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Weitere Therapie
Fructoseunverträglichkeit (Fructoseintoleranz)

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Ernährungsempfehlungen gemäß einem Mischköstler unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkrankung. Das bedeutet u. a.:
    • täglich insgesamt 5 Portionen frisches Gemüse und Obst (≥ 400 g; 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst)
    • ein- bis zweimal pro Woche frischen Seefisch, d. h. fette Meeresfische (Omega-3-Fettsäuren) wie Lachs, Hering, Makrele
    • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte, Gemüse)
  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen:
    • Fructose findet sich vor allem in Obst und Gemüse, aber auch in anderen Lebensmitteln und Verbindungen.
    • Ziel der Therapie der hereditären Fructoseintoleranz ist das vollständige Ausschließen fruchtzuckerhaltiger Nahrungsmittel.
      Folgende Verbindungen sind im Rahmen der hereditären Fructoseintoleranz verboten (eine detailliertere Aufführung von Lebensmitteln, auf die konsequent verzichtet werden sollte, halten wir für Sie bereit):
      • Saccharose – Rübenzucker, Rohrzucker, Kochzucker – als Zweifachzucker aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker)
      • Inulin ist ein Ballaststoff aus einem Glucose- und vielen (bis zu 100) Fructosemolekülen
      • Sorbitol ist eine Fructoseform, die insbesondere als Zuckerersatzstoff beziehungsweise als Diätzucker eingesetzt wird
      • Honig als ein Gemisch aus einer gleichen Anzahl von Glucose- und Fructosemolekülen
      • Invertzucker ist ein Gemisch aus Glucose und Fructose und entsteht bei der Saccharoseverdauung
    • Ziel der Therapie der intestinalen Fructoseintoleranz (Fruchtzuckerverdauungsstörung) ist die Reduktion der mit der Nahrung aufgenommenen Fructose.
      Folgende Empfehlungen gelten bei intestinaler Fructoseintoleranz:
      • Verzehr von Obst und Gemüse einschränken.
      • Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit(ol), Mannit und Xylit sind vollständig zu meiden.
      • Des Weiteren dürfen Menschen mit Fructoseintoleranz auch deshalb kein Sorbit aufnehmen, da dieser im Stoffwechsel in Fructose umgewandelt wird.
      • Die Aufnahme von Saccharose muss nicht reduziert werden, da die gleichzeitig zugeführte Glucose das Aufnahmedefizit der Fructose ausgleicht. So kann auch fructosereiches Obst und Gemüse durch den zugleichen Verzehr von Glucose wieder verträglich gemacht werden.
      • Vorsicht beim Verzehr von Hülsenfrüchten oder Kohlgemüse. Sie enthalten die Kohlenhydrate Stachyose und Verbascose, die im Darm nicht aufgenommen werden können und die die Beschwerden verstärken.
  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
  • Selbsthilfegruppe hereditäre Fructoseintoleranz (HFI)
    Hauptstr. 65a, 63584 Gründau
    Ansprechpartnerin: Kerstin Seib                                        
    Fax: 06058-917570, E-Mail: fructoseintoleranz@gmx.de, Internet: www.fructoseintoleranz.de 
     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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