Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom – Medikamentöse Therapie

Therapieziele

  • Reduktion der obstruktiven Atemereignisse (Atemstörungen durch verengte oder verschlossene Atemwege) und der nächtlichen Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut) sowie Verbesserung von Schlafqualität, Tagesfunktion und Lebensqualität beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (Erkrankung mit nächtlichen Atemaussetzern durch einen Verschluss der oberen Atemwege) (OSAS) [LL1, LL2].
  • Behandlung einer klinisch relevanten residualen Tagesschläfrigkeit (trotz Behandlung verbleibenden Schläfrigkeit am Tag) nach Optimierung der primären Therapie der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) und Abklärung anderer Ursachen [1].
  • Nachhaltige Gewichtsreduktion bei Adipositas (starkem Übergewicht) als Bestandteil der Behandlung; hierfür kann eine medikamentöse Adipositastherapie infrage kommen [4, FI3].

Therapieempfehlungen

  • Die Behandlung der Atemwegsobstruktion (Verengung oder Verschluss der Atemwege) bleibt vorrangig: Bei entsprechender Indikation erfolgt eine positive Atemwegsdrucktherapie (PAP), insbesondere kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP). Bei Unverträglichkeit sind Maskensitz, Druckeinstellung und Anwendung zu optimieren; alternativ kommen abhängig vom Befund eine Unterkieferprotrusionsschiene, Lagetherapie oder operative Verfahren infrage [LL1, LL2, LL3].
  • Wachheitsfördernde Arzneimittel behandeln die Tagesschläfrigkeit: Solriamfetol und Pitolisant beseitigen weder den Kollaps der oberen Atemwege noch die dadurch verursachte Hypoxämie. Eine mögliche primäre OSA-Therapie wird weitergeführt [FI1, FI2].
  • Adipositas gezielt mitbehandeln: Tirzepatid besitzt randomisierte Studiendaten zur Verbesserung einer mittelgradigen bis schweren OSA bei Adipositas. In der Europäischen Union erfolgt die Anwendung im Rahmen der Zulassung zum Gewichtsmanagement; eine eigenständige, vom Gewichtsmanagement unabhängige OSA-Indikation ist in Abschnitt 4.1 der Fachinformation nicht ausgewiesen [4, FI3].
  • Schlafmedizinische Verlaufskontrollen: Über eine Reduktion oder Beendigung der PAP-Therapie wird nach objektiver Neubewertung entschieden. Weniger Schnarchen, Gewichtsverlust oder subjektiv bessere Wachheit allein belegen keine ausreichende Kontrolle der OSA [LL2, FI1, FI2].
  • Geltungsbereich: Die nachstehenden Dosierungen beziehen sich auf Erwachsene. Sie sind nicht auf die Behandlung einer kindlichen OSA zu übertragen [FI1, FI2, FI3].

Abklärung vor einer medikamentösen Behandlung der Tagesschläfrigkeit

  • Primärtherapie überprüfen: Objektive Nutzungsdaten, Maskenleckagen, verbleibende Atemereignisse und ausreichende Anwendung während der gesamten Schlafzeit kontrollieren. Bei unklarer Restatmungsstörung schlafmedizinisch nachuntersuchen [1, LL2].
  • Andere Ursachen behandeln: Schlafmangel, unregelmäßige Schlafzeiten, Insomnie (Ein- oder Durchschlafstörungen), Depression (Erkrankung mit anhaltend gedrückter Stimmung und Interessenverlust), sedierende Medikamente, Alkohol und andere Schlafstörungen berücksichtigen; bei entsprechender Anamnese beispielsweise Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) oder Narkolepsie (Erkrankung mit ausgeprägter Tagesschläfrigkeit und unwillkürlichen Schlafepisoden) abklären [1].
  • Schläfrigkeit dokumentieren: Epworth Sleepiness Scale (ESS), unbeabsichtigtes Einschlafen und Einschränkungen im Alltag erfassen. Ein auffälliger Fragebogenwert allein ersetzt keine klinische Beurteilung [1].
  • Therapie individuell auswählen: Kardiovaskuläres Risiko, Blutdruck, Nieren- und Leberfunktion, psychiatrische Begleiterkrankungen sowie Wechselwirkungen berücksichtigen. Eine routinemäßige Kombination von Solriamfetol und Pitolisant ist nicht durch die nachstehenden Zulassungsstudien abgesichert [2, 3, FI1, FI2].

