Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Gelbfieber-Impfung

Die Gelbfieber-Impfung ist eine typische Reiseimpfung. Sie wird in Deutschland mit einem Lebendimpfstoff durchgeführt, der bereits nach zehn Tagen einen ausreichenden Schutz bietet, der circa zehn Jahre bestehen bleibt.
Die Impfung kann nur in staatlich autorisierten Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden. 

Bei Gelbfieber handelt es sich eine Infektion mit dem Gelbfiebervirus, die vor allem zu einer schweren Schädigung der Leber führt. Das Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen.

Nachfolgend die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut zur Gelbfieber-Impfung: 

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • B: Bei Tätigkeiten mit Kontakt zu Gelbfieber-Virus (z. B. in Forschungseinrichtungen oder Laboratorien).
  • R: Vor Aufenthalt in Gelbfieber-Endemiegebieten im tropischen Afrika und in Südamerika (Hinweise der WHO zu GelbfieberInfektionsgebieten beachten) oder entsprechend den Anforderungen eines Gelbfieber-Impfnachweises der Ziel- oder Transitländer.

*Da die Umsetzung der aktuellen Änderungen in den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV), wonach nach 1-maliger Gelbfieber-Impfung ein lebenslanger Schutz besteht und keine Auffrischimpfung im 10-jährigen Abstand mehr notwendig ist, bis Juli 2016 dauern kann, sollten bis dahin Hinweise zu Einreisebestimmungen z. B. WHO: http://www.who.int/entity/ith/2015-ith-county-list.pdf?ua=1//  http://www.who.int/entity/ith/2015-ith-annex1.pdf?ua=1 berücksichtigt werden.
(Die angegebenen Links enthalten eine aktuelle Übersicht über Länder, in welchen die Gelbfieber-Auffrischimpfung noch gefordert wird bzw. nicht mehr gefordert wird).

Legende

  • B: Impfungen auf Grund eines erhöhten beruflichen Risikos, z. B. nach Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz/Biostoffverordnung/ Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und/oder zum Schutz Dritter im Rahmen der beruflichen Tätigkeit
  • R: Impfungen auf Grund von Reisen

Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

  • Akute, schwere, fieberhafte Erkrankungen
  • Immundefekte oder Immunsuppression
  • Dysfunktion des Thymus bzw. Zust. n. Thymektomie (Entfernung des Thymus/Bries)
  • Schwangere* [Impfung nur bei eindeutiger Indikation und nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung]
  • Stillende*
  • Säuglinge unter sechs Monaten
  • Personen mit einer Hühnereiweißallergie bzw. Allergie auf Impfstoffbestandteile

*Eine Impfung gegen Gelbfieber darf in der Schwangerschaft nur bei eindeutiger Indikation und nur nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung verabreicht werden. Die Impfung gegen Gelbfieber soll bei stillenden Frauen nicht erfolgen. Es sind weltweit vereinzelte Fälle beschrieben, in denen gestillte Säuglinge nach Impfung der Mutter gegen Gelbfieber an einer Meningoenzephalitis (kombinierte Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) und der Hirnhäute (Meningitis)) erkrankt sind.

Durchführung

  • Einmalige Impfung in einer Gelbfieberimpfstelle.

Nachimpfung: Folgende Personengruppen können evtl. von einer Auffrischimpfung profitieren, da bei ihnen die Immunantwort abgeschwächt sein kann und deshalb nach einmaliger Impfung möglicherweise kein lebenslanger Schutz besteht:

  1. Kinder, die im Alter von < 2 Jahren erstmals geimpft wurden, insbesondere solche, die gleichzeitig zur Gelbfieber-Impfung eine MMR-Impfung erhalten hatten
  2. Frauen, die in der Schwangerschaft geimpft wurden,
  3. HIV-Infizierte

Weitere Hinweise

  • Die Gelbfieberimpfung sollte nicht zusammen mit der FSME-Impfung verabreicht werden (beide Erreger gehören der Gruppe der Flaviviren an).

Wirksamkeit

  • Zuverlässige Wirksamkeit
  • Impfschutz ab circa 10 Tagen nach der Impfung.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2014 nach Bewertung der verfügbaren Evidenz festgelegt, dass nach einmaliger Gelbfieber-Impfung von einem lebenslangen Schutz auszugehen ist.
  • Säuglinge, die gegen Gelbfieber geimpft sind benötigen möglicherweise noch eine Auffrischimpfung [1].

Nebenwirkungen/ Impfreaktionen

  • Enzephalitis (Gehirnentzündung)
  • Enzephalopathie – Nicht-entzündliche Veränderung des Gehirns mit variabler Symptomatik wie beispielsweise Kopfschmerzen

Literatur

  1. Domingo C et al.: Long-term immunity against yellow fever in children vaccinated during infancy: a longitudinal cohort study Lancet Infectious Diseases September 19, 2019 doi:https://doi.org/10.1016/S1473-3099(19)30323-8

     
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