Malignes fibröses Histiozytom – Medikamentöse Therapie
Die Behandlung erfolgt nach referenzpathologischer Diagnosesicherung in einem interdisziplinären Sarkomzentrum. Die folgenden Angaben beziehen sich auf Erwachsene. Dosierungen sind Beispiele etablierter Protokolle bei ausreichender Organfunktion und müssen an Allgemeinzustand, Vorbehandlung, Organfunktion und Toxizität angepasst werden.
Therapieziele
- Lokalisierte Erkrankung: Heilung durch vollständige Tumorresektion und risikoadaptierte multimodale Behandlung; Vermeidung von Lokalrezidiven (erneutes Tumorwachstum am ursprünglichen Ort) und Fernmetastasen (Tochtergeschwülste in entfernten Organen) bei möglichst gutem Funktionserhalt.
- Primäres hochgradiges undifferenziertes pleomorphes Sarkom des Knochens: Behandlung möglicher Mikrometastasen (mikroskopisch kleine Tochtergeschwülste) durch perioperative Chemotherapie zusätzlich zur vollständigen Resektion.
- Nicht kurativ behandelbare Erkrankung: Verlängerung der Krankheitskontrolle, Linderung tumorbedingter Beschwerden und Erhalt der Lebensqualität. Nutzen und Belastung jeder Therapielinie werden gemeinsam mit dem Patienten bewertet.
Therapieempfehlungen
Diagnostische und therapeutische Einordnung
Das maligne fibröse Histiozytom (MFH) ist eine historische Sammelbezeichnung. Viele früher so bezeichnete Tumoren werden heute als andere Sarkomtypen eingeordnet, beispielsweise als Myxofibrosarkom (bösartiger Tumor des Bindegewebes) oder dedifferenziertes Liposarkom (bösartiger Tumor des Fettgewebes). Ein heutiges undifferenziertes pleomorphes Sarkom (UPS) ist eine Ausschlussdiagnose: Eine spezifische Differenzierung und andere pleomorphe Malignome müssen durch Morphologie, Immunhistochemie und gegebenenfalls Molekularpathologie ausgeschlossen sein. Die WHO-Klassifikation 2026 ordnet UPS den fibroblastischen und myofibroblastischen Tumoren zu; die Diagnose bleibt eine Ausschlussdiagnose. Historische MFH-Kollektive sind deshalb nur eingeschränkt auf ein nach aktuellen Kriterien diagnostiziertes UPS übertragbar [2, LL1].
Primäres Knochen-UPS und Weichteil-UPS erfordern unterschiedliche Behandlungskonzepte. Ein Weichteil-UPS mit direkter Knocheninfiltration (Einwachsen in den Knochen) wird nicht allein dadurch zum primären Knochensarkom; dasselbe gilt für eine Knochenmetastase (Tochtergeschwulst im Knochen). Beim primären Knochen-UPS liegt der Ausgangspunkt intraossär (im Knocheninneren). Es fehlt die für ein Osteosarkom (bösartiger Knochentumor) diagnostische maligne Osteoidbildung (Bildung unreifer Knochengrundsubstanz). Die Zuordnung wird anhand von Bildgebung, repräsentativer Biopsie und Referenzpathologie getroffen [12, 13, LL4, E1].
Lokalisiertes, resektables UPS der Weichteile
- Basis der kurativen Therapie ist die vollständige Resektion mit tumorfreien Resektionsrändern. Eine prä- oder postoperative Strahlentherapie richtet sich insbesondere nach Lokalisation, Tumorgröße, Grading, Tiefe und Resektionssituation. Sie dient vor allem der lokalen Kontrolle. Eine alleinige medikamentöse Therapie ersetzt eine mögliche kurative Lokaltherapie nicht [LL1, LL2].
- Keine routinemäßige perioperative Chemotherapie bei jedem UPS. Eine anthrazyklin- und ifosfamidhaltige Chemotherapie kann bei geeigneten Patienten mit hohem Fernmetastasierungsrisiko erwogen werden, insbesondere bei großen, tief gelegenen, hochgradigen Extremitäten- oder Stammwandtumoren. Die Entscheidung berücksichtigt ein validiertes Risikomodell, die individuelle Belastbarkeit und die Unsicherheit des absoluten Nutzens. Für kleine oder prognostisch günstige resektable Tumoren besteht keine generelle Indikation [3, LL1-LL3].
- Bei gewählter neoadjuvanter Chemotherapie sind Anthrazyklin/Ifosfamid-Konzepte etabliert. Die Studie ISG-STS 1001 belegt keine Überlegenheit einer histologiespezifisch angepassten Therapie, darunter Gemcitabin/Docetaxel beim UPS, gegenüber dem anthrazyklin-/ifosfamidbasierten Vergleichsarm. Die Studie beantwortet nicht die Frage, ob jeder Hochrisikopatient eine Chemotherapie benötigt [4].