Dopamin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer

Wirkstoff Besonderheiten
Solriamfetol Kreatinin-Clearance 30 bis 59 ml/min: maximal 75 mg/Tag, Steigerung frühestens nach 5 Tagen; 15 bis 29 ml/min: 37,5 mg/Tag; < 15 ml/min: nicht empfohlen. Blutdruck und Puls vor Beginn sowie im Verlauf kontrollieren [FI1].
  • Wirkweise: Förderung der Wachheit durch Hemmung der Dopamin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme [2].
  • Indikationen: Übermäßige Tagesschläfrigkeit bei erwachsenen OSA-Patienten trotz primärer OSA-Therapie [FI1].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; Myokardinfarkt (Herzinfarkt) innerhalb des letzten Jahres, instabile Angina pectoris (neu auftretende oder zunehmende Brustenge durch eine unzureichende Durchblutung des Herzens), unkontrollierte Hypertonie (Bluthochdruck), schwerwiegende Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) oder andere schwerwiegende Herzprobleme; Monoaminoxidase-Hemmer gleichzeitig oder innerhalb der letzten 14 Tage. In der Schwangerschaft nicht empfohlen [FI1].
  • Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitminderung, Insomnie, Angst, Reizbarkeit, Palpitationen (spürbares Herzklopfen oder Herzstolpern) und Blutdruckanstieg; Vorsicht bei Psychosen (psychischen Erkrankungen mit gestörtem Realitätsbezug) oder bipolaren Störungen (Erkrankungen mit Phasen starker Niedergeschlagenheit und krankhaft gehobener oder gereizter Stimmung) [FI1].

Histamin-H3-Rezeptorantagonisten/inverse Agonisten

Wirkstoff Besonderheiten
Pitolisant Bei Nierenfunktionsstörung (eingeschränkter Nierenfunktion) maximal 18 mg/Tag. Bei Child-Pugh B Steigerung frühestens nach 2 Wochen, maximal 18 mg/Tag [FI2].
  • Wirkweise: Verstärkung der zentralen histaminergen Signalübertragung und Förderung der Wachheit [3].
  • Indikationen: Übermäßige Tagesschläfrigkeit bei erwachsenen OSA-Patienten trotz primärer OSA-Therapie oder bei deren Unverträglichkeit; bei Unverträglichkeit primäre Behandlungsoptionen regelmäßig erneut prüfen [FI2].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit, schwere Leberfunktionsstörung (eingeschränkte Leberfunktion) (Child-Pugh C), Stillzeit. In der Schwangerschaft vermeiden [FI2].
  • Nebenwirkungen: Insomnie, Kopfschmerzen, Übelkeit und Angst; QT-Risiko bei Prädisposition oder Wechselwirkungen beachten. CYP2D6-/CYP3A-Interaktionen prüfen. Hormonelle Kontrazeptiva können unzuverlässiger wirken; alternative wirksame Kontrazeption während der Therapie und für mindestens 21 Tage danach [FI2].

Dosierungshinweis: Die Fachinformation vom August 2026 nennt im initialen Titrationsschema eine Grenze von 18 mg/Tag, erlaubt im unmittelbar folgenden Absatz jedoch eine Steigerung bis 36 mg/Tag. Wegen dieser widersprüchlichen Angaben sollte vor einer Verordnung über 18 mg/Tag eine verbindliche Klärung der für das Präparat geltenden Dosierung erfolgen [FI2].

Duale GIP-/GLP-1-Rezeptoragonisten bei Adipositas

Wirkstoff Besonderheiten
Tirzepatid SURMOUNT-OSA untersuchte die maximal verträgliche Dosis von 10 oder 15 mg/Woche. Begleitende Ernährungs- und Bewegungstherapie [4, FI3].
  • Wirkweise: Agonismus an Rezeptoren für glucoseabhängiges insulinotropes Polypeptid (GIP) und Glucagon-like Peptide-1 (GLP-1); Gewichtsreduktion mit Verbesserung der adipositasassoziierten OSA [4, FI3].
  • Indikationen: Gewichtsmanagement bei Erwachsenen mit Body-Mass-Index (BMI) ≥ 30 kg/m² oder ≥ 27 bis < 30 kg/m² und gewichtsassoziierter Begleiterkrankung, beispielsweise OSA [FI3].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit. In der Schwangerschaft nicht empfohlen; mindestens einen Monat vor geplanter Schwangerschaft absetzen. Besondere Vorsicht bei Pankreatitisanamnese (frühere Bauchspeicheldrüsenentzündung) und schwerer Gastroparese (Magenentleerungsstörung) [FI3].
  • Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe (Durchfall), Obstipation (Verstopfung); Dehydratation (Flüssigkeitsmangel), Gallenblasenerkrankungen und akute Pankreatitis möglich. Hypoglykämierisiko (Risiko einer Unterzuckerung) insbesondere mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen. Verzögerte Magenentleerung bei Narkoseplanung berücksichtigen [FI3].

