Erektile Dysfunktion – Avanafil
Die Avanafil-Therapie dient der medikamentösen Behandlung der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung) (ED) bei erwachsenen Männern. Avanafil ist ein selektiver Phosphodiesterase-5-Inhibitor (PDE-5-Inhibitor) zur oralen Bedarfsbehandlung. Für die Wirkung ist eine sexuelle Stimulation erforderlich [FI1].
Therapieziele
- Erreichen und Aufrechterhalten einer für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichenden Erektion (Versteifung des Penis)
- Verbesserung der sexuellen Zufriedenheit und der Lebensqualität des Patienten und seines Partners
- Individuelle Einstellung auf die niedrigste wirksame und verträgliche Dosis
- Vermeidung medikamentenbedingter kardiovaskulärer, ophthalmologischer und urologischer Komplikationen
Indikationen
- Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern [FI1]
Therapieempfehlungen
- Stellenwert der Therapie: PDE-5-Inhibitoren werden als medikamentöse Erstlinientherapie der erektilen Dysfunktion empfohlen. Avanafil ist eine zugelassene Therapieoption innerhalb dieser Wirkstoffgruppe [LL1].
- Vor Therapiebeginn: Die Diagnose der erektilen Dysfunktion, mögliche reversible Ursachen, Begleiterkrankungen, die Begleitmedikation und das mit sexueller Aktivität verbundene kardiovaskuläre Risiko sind zu beurteilen [LL1, LL2, FI1].
- Begleitmaßnahmen: Modifizierbare Risikofaktoren und Grunderkrankungen, insbesondere arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörung), Adipositas (starkes Übergewicht), Bewegungsmangel und Nikotinkonsum, sollen vor oder gleichzeitig mit der medikamentösen Therapie behandelt werden [LL1].
- Patientenschulung: Der Patient ist über Dosis, Einnahmezeitpunkt, die Notwendigkeit sexueller Stimulation, mögliche Wechselwirkungen und das Verbot einer gleichzeitigen Nitratanwendung aufzuklären. Eine fehlerhafte Anwendung ist eine häufige Ursache eines vermeintlichen Therapieversagens [LL1, FI1].
- Auswahl des PDE-5-Inhibitors: Die Auswahl richtet sich nach Wirksamkeit, Verträglichkeit, gewünschtem Wirkungseintritt, Begleitmedikation und Patientenpräferenz. Die EAU-Leitlinie sieht keine gesicherten Wirksamkeitsunterschiede zwischen den zugelassenen PDE-5-Inhibitoren. Eine 2026 publizierte dosisbezogene Netzwerk-Metaanalyse deutet hingegen auf eine höhere Wirksamkeit von Sildenafil hin, beruht jedoch überwiegend auf indirekten Vergleichen und zeigt für Avanafil breite Konfidenzintervalle [5, LL1].
Dosierung und Anwendung
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Avanafil | Sexuelle Stimulation erforderlich; Einnahme mit oder ohne Nahrung möglich; eine fettreiche Mahlzeit kann den Wirkungseintritt verzögern; keine zugelassene tägliche Dauertherapie [FI1] |
- Wirkweise: Selektive reversible Hemmung der Phosphodiesterase 5 mit Verstärkung des Stickstoffmonoxid-cyclisches-Guanosinmonophosphat-Signalwegs im Corpus cavernosum (Penisschwellkörper)
- Indikationen: Erektile Dysfunktion bei erwachsenen Männern
- Kontraindikationen: Insbesondere Nitrate oder Stickstoffmonoxid-Donatoren, Riociguat, starke Cytochrom-P450-3A4-Inhibitoren, definierte schwere kardiovaskuläre Erkrankungen sowie schwere Leber- oder Niereninsuffizienz (schwere Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion)
- Nebenwirkungen: Insbesondere Kopfschmerzen, Flush (anfallsartige Hautrötung), nasale Obstruktion (verstopfte Nase), Schwindel, Dyspepsie (Verdauungsbeschwerden) und Rückenschmerzen [FI1]
Dosisanpassungen und besondere Patientengruppen:
- Leichte bis mäßige Niereninsuffizienz: Bei einer Kreatinin-Clearance von mindestens 30 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich. In den Phase-III-Studien wurde bei eingeschränkter Nierenfunktion allerdings eine geringere Wirksamkeit beobachtet.