- Bei grenzwertiger Resektabilität kann eine neoadjuvante Behandlung zur Verbesserung der Resektionsmöglichkeiten diskutiert werden. Die Wahl zwischen systemischer Therapie, Strahlentherapie und spezialisierten regionalen Verfahren erfolgt im Sarkomboard [LL1-LL3].
Irresektables, lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes Weichteil-UPS
- Erstlinie: Doxorubicin als Monotherapie ist ein etablierter Standard. Doxorubicin/Ifosfamid kommt vor allem infrage, wenn eine höhere Wahrscheinlichkeit rascher Tumorverkleinerung klinisch entscheidend ist, etwa bei symptomatischem Tumordruck oder zur Ermöglichung einer Lokaltherapie. In EORTC 62012 erhöhte die Kombination die Ansprechrate von 14 auf 26 % und verlängerte das mediane progressionsfreie Überleben von 4,6 auf 7,4 Monate; ein signifikanter Gesamtüberlebensvorteil wurde nicht gezeigt. Die deutlich höhere hämatologische Toxizität begrenzt den Einsatz [5].
- Nach Progression: Gemcitabin/Docetaxel ist eine mögliche Folgetherapie, insbesondere beim UPS. Auswahl und Reihenfolge hängen von Vorbehandlung, Therapieziel und Komorbiditäten ab. Die Aktivität wurde in einer randomisierten Phase-II-Studie gezeigt; als generelle Erstlinientherapie war die Kombination Doxorubicin in GeDDiS nicht überlegen [6, 7, LL3].
- Pazopanib: Option bei vorbehandeltem fortgeschrittenem nicht adipocytärem Weichteilsarkom einschließlich geeigneter UPS. Die EU-Zulassung umfasst ausgewählte Subtypen nach vorausgegangener Chemotherapie der metastasierten Erkrankung oder Progression innerhalb von zwölf Monaten nach neoadjuvanter beziehungsweise adjuvanter Therapie. In PALETTE wurde das mediane progressionsfreie Überleben gegenüber Placebo von 1,6 auf 4,6 Monate verlängert; ein signifikanter Gesamtüberlebensvorteil wurde nicht nachgewiesen [8, FI7].
- Weitere Linien: Erneutes Ifosfamid oder andere leitliniengerechte Zytostatika können individuell infrage kommen. Die Reihenfolge ist für UPS nicht durch einen universell gültigen Algorithmus festgelegt. Trabectedin und Eribulin werden nicht allein aufgrund der historischen Bezeichnung MFH zu bevorzugten UPS-Therapien; ihre Evidenz und Zulassungen sind histologiespezifisch zu bewerten [LL2, LL3].
- Oligometastasierung (Befall mit wenigen Tochtergeschwülsten) und Lokalrezidiv: Vollständige Resektion oder andere lokale Verfahren können bei sorgfältig ausgewählten Patienten sinnvoll sein. Vor einer ausschließlich palliativen Systemtherapie soll die Möglichkeit eines multimodalen Vorgehens geprüft werden [LL1-LL3].
Immuntherapie beim Weichteil-UPS
Pembrolizumab zeigte in der einarmigen Phase-II-Studie SARC028 bei vier von zehn Patienten der initialen UPS-Kohorte ein objektives Ansprechen. Das ist ein Aktivitätssignal, aber kein Beleg für einen generellen Erstlinienstandard oder einen gesicherten Überlebensvorteil bei metastasiertem UPS [9].
In der randomisierten Studie SU2C-SARC032 wurden Patienten mit resektablem Stadium-III-UPS oder pleomorphem beziehungsweise dedifferenziertem Liposarkom der Extremität beziehungsweise des Extremitätengürtels untersucht. Zusätzlich zu präoperativer Bestrahlung und Operation wurde Pembrolizumab perioperativ gegeben. In der modifizierten Intention-to-treat-Population betrug das Zweijahres-krankheitsfreie Überleben 67 % gegenüber 52 %; unerwünschte Ereignisse ab Grad 3 waren mit 56 % gegenüber 31 % häufiger. Die Ergebnisse betreffen diese definierte Hochrisikopopulation und sind nicht pauschal auf andere Lokalisationen oder primäres Knochen-UPS übertragbar [10].