Evidenz und Grenzen der medikamentösen Therapie

  • Solriamfetol: In TONES 3 verbesserten sich subjektive Schläfrigkeit und objektiv gemessene Wachheit gegenüber Placebo. Unter 150 mg/Tag betrug der zusätzliche Rückgang des ESS-Wertes etwa 4,5 Punkte nach 12 Wochen. Die ebenfalls untersuchte Dosis von 300 mg/Tag überschreitet die zugelassene Tageshöchstdosis [2, FI1].
  • Pitolisant: HAROSA III zeigte nach 12 Wochen eine zusätzliche ESS-Verbesserung von 2,6 Punkten gegenüber Placebo. Die Studienbezeichnung „40 mg“ bezieht sich auf Pitolisanthydrochlorid, entsprechend rund 36 mg Pitolisant; Salz- und Wirkstoffangaben dürfen nicht verwechselt werden [3, FI2].
  • Tirzepatid: In zwei 52-wöchigen SURMOUNT-OSA-Studien mit insgesamt 469 Erwachsenen mit Adipositas und mittelgradiger bis schwerer OSA sank der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) gegenüber Placebo zusätzlich um 20,0 bzw. 23,8 Ereignisse/Stunde. Untersucht wurden Patienten ohne PAP-Anwendung bzw. mit bestehender PAP-Therapie; Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit vom Typ 2) waren ausgeschlossen [4].
  • Grenze der SURMOUNT-OSA-Aussage: In der PAP-Gruppe wurde PAP vor den Endpunktmessungen ausgesetzt. Die Ergebnisse belegen deshalb keinen zusätzlichen Effekt auf Atemereignisse während gleichzeitig wirksam laufender PAP-Therapie. Eine sichere Beendigung von PAP lässt sich daraus nicht pauschal ableiten [FI3].
  • Keine Gleichsetzung unterschiedlicher Therapieziele: Eine ESS-Verbesserung unter Wachheitsförderern ist kein Nachweis einer AHI-Normalisierung. Aus diesen Studien lässt sich auch keine gesicherte Verhinderung kardiovaskulärer Ereignisse durch Wachheitsförderer ableiten [2, 3].

Neue medikamentöse Ansätze ohne etablierte OSA-Zulassung

  • Aroxybutynin/Atomoxetin (AD109): Die Kombination soll die neuromuskuläre Stabilität der oberen Atemwege verbessern. In der 2026 publizierten Phase-III-Studie SynAIRgy mit 646 Patienten betrug die mittlere AHI-Differenz gegenüber Placebo nach 26 Wochen −4,0 Ereignisse/Stunde. Der Fatigue-Endpunkt unterschied sich nicht signifikant; 21,2 % unter AD109 gegenüber 3,1 % unter Placebo brachen wegen unerwünschter Ereignisse ab. Dazu gehörten Mundtrockenheit, Übelkeit, Insomnie und Miktionsbeschwerden (Beschwerden beim Wasserlassen). Damit besteht keine Grundlage für eine unkritische Übernahme als Standardtherapie oder für die eigenständige Nachbildung durch verfügbare Einzelpräparate [5].
  • Zulassungsstand von AD109: Nach Herstellerangaben wurde der US-Zulassungsantrag im Juli 2026 zur Prüfung angenommen; der vorgesehene Entscheidungstermin ist der 28. Februar 2027. Die Annahme eines Antrags ist keine Zulassung; zum Recherchestand keine etablierte Behandlung in Deutschland [7].
  • Sultiam: Der Carboanhydrasehemmer reduzierte in der Phase-II-Studie FLOW über 15 Wochen die OSA-Schwere. Die Befunde begründen weitere Studien, jedoch keine etablierte Langzeittherapie. Eine Anwendung gegen OSA ist Off-Label-Use; eine routinemäßige Verordnung wird hieraus nicht abgeleitet [6, LL3].