- Leichte bis mäßige Leberinsuffizienz: Bei Child-Pugh-Klasse A oder B ist die Behandlung mit der niedrigsten wirksamen Dosis zu beginnen und entsprechend der Verträglichkeit anzupassen.
- Ältere Patienten: Ab 65 Jahren ist keine generelle Dosisanpassung erforderlich; für Patienten ab 70 Jahren liegen nur begrenzte Daten vor.
- Diabetes mellitus: Eine generelle Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
- Stabile Therapie mit Alpha-Rezeptorenblockern: Avanafil ist mit 50 mg zu beginnen.
- Mäßige Cytochrom-P450-3A4-Inhibitoren: Die Avanafil-Dosis darf 100 mg nicht überschreiten; zwischen zwei Einnahmen ist ein Abstand von mindestens 48 Stunden einzuhalten [FI1].
Wirkmechanismus und Pharmakokinetik
- Wirkmechanismus: Bei sexueller Stimulation wird im Corpus cavernosum Stickstoffmonoxid freigesetzt. Durch die Hemmung der Phosphodiesterase 5 vermindert Avanafil den Abbau von cyclischem Guanosinmonophosphat. Dies führt zur Relaxation der glatten Schwellkörpermuskulatur, zu einem verstärkten Bluteinstrom und zur Erektion. Ohne sexuelle Stimulation bewirkt Avanafil keine Erektion.
- Wirkungseintritt: Die Einnahme erfolgt etwa 15-30 Minuten vor der sexuellen Aktivität. In einer randomisierten Studie war eine signifikante Wirkung bei einem Teil der Patienten bereits innerhalb von etwa 15 Minuten nachweisbar [4, FI1].
- Resorption: Die maximale Plasmakonzentration wird nüchtern im Median nach etwa 30-45 Minuten erreicht. Eine fettreiche Mahlzeit verzögert die Resorption.
- Metabolismus: Die Metabolisierung erfolgt überwiegend hepatisch durch Cytochrom P450 3A4 und in geringerem Umfang durch Cytochrom P450 2C9.
- Eliminationshalbwertszeit: Etwa 6-17 Stunden.
- Ausscheidung: Die Ausscheidung erfolgt nach Metabolisierung überwiegend mit den Faeces und zu einem geringeren Anteil mit dem Urin [FI1].
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit: Überempfindlichkeit gegen Avanafil oder einen Bestandteil des Arzneimittels
- Nitrate und Stickstoffmonoxid-Donatoren: Gleichzeitige Anwendung organischer Nitrate oder Stickstoffmonoxid-Donatoren in jeder Darreichungsform, einschließlich Amylnitrit, Nicorandil und als „Poppers“ verwendeter Nitrite
- Guanylatcyclase-Stimulatoren: Gleichzeitige Behandlung mit Riociguat
- Starke Cytochrom-P450-3A4-Inhibitoren: Insbesondere Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Clarithromycin, Telithromycin, Ritonavir, Atazanavir, Indinavir, Nelfinavir, Saquinavir und Nefazodon
- Akute kardiovaskuläre Ereignisse: Myokardinfarkt (Herzinfarkt), Schlaganfall oder lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung innerhalb der vorausgegangenen sechs Monate
- Blutdruck: Ruhehypotonie (niedriger Blutdruck in Ruhe) mit einem Blutdruck unter 90/50 mmHg oder unkontrollierte arterielle Hypertonie mit einem Blutdruck über 170/100 mmHg
- Koronare Symptomatik: Instabile Angina pectoris (Brustenge) oder Angina pectoris während sexueller Aktivität
- Herzinsuffizienz: Herzinsuffizienz (Herzschwäche) entsprechend Klasse II oder höher der New York Heart Association
- Schwere Leberinsuffizienz: Child-Pugh-Klasse C
- Schwere Niereninsuffizienz: Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min
- Nichtarteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie: Vorausgegangener Sehverlust eines Auges infolge einer nichtarteriitischen anterioren ischämischen Optikusneuropathie (Durchblutungsstörung des Sehnervs), unabhängig von einem Zusammenhang mit einer früheren PDE-5-Inhibitor-Exposition