Zulassung und Studienergebnis sind zu trennen: Pembrolizumab besitzt in der EU keine UPS- oder allgemeine Sarkomzulassung. Ein Einsatz beim UPS erfolgt deshalb im Studienrahmen oder als begründete Off-Label-Entscheidung im spezialisierten Zentrum. Weder PD-L1-Expression noch ein hoher Tumormutationslastwert allein begründen eine UPS-Zulassung. Auch die EU-Indikationen bei MSI-H/dMMR-Tumoren sind auf definierte Tumorarten beschränkt und stellen keine allgemeine histologieunabhängige Zulassung für UPS dar [FI9].
Molekular zielgerichtete Therapie in seltenen Konstellationen
Bei fortgeschrittener Erkrankung kann eine molekulare Untersuchung im Rahmen eines molekularen Tumorboards sinnvoll sein. NTRK-Genfusionen sind beim konventionellen UPS selten. Ein entsprechender Befund soll zugleich eine erneute pathologische Einordnung auslösen, da ein molekular definiertes NTRK-rearrangiertes Sarkom vorliegen kann. Eine NTRK-Expression oder NTRK-Punktmutation ist nicht mit einer therapiebegründenden Genfusion gleichzusetzen [2, LL3].
Bei validiert nachgewiesener NTRK-Genfusion kann Larotrectinib gemäß seiner tumorübergreifenden EU-Zulassung eingesetzt werden, wenn eine lokal fortgeschrittene oder metastasierte Erkrankung vorliegt beziehungsweise die Resektion wahrscheinlich zu schwerer Morbidität führen würde und keine zufriedenstellenden Therapieoptionen verfügbar sind. Der klinische Wirksamkeitsnachweis stammt aus histologieübergreifenden Studien und nicht aus einer randomisierten UPS-spezifischen Studie [11, FI8].
Primäres hochgradiges UPS des Knochens
- Kuratives Grundkonzept: vollständige Resektion und perioperative Mehrfachchemotherapie nach Prinzipien der Osteosarkombehandlung. Häufig wird präoperativ begonnen und postoperativ fortgeführt. Eine vorausgegangene vollständige Resektion schließt eine adjuvante Chemotherapie nicht aus [12, 13, LL4, LL5, E1].
- Regimewahl: Doxorubicin und Cisplatin bilden ein wichtiges Fundament. Bei jüngeren, ausreichend belastbaren Erwachsenen kann ein MAP-Protokoll mit hoch dosiertem Methotrexat, Doxorubicin und Cisplatin verwendet werden. Bei älteren Patienten, insbesondere über 40 Jahren, wird hoch dosiertes Methotrexat wegen verzögerter Elimination und erhöhter Toxizität häufig vermieden; das Zentrum wählt ein alters- und organfunktionsadaptiertes Konzept, beispielsweise unter zusätzlicher Verwendung von Ifosfamid. AP und MAP sind unterschiedliche Protokolle mit unterschiedlichen Cisplatindosen und Zeitplänen [12, 13, LL5, TP2].
- Die prospektive European-Osteosarcoma-Intergroup-Studie verwendete Doxorubicin 25 mg/m² an Tag 1-3 und Cisplatin 100 mg/m² je Zyklus, alle drei Wochen für insgesamt sechs Zyklen. Diese historischen AP-Daten unterstützen die Chemosensitivität, stellen aber keinen allein gültigen heutigen Behandlungsplan dar [12].
- Die 2026 veröffentlichte COSS-Auswertung beschreibt 132 Patienten, die nach Osteosarkomprinzipien behandelt wurden. Sie unterstützt dieses Vorgehen, ist jedoch keine randomisierte Prüfung gegenüber Operation allein oder Weichteilsarkomprotokollen. Ein schwaches histologisches Ansprechen rechtfertigt beim Knochen-UPS nicht automatisch einen nicht validierten Regimewechsel [13].
- Metastasen und Rezidiv: vollständige chirurgische Entfernung aller manifesten Tumorherde wird geprüft; Systemtherapie richtet sich nach Vorbehandlung, Resektabilität und Belastbarkeit. Für weitere medikamentöse Therapien ist die UPS-spezifische Evidenz begrenzt. Eine für Weichteilsarkome belegte Pazopanibtherapie ist kein etablierter Standard für primäres Knochen-UPS. Auch Osteosarkomzulassungen, etwa für Mifamurtid, können nicht automatisch auf Knochen-UPS übertragen werden [LL4, LL5, E1].
- Strahlentherapie wird insbesondere bei fehlender Resektabilität, unzureichenden Resektionsrändern oder zur Palliation diskutiert. Die Indikationslogik unterscheidet sich von der häufigen perioperativen Bestrahlung hochgradiger Weichteilsarkome [LL4, E1].
Beachte
- Referenzpathologie vor Therapieentscheidung: Besonders bei retroperitonealem (im hinteren Bauchraum gelegenen) pleomorphem Tumor ist ein dedifferenziertes Liposarkom einschließlich gezielter MDM2-Diagnostik auszuschließen. Eine historische MFH-Diagnose soll vor neuer Systemtherapie überprüft werden [2, LL1].