Nicht empfohlene oder ausschließlich komorbiditätsbezogene Arzneimittel

  • Modafinil: Die europäische Indikation wurde wegen des Nutzen-Risiko-Verhältnisses auf Narkolepsie eingeschränkt. Für OSA-assoziierte Tagesschläfrigkeit besteht keine entsprechende EU-Zulassung; keine Darstellung als reguläre OSA-Standardtherapie [FI4].
  • Acetazolamid und andere ältere medikamentöse Ansätze: Keine routinemäßige Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe. Empfehlungen zur zentralen Schlafapnoe (Atemaussetzern durch eine gestörte Steuerung der Atmung) dürfen nicht auf die OSA übertragen werden; Carboanhydrasehemmer wurden in der ERS-Leitlinie für OSA dem Studienkontext zugeordnet [LL1, LL3].
  • Komorbiditäten nach eigener Indikation behandeln: Beispielsweise Hypothyreose, allergische Rhinitis (allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut) oder Depression. Eine solche Behandlung ersetzt nicht automatisch die spezifische OSA-Therapie. Sedierende oder gewichtsfördernde Begleitmedikation kritisch überprüfen [1, LL1].

Verlaufskontrollen

  • Wirksamkeit und Verträglichkeit: ESS, Alltagsfunktion, Schlafdauer, Nutzung der primären Therapie und unerwünschte Wirkungen im Verlauf erfassen. Bei fehlendem klinischem Nutzen Indikation und Behandlung neu bewerten [1].
  • Sicherheit: Unter Solriamfetol Blutdruck und Puls, unter Pitolisant insbesondere kardiale Risiken und Interaktionen beachten; bei entsprechendem Risiko Elektrokardiogramm und Elektrolyte kontrollieren. Unter Gewichtsreduktion OSA-Schwere und Behandlungsbedarf erneut beurteilen [LL2, FI1, FI2, FI3].

Red Flags (Warnzeichen) beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom

  • Sekundenschlaf, Beinaheunfälle oder Einschlafen am Steuer: Bis zur ausreichenden Kontrolle der Schläfrigkeit keine Fahrzeugführung und keine gefährlichen Tätigkeiten; dringliche schlafmedizinische Beurteilung. Ein Wachheitsförderer stellt die Fahreignung nicht automatisch wieder her [LL1, FI1].
  • Ausgeprägte Hypoxämie, Dyspnoe (Atemnot) oder Verdacht auf Hyperkapnie (erhöhten Kohlendioxidgehalt im Blut): Zeitnahe, bei akuter Verschlechterung sofortige Abklärung auf zusätzliche Hypoventilation (unzureichende Belüftung der Lunge) oder kardiorespiratorische Erkrankung [LL1].
  • Synkope (kurzzeitige Bewusstlosigkeit), Thoraxschmerz (Brustschmerz) oder neu auftretende ausgeprägte Palpitationen unter Therapie: Umgehende ärztliche Abklärung möglicher kardiovaskulärer Komplikationen [FI1, FI2].

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel bei Müdigkeit bzw. obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom und für den Energiestoffwechsel sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:

  • Vitamine (A, C, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
  • Mineralstoffe (Magnesium)
  • Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Mangan, Zink)
  • Aminosäuren (L-Tyrosin)
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (Grüntee-Extrakt (Theanin))
  • Weitere Vitalstoffe (Coenzym Q10 (CoQ10), Rosenwurzwurzel-Extrakt)

Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.

Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

Abkürzungsverzeichnis

  • AHI: Apnoe-Hypopnoe-Index
  • AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
  • BMI: Body-Mass-Index
  • CPAP: Continuous Positive Airway Pressure; kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck
  • CYP: Cytochrom P450
  • DGSM: Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
  • ERS: European Respiratory Society; Europäische Gesellschaft für Atemwegsmedizin
  • ESS: Epworth Sleepiness Scale
  • EU: Europäische Union
  • FDA: Food and Drug Administration; US-amerikanische Arzneimittelbehörde
  • FI: Fachinformation
  • GIP: Glucoseabhängiges insulinotropes Polypeptid
  • GLP-1: Glucagon-like Peptide-1
  • LL: Leitlinie
  • OSA: Obstruktive Schlafapnoe
  • OSAS: Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
  • PAP: Positive Airway Pressure; positiver Atemwegsdruck
  • p.o.: per os; orale Anwendung
  • QT: QT-Intervall im Elektrokardiogramm
  • s.c.: subkutan
  • US: Vereinigte Staaten von Amerika