- Hereditäre Netzhauterkrankungen: Bekannte erbliche degenerative Netzhauterkrankung (erblich bedingte Erkrankung der Netzhaut), beispielsweise Retinitis pigmentosa (erblich bedingter fortschreitender Netzhautschwund)
- Kontraindizierte sexuelle Aktivität: Kardiovaskuläre Erkrankung, bei der sexuelle Aktivität nicht vertretbar ist [FI1]
Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung sollte Avanafil eingesetzt werden bei:
- Linksventrikulärer Ausflussbahnobstruktion: Linksventrikuläre Ausflussbahnobstruktion (Verengung der Ausflussbahn der linken Herzkammer), beispielsweise Aortenklappenstenose (Verengung der Aortenklappe) oder hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (Verdickung des Herzmuskels mit Behinderung des Blutausstroms)
- Anatomischer Penisdeformität: Anatomische Penisdeformität (Fehlbildung des Penis), beispielsweise Angulation (Abknickung), Schwellkörperfibrose (Narbenbildung im Schwellkörper) oder Peyronie-Krankheit (erworbene Penisverkrümmung)
- Prädisposition für Priapismus: Prädisposition für Priapismus (Neigung zu einer schmerzhaften Dauererektion), beispielsweise Sichelzellenanämie (erblich bedingte Erkrankung der roten Blutkörperchen), multiples Myelom (Knochenmarkkrebs) oder Leukämie (Blutkrebs)
- Blutungsrisiko: Blutgerinnungsstörung (Störung der Blutgerinnung) oder aktives peptisches Ulkus (Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür), da für diese Patienten keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen
- Alpha-Rezeptorenblockern oder weiterer antihypertensiver Therapie: Mögliche additive Blutdrucksenkung und symptomatische Hypotonie
- Ausgeprägter autonomer Dysfunktion: Ausgeprägte autonome Dysfunktion (Störung des unwillkürlichen Nervensystems) mit erhöhter Empfindlichkeit gegenüber vasodilatierenden Wirkungen
- Neurologisch bedingter erektiler Dysfunktion: Avanafil wurde bei erektiler Dysfunktion infolge einer Rückenmarkverletzung (Verletzung des Rückenmarks) oder anderer neurologischer Erkrankungen nicht ausreichend untersucht [FI1].
Wechselwirkungen
- Nitrate, Nicorandil und Stickstoffmonoxid-Donatoren: Absolute Kontraindikation wegen einer potenziell ausgeprägten und unvorhersehbaren Blutdrucksenkung.
- Riociguat: Absolute Kontraindikation wegen einer additiven systemischen Blutdrucksenkung.
- Starke Cytochrom-P450-3A4-Inhibitoren: Kontraindiziert, da die Avanafil-Exposition erheblich ansteigen kann.
- Mäßige Cytochrom-P450-3A4-Inhibitoren: Beispielsweise Erythromycin, Amprenavir, Aprepitant, Diltiazem, Fluconazol, Fosamprenavir und Verapamil; maximal 100 mg Avanafil mit einem Einnahmeabstand von mindestens 48 Stunden.
- Cytochrom-P450-3A4-Induktoren: Beispielsweise Bosentan, Carbamazepin, Efavirenz, Phenobarbital und Rifampicin; die gleichzeitige Anwendung wird wegen einer möglichen Wirkungsverminderung nicht empfohlen.
- Alpha-Rezeptorenblocker: Mögliche symptomatische Hypotonie; der Patient muss unter der Alpha-Rezeptorenblocker-Therapie hämodynamisch stabil sein und Avanafil ist mit 50 mg zu beginnen.
- Andere Antihypertensiva: Eine additive, meist geringe Blutdrucksenkung ist möglich.
- Alkohol: Verstärktes Risiko für Hypotonie, orthostatische Beschwerden (Kreislaufbeschwerden beim Aufstehen), Schwindel und Synkope (Ohnmacht).
- Grapefruitsaft: Kann die Avanafil-Exposition erhöhen und soll innerhalb von 24 Stunden vor der Einnahme vermieden werden.