- Ausgangsbefunde und Verlaufskontrollen: Blutbild, Nieren- und Leberfunktion sowie relevante Elektrolyte; vor Anthrazyklinen kardiale Untersuchung einschließlich linksventrikulärer Funktion; bei Cisplatin zusätzlich Hörfunktion und Neuropathie (Erkrankung der Nerven) beachten. Unter Ifosfamid sind Urinstatus, Flüssigkeitsbilanz und neurologischer Status besonders wichtig [FI1-FI4].
- Supportive Begleittherapie ist Bestandteil des Protokolls: emetogenitätsgerechte Antiemese, bei entsprechenden Regimen G-CSF-Prophylaxe, unter Ifosfamid Mesna und ausreichende Hydrierung sowie bei hoch dosiertem Methotrexat zwingend Calciumfolinat-Rescue, Urinalkalisierung und Spiegelkontrollen. Mesna verhindert keine Ifosfamid-Enzephalopathie (Funktionsstörung des Gehirns) oder Nephrotoxizität (Schädigung der Nieren) [FI2, FI4, TP1, TP2].
- Interaktionen prüfen: unter anderem nephrotoxische Begleitmedikation, Methotrexatinteraktionen und CYP3A-vermittelte Wechselwirkungen bei Docetaxel, Pazopanib und Larotrectinib. Alle Medikamente einschließlich Selbstmedikation sind zu erfassen [FI4, FI6-FI8].
- Fertilität und Schwangerschaft: Vor gonadotoxischer Therapie fertilitätserhaltende Maßnahmen besprechen. Schwangerschaft, Stillzeit und wirksame Kontrazeption werden substanzspezifisch nach Fachinformation berücksichtigt. Ein generelles, für alle Substanzen identisches Kontraindikationsschema ist nicht sachgerecht [FI1-FI9].
- Schmerztherapie individuell: Paracetamol ist keine grundsätzlich bevorzugte Erstwahl bei sämtlichen Tumorschmerzen. Bei mäßigen bis starken Schmerzen können frühzeitig starke Opioide erforderlich sein. Nichtsteroidale Antirheumatika werden bei Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen), Blutungsrisiko, Nierenfunktionsstörung und nephrotoxischer Chemotherapie besonders kritisch geprüft [LL6].
- Die Arbeit von Park und Mitarbeitern beschreibt retrospektiv CT- und MRT-Befunde bei historischen Kopf-Hals-MFH. Aus ihr lässt sich kein kausaler Nutzen einer postoperativen Strahlentherapie ableiten [1].
Wirkstoffe (Hauptindikationen)
Dosierungshinweis: KOF = Körperoberfläche; i. v. = intravenös; p. o. = oral. Die Tabellen nennen ausgewählte Erwachsenenschemata, keine beliebig kombinierbaren Einzelverordnungen. Protokollspezifische Dosisanpassungen und verbindliche Abbruchkriterien sind den jeweiligen Therapieprotokollen und Fachinformationen zu entnehmen. Zulassungsstatus und Anwendungssituation sind produktbezogen zu prüfen; insbesondere Gemcitabin/Docetaxel und Pembrolizumab sind beim UPS nicht durch eine spezifische EU-Sarkomzulassung gedeckt.
Anthrazykline
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Doxorubicin | Mono- oder Kombinationstherapie. Kumulative Anthrazyklindosis einschließlich Vorbehandlungen dokumentieren; häufig Begrenzung der palliativen Behandlung auf etwa sechs Zyklen. Kardiale Überwachung; schwer gewebeschädigend bei Paravasation (Austritt eines Arzneimittels aus einem Blutgefäß ins umliegende Gewebe) [5, FI1, TP2]. |
- Wirkweise: DNA-Interkalation und Hemmung der Topoisomerase II; zusätzliche Bildung freier Radikale.
- Indikation: Erstlinie beim fortgeschrittenen Weichteil-UPS; ausgewählte perioperative Hochrisikokonzepte; Bestandteil der Knochen-UPS-Therapie.
- Kontraindikationen: unter anderem Überempfindlichkeit, ausgeprägte persistierende Myelosuppression (Unterdrückung der Blutbildung im Knochenmark), schwere Leberfunktionsstörung, schwere kardiale Erkrankung, generalisierte Infektion und bereits erreichte maximale kumulative Anthrazyklindosis; Stillzeit. Weitere kardiale Risikofaktoren erfordern individuelle Bewertung und engmaschige Kontrollen [FI1].
