Vorsorgeuntersuchungen für Speiseröhre, Magen und Darm

Die Vorsorgeuntersuchungen für Speiseröhre, Magen und Darm sind ein wesentlicher Bestandteil der Präventivmedizin. Sie zielen darauf ab, Erkrankungen des Verdauungstraktes frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um langfristig die Gesundheit zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern.

Die wichtigsten Untersuchungen in diesem Bereich umfassen in relevanter Reihenfolge:

  • Bauchultraschall (Abdomensonographie): Bildgebende Untersuchung zur Beurteilung der Bauchorgane, einschließlich der Leber, der Gallenblase, der Nieren und des Darms.
  • Darmspiegelung (Koloskopie): Eine endoskopische Untersuchung des Dickdarms zur Erkennung von Polypen, Krebs und anderen Darmerkrankungen.
  • Magenspiegelung (Gastroskopie): Untersuchung des Magens und des oberen Dünndarms zur Diagnose von Geschwüren, Entzündungen und Tumoren.
  • Speiseröhrenspiegelung (Ösophagoskopie): Eine endoskopische Untersuchung der Speiseröhre zur Erkennung von Entzündungen, Geschwüren oder Krebs.
  • 13C-Harnstoff-Atemtest (Helicobacter-pylori-Nachweis): Ein wichtiger Test zur Diagnose von Infektionen mit Helicobacter pylori, einem Risikofaktor für Ulcus ventriculi (Magengeschwür) und Gastritis.
  • Darmflora-Analyse: Untersucht die Zusammensetzung der Darmmikrobiota, um Dysbiosen zu erkennen, die verschiedene Verdauungs- und Stoffwechselstörungen beeinflussen können.
  • Immunologischer Stuhltest: Dient der Früherkennung von Darmkrebs durch den Nachweis von okkultem Blut im Stuhl.
  • M2-PK-Darmkrebstest: Spezifischer Test zur Früherkennung von Darmkrebs durch Messung des M2-Pyruvatkinase-Enzyms im Stuhl.
  • Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex-Test: Zur Detektion von verborgenem Blut im Stuhl, was auf innere Blutungen im Verdauungstrakt hinweisen kann.
  • Septin9-Test: Ein Bluttest zur Früherkennung von kolorektalen Karzinomen (Krebs des Dickdarms (Kolon) oder des Mastdarms (Rektum)).
  • Virtuelle Darmspiegelung (virtuelle Koloskopie): Eine nicht-invasive bildgebende Untersuchung, die detaillierte Bilder des Dickdarms liefert.
  • Elektrische Impedanzanalyse (BIA): Wird genutzt, um die Körperzusammensetzung zu beurteilen, was indirekt Rückschlüsse auf den Ernährungs- und Gesundheitszustand erlaubt.

Diese vielfältigen Untersuchungsmethoden ermöglichen eine umfassende Beurteilung des Verdauungstraktes und sind entscheidend für die frühzeitige Erkennung und Prävention von Erkrankungen im Bereich der Speiseröhre, des Magens und des Darms, um die Gesundheit langfristig zu schützen und zu fördern.