- Andere Therapien der erektilen Dysfunktion: Die Sicherheit und Wirksamkeit einer Kombination mit anderen PDE-5-Inhibitoren oder anderen Behandlungen der erektilen Dysfunktion sind nicht untersucht; eine kombinierte Anwendung soll unterbleiben [FI1].
Mögliche Nebenwirkungen
- Häufig: Kopfschmerzen, Flush, nasale Obstruktion
- Gelegentlich: Schwindel, Somnolenz (Schläfrigkeit), Sinuskopfschmerzen (Kopfschmerzen im Bereich der Nasennebenhöhlen), verschwommenes Sehen, Palpitationen (Herzklopfen), Hitzewallungen, Sinusobstruktion (Verstopfung der Nasennebenhöhlen), Belastungsdyspnoe (Atemnot bei Belastung), Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Müdigkeit, erhöhte Leberenzyme, EKG-Veränderungen und erhöhte Herzfrequenz
- Selten: Angina pectoris, Tachykardie (Herzrasen), arterielle Hypertonie, Epistaxis (Nasenbluten), Myalgie (Muskelschmerzen), Muskelspasmen (Muskelkrämpfe), Hautausschlag, spontane Erektion, genitaler Pruritus (Juckreiz im Genitalbereich), Asthenie (Kraftlosigkeit), Thoraxschmerzen (Brustschmerzen) und periphere Ödeme (Wassereinlagerungen an Armen oder Beinen)
- Klinisch bedeutsame unerwünschte Ereignisse: Symptomatische Hypotonie, verlängerte Erektion oder Priapismus, plötzliche Sehverschlechterung oder plötzlicher Sehverlust sowie plötzliche Hörminderung oder plötzlicher Hörverlust; diese Ereignisse wurden teilweise als Klasseneffekte der PDE-5-Inhibitoren beschrieben [FI1].
Beachte
- Priapismus: Bei einer mindestens vier Stunden anhaltenden Erektion ist unverzüglich eine notfallmedizinische Behandlung erforderlich, da andernfalls Schwellkörperschäden und ein dauerhafter Potenzverlust drohen.
- Sehstörung: Bei plötzlicher Sehverschlechterung, Sehverlust, verzerrtem oder abgeschwächtem Sehen ist Avanafil abzusetzen und umgehend eine augenärztliche beziehungsweise notfallmedizinische Abklärung zu veranlassen.
- Hörstörung: Bei plötzlicher Hörminderung oder plötzlichem Hörverlust, gegebenenfalls mit Tinnitus (Ohrgeräuschen) oder Schwindel, ist Avanafil abzusetzen und unverzüglich eine medizinische Abklärung zu veranlassen.
- Akutes Koronarsyndrom: Akutes Koronarsyndrom (akute Durchblutungsstörung des Herzens): Nach Einnahme von Avanafil dürfen Nitrate nicht eigenständig angewendet werden. Der behandelnde Arzt beziehungsweise der Rettungsdienst ist über den Wirkstoff, die Dosis und den Einnahmezeitpunkt zu informieren.
- Notwendige Nitratanwendung: Die Fachinformation weist bei einer in einer lebensbedrohlichen Situation als zwingend notwendig erachteten Nitratanwendung innerhalb von zwölf Stunden nach Avanafil auf ein besonders hohes Hypotonierisiko hin; die Gabe darf nur unter enger medizinischer und hämodynamischer Überwachung erfolgen. Der Princeton-IV-Konsens empfiehlt nach kurz wirksamen PDE-5-Inhibitoren einschließlich Avanafil einen Abstand von mindestens 24 Stunden zu Nitraten [LL2, FI1].
- Verkehrstüchtigkeit: Bei Schwindel oder Sehstörungen darf kein Fahrzeug geführt und keine Maschine bedient werden [FI1].
Weitere Hinweise
- Allgemeine Population: In den Zulassungsstudien betrug der mittlere Anteil der Versuche mit erfolgreichem Geschlechtsverkehr etwa 47 %, 58 % und 59 % unter 50 mg, 100 mg beziehungsweise 200 mg Avanafil gegenüber etwa 28 % unter Placebo [1, FI1].