- Nebenwirkungen: Myelosuppression mit Infektionsrisiko, Mukositis (Entzündung der Schleimhäute), Übelkeit/Erbrechen, Alopezie (Haarausfall); kumulative Kardiomyopathie (Erkrankung des Herzmuskels), selten sekundäre Leukämie (bösartige Erkrankung der blutbildenden Zellen); Gewebenekrose (Absterben von Gewebe) nach Paravasation.
Alkylanzien – Oxazaphosphorine
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Ifosfamid | Obligate Mesna-Uroprotektion und Hydrierung nach Protokoll; im intensivierten Kombinationsschema primäre G-CSF-Prophylaxe. Klinische Überwachung auf Enzephalopathie sowie glomeruläre und tubuläre Nierenschädigung [5, FI2]. |
- Wirkweise: nach hepatischer Aktivierung DNA-Alkylierung und Quervernetzung.
- Indikation: Kombination bei erforderlicher höherer Tumorverkleinerungswahrscheinlichkeit; ausgewählte perioperative Weichteilsarkomkonzepte und Knochen-UPS-Protokolle.
- Kontraindikationen: unter anderem Überempfindlichkeit, schwere Knochenmarkfunktionsstörung, floride Infektion, Nierenfunktionsstörung beziehungsweise Harnabflussbehinderung, Zystitis (Blasenentzündung) und Stillzeit gemäß Holoxan-Fachinformation. Organfunktionsgrenzen und mögliche Ausnahmen im spezialisierten Protokoll sind ausdrücklich zu prüfen [FI2].
- Nebenwirkungen: Myelosuppression, febrile Neutropenie (Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen), hämorrhagische Zystitis, Nephrotoxizität einschließlich Fanconi-Syndrom (Störung der Nierenkanälchen), Enzephalopathie, Übelkeit/Erbrechen, Alopezie und Gonadotoxizität (Schädigung der Fruchtbarkeit).
Platinverbindungen
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Cisplatin | AP- und MAP-Dosen nicht vermischen. Obligates Hydrierungs- und Elektrolytmanagement, hochwirksame Antiemese, Kontrolle von Nierenfunktion, Magnesium und Kalium; Hörfunktion beachten [12, FI3, TP2]. |
- Wirkweise: Bildung von DNA-Addukten und Quervernetzungen.
- Indikation: vor allem Bestandteil der Chemotherapie beim primären hochgradigen Knochen-UPS; kein allgemeiner Erstlinienstandard beim Weichteil-UPS.
- Kontraindikationen: platinbezogene Überempfindlichkeit sowie relevante vorbestehende Nierenfunktionsstörung, Hörstörung, Myelosuppression oder Dehydratation entsprechend der verwendeten Fachinformation; Stillzeit. Begleitende nephro- oder ototoxische Arzneimittel kritisch prüfen [FI3].
- Nebenwirkungen: Nephrotoxizität, Elektrolytverluste, Ototoxizität (Schädigung des Gehörs), periphere Neuropathie, ausgeprägte Übelkeit/Erbrechen und Myelosuppression.
Antimetaboliten – Folsäureantagonisten
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Methotrexat, hoch dosiert | Nur in erfahrenen Zentren mit Spiegelmessung, Hydrierung und Urinalkalisierung. Calciumfolinat-Rescue beispielsweise ab 24 Stunden nach Infusionsbeginn, zunächst 15 mg/m² alle sechs Stunden; weitere Dosis und Dauer zwingend nach Spiegelverlauf und Protokoll. Bei verzögerter Elimination sofortiges spezifisches Management [FI4, TP2]. |
- Wirkweise: Hemmung folatabhängiger Synthesewege, insbesondere der Dihydrofolatreduktase; Beeinträchtigung der Nukleotidsynthese.
- Indikation: ausgewählte, insbesondere jüngere Erwachsene mit primärem Knochen-UPS im osteosarkomanalogen Protokoll; keine Standardtherapie des Weichteil-UPS.
- Kontraindikationen: nach der hier referenzierten Fachinformation unter anderem Kreatinin-Clearance unter 60 ml/min, Leberfunktionsstörung, relevante Knochenmarkdepression, schwere aktive Infektion, Immundefizienz (Abwehrschwäche), Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut) beziehungsweise gastrointestinale Ulzera (Geschwüre im Magen-Darm-Trakt) und Stillzeit. Schwangerschaft erfordert eine spezifische onkologische Nutzen-Risiko-Bewertung. Ergüsse und Aszites (Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum) erhöhen das Risiko verzögerter Elimination [FI4].
- Nebenwirkungen: akute Nierenschädigung mit verzögerter Elimination, schwere Mukositis, Myelosuppression, Hepatotoxizität (Schädigung der Leber), Neurotoxizität (Schädigung des Nervensystems) und Pneumonitis (Entzündung des Lungengewebes). Versehentliche Dosierungs- oder Rescuefehler können lebensbedrohlich sein.
