgane). Des Weiteren kann es extrathorakal zum Befall des ZNS und des Muskel-Skelett-Systems kommen.
  • Die extrapulmonale/extrathorakale Form der Tuberkulose betrifft häufig Lymphknoten, die Pleura (Lungenfell) oder das Abdomen (abdominelle Tuberkulose; in ca. 55-60 % der Fälle als Lymphknoten-Tuberkulose), hier insbesondere den Urogenitaltrakt (mit meist einseitigem Nierenbefall). Des Weiteren kann es extrathorakal zum Befall des ZNS (bei immunsupprimierten Patienten in 15 % aller Fälle in Form einer tuberkulösen Meningitis/Hirnhautentzündung) und des Muskel-Skelett-Systems (häufigste Manifestation ist die tuberkulöse Spondylitis/Wirbelentzündung) kommen.
     
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