Einleitung
Schnupfen (Rhinitis)

Eine Rhinitis (Schnupfen) (Synonyme: Koryza; Nasenkatarrh; Rhinovirus; griech. Kunstwort ρινίτις aus rhīs, "Nase" und -ίτις, -ítis, "Entzündung"; ICD-10 J00: akute Rhinopharyngitis [Erkältungsschnupfen]) ist eine Entzündung der Schleimhaut der Nasenhöhle.

Von einer Rhinopharyngitis (Erkältungsschnupfen) ist die Rede, wenn es zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) sowie der Rachenschleimhaut (Pharyngitis) kommt.

Die Erkrankung wird durch eine Vielzahl von Viren – mehr als 200 Viren können mögliche Auslöser sein, vor allem Rhinoviren (eine Gattung des Picornavirus) und Adenoviren – oder Bakterien – vor allem Pneumo-, Strepto- und Staphylokokken – ausgelöst. Meist vermehren sich Bakterien erst auf einer durch eine virale Rhinitis geschädigte Nasenschleimhaut (bakterielle Super-/Sekundärinfektion).

Saisonale Häufung der Erkrankung: Schnupfen tritt gehäuft im Herbst und Winter auf, aber auch im Frühjahr und Sommer.

Nach dem zeitlichen Verlauf kann man eine Rhinitis in eine akute oder chronische, d. h. länger als 12 Wochen bestehende Entzündung der Nasenschleimhaut, unterteilen. 

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt durch Tröpfcheninfektion in der Luft.

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) beträgt bei einer akuten Rhinitis zwischen wenigen Stunden bis zu sieben Tagen.

Geschlechterverhältnis: Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen und Frauen häufiger als Männer.

Häufigkeitsgipfel: Die Erkrankung tritt vorwiegend Kindesalter auf.

Erwachsene erkranken in Deutschland etwa drei bis viermal im Jahr an einer akuten Rhinitis, Kinder erkranken zwischen drei und acht Mal im Jahr.

Verlauf und Prognose: Eine akute Rhinitis dauert in der Regel 5 Tage. Danach tritt im Regelfall eine deutliche Linderung ein oder zumindest eine schrittweise Besserung. Eine antibiotische Therapie ist im Regelfall nicht erforderlich!
Meistens ist der Verlauf mild und selbstlimitierend. Dieses gilt auch für eine akute Rhinosinusitis (gleichzeitig eine Entzündung der Nasenschleimhaut ("Rhinitis") und eine Entzündung der Schleimhaut der Nasennebenhöhle (Sinusitis)) als Folge einer Rhinitis.

Leitlinien

  1. S2k-Leitlinie: Rhinosinusitis. (AWMF-Registernummer: 017-049), April 2017 Kurzfassung Langfassung

     
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