Antimetaboliten – Pyrimidinanaloga
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Gemcitabin | Protokollgebundene Folgetherapie beim Weichteil-UPS; Off-Label-Anwendung beim Sarkom. Blutbildkontrolle auch vor Tag 8; primäre G-CSF-Prophylaxe im dargestellten Schema. Das GeDDiS-Schema verwendete eine andere Gemcitabindosis [7, FI5, TP1]. |
- Wirkweise: intrazellulär aktiviertes Nukleosidanalogon; Hemmung der DNA-Synthese und Ribonukleotidreduktase.
- Indikation: fortgeschrittenes Weichteil-UPS nach Vorbehandlung, häufig zusammen mit Docetaxel.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und Stillzeit. Myelosuppression sowie Nieren- oder Leberfunktionsstörung sind gesondert zu bewertende Vorsichts- und Dosisanpassungssituationen. Bei relevanter pulmonaler Toxizität oder hämolytisch-urämischem Syndrom (Erkrankung mit Zerstörung roter Blutkörperchen und Nierenschädigung) absetzen [FI5].
- Nebenwirkungen: Neutropenie, Thrombozytopenie, Anämie (Blutarmut), Transaminasenanstieg, grippeähnliche Beschwerden und Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe); selten schwere Pneumonitis, Kapillarlecksyndrom (Austritt von Flüssigkeit aus kleinsten Blutgefäßen ins Gewebe) und thrombotische Mikroangiopathie (Bildung kleiner Blutgerinnsel in Gefäßen).
Taxane
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Docetaxel | Off-Label-Anwendung beim UPS. Dexamethason-Prämedikation, beispielsweise 8 mg p. o. zweimal täglich an Tag 7-9, nach Protokoll; G-CSF-Unterstützung. Neuropathie und Leberfunktion beachten [FI6, TP1]. |
- Wirkweise: Stabilisierung von Mikrotubuli und Störung der mitotischen Spindelfunktion.
- Indikation: Kombination mit Gemcitabin als mögliche Folgetherapie des fortgeschrittenen Weichteil-UPS.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit, Neutrophilenzahl unter 1.500/µl und schwere Leberfunktionsstörung; zusätzliche Gegenanzeigen der Kombinationspartner beachten. Starke CYP3A4-Hemmer können die Exposition erhöhen [FI6].
- Nebenwirkungen: Neutropenie und febrile Neutropenie, periphere Neuropathie, Flüssigkeitsretention, Nagelveränderungen, Mukositis und Überempfindlichkeitsreaktionen.
Multikinaseinhibitoren
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Pazopanib | Kontrolle von Blutdruck, Leberwerten, Schilddrüsenfunktion und Proteinurie; risikoadaptiert EKG und Elektrolyte. Wundheilungsrisiko bei geplanter Operation beachten; säurehemmende Mittel und CYP3A4-Interaktionen prüfen [FI7]. |
- Wirkweise: Hemmung mehrerer Tyrosinkinasen, insbesondere VEGF-Rezeptoren, mit antiangiogener Wirkung.
- Indikation: ausgewählte fortgeschrittene Weichteilsarkome einschließlich geeigneter UPS innerhalb der EU-Zulassungsbedingungen; kein etablierter primärer Knochen-UPS-Standard.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit. Schwere Leberfunktionsstörung, nicht kontrollierte Hypertonie (Bluthochdruck), erhöhtes Blutungs-/Thromboserisiko, QT-Verlängerung und Wundheilungsstörungen sind wichtige Warn- und Vermeidungssituationen; sie dürfen nicht pauschal als formal identische absolute Gegenanzeigen dargestellt werden [FI7].
- Nebenwirkungen: Diarrhoe (Durchfall), Hypertonie, Fatigue (ausgeprägte Erschöpfung), Übelkeit, Appetit- und Gewichtsverlust, Haarfarbveränderung und Hepatotoxizität; seltener kardiale Ereignisse, Blutungen, Thrombosen (Blutgerinnsel in Blutgefäßen) oder gastrointestinale Perforation (Durchbruch im Magen-Darm-Trakt).
Selektive TRK-Inhibitoren
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Larotrectinib | Validierter NTRK-Genfusionsnachweis erforderlich. Leberwerte vor und während Therapie kontrollieren; neurologische Symptome und Interaktionen beachten [FI8]. |
- Wirkweise: selektive Hemmung der TRK-A-, TRK-B- und TRK-C-Kinasen.