- Diabetes mellitus: Bei Patienten mit Diabetes mellitus betrug der entsprechende Anteil etwa 34 % unter 100 mg und 40 % unter 200 mg gegenüber etwa 21 % unter Placebo [2, FI1].
- Nach nervenschonender radikaler Prostatektomie: Der Anteil erfolgreicher Versuche betrug etwa 23 % unter 100 mg und 26 % unter 200 mg gegenüber etwa 9 % unter Placebo. Diese Daten belegen eine symptomatische Bedarfsbehandlung, nicht jedoch eine Verbesserung der spontanen Erholung der Erektionsfähigkeit durch eine regelmäßige penile Rehabilitation [3, LL1, FI1].
- Früher Wirkungseintritt: In einer randomisierten Studie waren innerhalb von etwa 15 Minuten 24,7 % der Versuche unter 100 mg und 28,2 % unter 200 mg erfolgreich, verglichen mit 13,8 % unter Placebo [4, FI1].
- Therapieversagen: Vor einem Wirkstoffwechsel sind korrekte Einnahme, ausreichende Dosis, ausreichende sexuelle Stimulation, Einnahmeabstand und eine mögliche Verzögerung durch eine fettreiche Mahlzeit zu kontrollieren [LL1].
Abkürzungen
- EAU: European Association of Urology
- ED: Erektile Dysfunktion
- EKG: Elektrokardiogramm
- EMA: European Medicines Agency
- EPAR: European Public Assessment Report
- FI: Fachinformation
- LL: Leitlinie
- mg: Milligramm
- ml/min: Milliliter pro Minute
- PDE-5: Phosphodiesterase 5
Literatur
- Goldstein I, McCullough AR, Jones LA, Hellstrom WJ, Bowden CH, DiDonato K et al.: A randomized, double-blind, placebo-controlled evaluation of the safety and efficacy of avanafil in subjects with erectile dysfunction. J Sex Med. 2012;9(4):1122-1133. doi: 10.1111/j.1743-6109.2011.02629.x [1]
- Goldstein I, Jones LA, Belkoff LH, Karlin GS, Bowden CH, Peterson CA et al.: Avanafil for the treatment of erectile dysfunction: a multicenter, randomized, double-blind study in men with diabetes mellitus. Mayo Clin Proc. 2012;87(9):843-852. doi: 10.1016/j.mayocp.2012.06.016 [2]
- Mulhall JP, Burnett AL, Wang R, McVary KT, Moul JW, Bowden CH et al.: A phase 3, placebo controlled study of the safety and efficacy of avanafil for the treatment of erectile dysfunction after nerve sparing radical prostatectomy. J Urol. 2013;189(6):2229-2236. doi: 10.1016/j.juro.2012.11.177 [3]
- Hellstrom WJG, Kaminetsky J, Belkoff LH, Goldstein I, Tursi JP, Uy J et al.: Efficacy of avanafil 15 minutes after dosing in men with erectile dysfunction: a randomized, double-blind, placebo controlled study. J Urol. 2015;194(2):485-492. doi: 10.1016/j.juro.2014.12.101 [4]
- Salonia A, Bettocchi C, Burnett A, Corona G, Fode M, Hassan T et al.: A comparative evaluation of on-demand phosphodiesterase-5 inhibitor efficacy in erectile dysfunction treatment: a systematic review and network meta-analysis of double-blind, placebo-controlled, randomized trials. J Sex Med. 2026;23(7):qdag176. doi: 10.1093/jsxmed/qdag176 [5]
Leitlinien, Referenzwerte und Protokolle
- European Association of Urology (EAU): EAU Guidelines on Sexual and Reproductive Health. Chapter 5: Management of Erectile Dysfunction. Limited Update 2026. Leitlinienkapitel; Langfassung [LL1]
- Kloner RA, Burnett AL, Miner M, Nehra A, Carson CC, Jackson G et al.: Princeton IV consensus guidelines: PDE5 inhibitors and cardiac health. J Sex Med. 2024;21(2):90-116. doi: 10.1093/jsxmed/qdad163 [LL2]
Fachinformationen
- European Medicines Agency (EMA): Spedra (Avanafil) 50 mg, 100 mg und 200 mg Tabletten. Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Aktualisiert am 7. August 2026. Fachinformation; EPAR [FI1]