Literatur

  1. Steier JS, Bogan RK, Cano-Pumarega IM et al.: Recommendations for clinical management of excessive daytime sleepiness in obstructive sleep apnoea – A Delphi consensus study. Sleep Med. 2023;112:104-115. doi: 10.1016/j.sleep.2023.10.001.
  2. Schweitzer PK, Rosenberg R, Zammit GK et al.: Solriamfetol for Excessive Sleepiness in Obstructive Sleep Apnea (TONES 3). A Randomized Controlled Trial. Am J Respir Crit Care Med. 2019;199(11):1421-1431. doi: 10.1164/rccm.201806-1100OC.
  3. Dauvilliers Y, Craig SE, Bonsignore MR et al.: Pitolisant 40 mg for excessive daytime sleepiness in obstructive sleep apnea patients treated or not by CPAP: Randomised phase 3 study. J Sleep Res. 2025;34(3):e14373. doi: 10.1111/jsr.14373.
  4. Malhotra A, Grunstein RR, Fietze I et al.: Tirzepatide for the Treatment of Obstructive Sleep Apnea and Obesity. N Engl J Med. 2024;391(13):1193-1205. doi: 10.1056/NEJMoa2404881.
  5. Strollo PJ Jr, Farkas R, Taranto-Montemurro L et al.: Aroxybutynin and atomoxetine (AD109) for obstructive sleep apnea: a randomized phase 3 trial (SynAIRgy). Am J Respir Crit Care Med. 2026;212(7):1569-1584. doi: 10.1093/ajrccm/aamag215.
  6. Randerath W, Grote L, Stenlöf K et al.: Sultiame once per day in obstructive sleep apnoea (FLOW): a multicentre, randomised, double-blind, placebo-controlled, dose-finding, phase 2 trial. Lancet. 2025;406(10514):1983-1992. doi: 10.1016/S0140-6736(25)01196-1.
  7. Apnimed: Apnimed Announces FDA Acceptance of New Drug Application for AD109, An Investigational Oral Pill to Treat Adults with Obstructive Sleep Apnea. Unternehmensmitteilung vom 14.07.2026; ausschließlich als Quelle zum Verfahrensstand. Originalmitteilung.

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen – Kapitel „Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen“. (AWMF-Registernummer: 063-001). Version 2.0, August 2017; Teilaktualisierung 2020. Langfassung. Ergänzende Publikation: Stuck BA, Arzt M, Fietze I et al.: Teil-Aktualisierung S3-Leitlinie Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Erwachsenen: AWMF-Registernummer 063-001 – Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Somnologie. 2020;24:176-208. doi: 10.1007/s11818-020-00257-6. Ältere Leitlinienbasis; bildet die neueren Arzneimittelstudien und Zulassungsänderungen nicht vollständig ab [LL1].
  2. Patil SP, Ayappa IA, Caples SM et al.: Treatment of Adult Obstructive Sleep Apnea with Positive Airway Pressure: An American Academy of Sleep Medicine Clinical Practice Guideline. J Clin Sleep Med. 2019;15(2):335-343. doi: 10.5664/jcsm.7640 [LL2].
  3. Randerath W, Verbraecken J, de Raaff CAL et al.: European Respiratory Society guideline on non-CPAP therapies for obstructive sleep apnoea. Eur Respir Rev. 2021;30(162):210200. doi: 10.1183/16000617.0200-2021 [LL3].

Fachinformationen und behördliche Arzneimittelinformationen

  1. European Medicines Agency: Sunosi – Produktinformation, insbesondere Abschnitte 4.1 bis 4.8. Aktuelle EU-Produktinformation [FI1].
  2. Bioprojet Pharma: Ozawade 4,5 mg/18 mg Filmtabletten. Fachinformation, Stand August 2026, insbesondere Abschnitte 4.1 bis 4.8 und 5.1. Fachinformation; EU-Produktinformation [FI2].
  3. European Medicines Agency: Mounjaro – Produktinformation, insbesondere Abschnitte 4.1 bis 4.8 und 5.1. Aktuelle EU-Produktinformation [FI3].
  4. European Medicines Agency: Modafinil – referral. Einschränkung der Anwendung auf Narkolepsie. Behördliche Bewertung [FI4].