- Indikation: ausschließlich passende NTRK-fusionspositive solide Tumoren unter den genannten EU-Zulassungsbedingungen; keine unselektierte UPS-Therapie.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit. Starke beziehungsweise moderate CYP3A-/P-gp-Induktoren vermeiden; Leberfunktionsstörung erfordert gegebenenfalls Dosisanpassung. Anwendung während der Schwangerschaft vermeiden; Stillpause nach Fachinformation [FI8].
- Nebenwirkungen: erhöhte Transaminasen, Schwindel, Fatigue, Übelkeit, Obstipation (Verstopfung), Anämie, Gewichtszunahme und neurologische Störungen.
Immuncheckpointinhibitoren
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Pembrolizumab | Studien- beziehungsweise Off-Label-Option beim UPS; keine spezifische EU-Zulassung. Immunvermittelte Nebenwirkungen können während und nach Behandlung auftreten. Therapieunterbrechung oder Absetzen und gegebenenfalls Immunsuppression nach Schweregrad [9, 10, FI9]. |
- Wirkweise: monoklonaler Antikörper gegen PD-1; Aufhebung inhibitorischer Signale der T-Zell-Antwort.
- Indikation: ausgewählte UPS-Konstellationen nach spezialisierter Bewertung; Studienpopulation und Zulassungsstatus beachten.
- Kontraindikationen: formal Überempfindlichkeit. Aktive Autoimmunerkrankung, Organtransplantation und notwendige Immunsuppression erfordern eine besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung; sie sind keine ausnahmslos identischen absoluten Kontraindikationen [FI9].
- Nebenwirkungen: immunvermittelte Pneumonitis, Kolitis (Entzündung des Dickdarms), Hepatitis (Leberentzündung), Nephritis (Nierenentzündung), Dermatitis (Hautentzündung) und Endokrinopathien (Erkrankungen hormonbildender Drüsen); selten Myokarditis (Herzmuskelentzündung) und neurologische Komplikationen; Infusionsreaktionen.
Wirkstoffe (Nebenindikationen)
Analgetika – symptomorientierte Auswahl
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Paracetamol | Option bei leichten Schmerzen oder als individuell geprüfte Ergänzung. Keine pauschale Erstwahl bei allen Tumorschmerzen. Lebererkrankung, Untergewicht, Mangelernährung und Alkohol berücksichtigen [LL6, FI10]. |
| Morphin, zunächst unretardiert | Starkes Opioid bei entsprechend starken Schmerzen. Nierenfunktionsstörung kann zur Metabolitenakkumulation führen; gegebenenfalls anderes Opioid wählen. Obstipationsprophylaxe und anfängliche Antiemese prüfen [LL6, FI11]. |
- Wirkweise: Paracetamol wirkt vorwiegend zentral analgetisch und antipyretisch; Morphin aktiviert vor allem µ-Opioidrezeptoren.
- Indikation: tumor- oder therapiebedingte Schmerzen; Auswahl nach Schmerzstärke, Mechanismus und Organfunktion. Neuropathische Schmerzen können zusätzliche Koanalgetika erfordern.
- Kontraindikationen: Paracetamol unter anderem bei Überempfindlichkeit und schwerer hepatozellulärer Insuffizienz (schwerer Funktionsstörung der Leberzellen) gemäß Präparat. Morphin unter anderem bei erheblicher Atemdepression (gefährlich verlangsamte oder flache Atmung) und paralytischem Ileus (Darmverschluss); Niereninsuffizienz (eingeschränkte Nierenfunktion) und sedierende Begleitmedikation erfordern besondere Vorsicht [FI10, FI11].
- Nebenwirkungen: Paracetamol vor allem Hepatotoxizität bei Überdosierung oder Risikokonstellation; Morphin Obstipation, Übelkeit, Sedierung (Dämpfung des Bewusstseins), Atemdepression und Abhängigkeitspotenzial.
Abkürzungsverzeichnis
- AP – Doxorubicin und Cisplatin
- COSS – Cooperative Osteosarcoma Study Group
- CT – Computertomographie
- CYP3A/CYP3A4 – Cytochrom P450 3A beziehungsweise 3A4
- dMMR – Mismatch-Reparatur-Defizienz
- DNA – Desoxyribonukleinsäure
- E – Evidenzübersicht
- EKG – Elektrokardiogramm
- EORTC – European Organisation for Research and Treatment of Cancer
- EU – Europäische Union
- FI – Fachinformation
- G-CSF – Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor
- i. v. – intravenös
- ISG – Italian Sarcoma Group
- KOF – Körperoberfläche
- LL – Leitlinie
- MAP – Methotrexat, Doxorubicin und Cisplatin
- MDM2 – murine double minute 2
- MFH – malignes fibröses Histiozytom
- MRT – Magnetresonanztomographie
- MSI-H – hohe Mikrosatelliteninstabilität
- NTRK – neurotrophe Tyrosinrezeptorkinase
- p. o. – per os, oral
- PD-1 – programmierter Zelltod-Rezeptor 1
- PD-L1 – programmierter Zelltod-Ligand 1
- P-gp – P-Glykoprotein
- SARC – Sarcoma Alliance for Research through Collaboration
- STS – Soft Tissue Sarcoma, Weichteilsarkom
- SU2C – Stand Up To Cancer
- TP – Therapieprotokoll
- TRK – Tropomyosin-Rezeptorkinase
- UPS – undifferenziertes pleomorphes Sarkom
- VEGF – vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor
- WHO – Weltgesundheitsorganisation
- µl – Mikroliter
Literatur
- Park SW, Kim HJ, Lee JH, Ko YH: Malignant fibrous histiocytoma of the head and neck: CT and MR imaging findings. AJNR Am J Neuroradiol 2009;30:71–76. doi:10.3174/ajnr.a1317. PMID:18842757.
- Hornick JL, Bovée JVMG, Antonescu CR et al.: The 2026 World Health Organization Classification of Tumors of Soft Tissue and Bone: 6th Edition. Am J Surg Pathol 2026; online veröffentlicht am 7. Oktober 2026. doi:10.1097/pas.0000000000002624.
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- Judson I, Verweij J, Gelderblom H et al.: Doxorubicin alone versus intensified doxorubicin plus ifosfamide for first-line treatment of advanced or metastatic soft-tissue sarcoma: a randomised controlled phase 3 trial. Lancet Oncol 2014;15:415–423. doi:10.1016/s1470-2045(14)70063-4.
- Maki RG, Wathen JK, Patel SR et al.: Randomized phase II study of gemcitabine and docetaxel compared with gemcitabine alone in patients with metastatic soft tissue sarcomas: results of Sarcoma Alliance for Research Through Collaboration study 002. J Clin Oncol 2007;25:2755–2763. doi:10.1200/jco.2006.10.4117.
- Seddon B, Strauss SJ, Whelan J et al.: Gemcitabine and docetaxel versus doxorubicin as first-line treatment in previously untreated advanced unresectable or metastatic soft-tissue sarcomas (GeDDiS): a randomised controlled phase 3 trial. Lancet Oncol 2017;18:1397–1410. doi:10.1016/s1470-2045(17)30622-8.
- van der Graaf WTA, Blay JY, Chawla SP et al.: Pazopanib for metastatic soft-tissue sarcoma (PALETTE): a randomised, double-blind, placebo-controlled phase 3 trial. Lancet 2012;379:1879–1886. doi:10.1016/s0140-6736(12)60651-5.
- Tawbi HA, Burgess M, Bolejack V et al.: Pembrolizumab in advanced soft-tissue sarcoma and bone sarcoma (SARC028): a multicentre, two-cohort, single-arm, open-label, phase 2 trial. Lancet Oncol 2017;18:1493–1501. doi:10.1016/s1470-2045(17)30624-1.
- Mowery YM, Ballman KV, Hong AM et al.: Safety and efficacy of pembrolizumab, radiation therapy, and surgery versus radiation therapy and surgery for stage III soft tissue sarcoma of the extremity (SU2C-SARC032): an open-label, randomised clinical trial. Lancet 2024;404:2053–2064. doi:10.1016/s0140-6736(24)01812-9.
- Drilon A, Laetsch TW, Kummar S et al.: Efficacy of larotrectinib in TRK fusion-positive cancers in adults and children. N Engl J Med 2018;378:731–739. doi:10.1056/nejmoa1714448.
- Bramwell VHC, Steward WP, Nooij M et al.: Neoadjuvant chemotherapy with doxorubicin and cisplatin in malignant fibrous histiocytoma of bone: a European Osteosarcoma Intergroup study. J Clin Oncol 1999;17:3260–3269. doi:10.1200/jco.1999.17.10.3260.
- Bielack SS, Andreou D, Baumhoer D et al.: Undifferentiated pleomorphic sarcoma of bone (UPSB) treated in the German-speaking countries. A report of 132 unselected patients from the Cooperative Osteosarcoma Study Group (COSS). J Cancer Res Clin Oncol 2026;152:40. doi:10.1007/s00432-025-06405-5.
Leitlinien
- Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Adulte Weichgewebesarkome. Version 1.1, Juni 2022; AWMF-Registernummer 032/044OL. Leitlinie und Langfassung [LL1]
- Gronchi A, Miah AB, Dei Tos AP et al.: Soft tissue and visceral sarcomas: ESMO–EURACAN–GENTURIS Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol 2021;32:1348–1365. doi:10.1016/j.annonc.2021.07.006 [LL2]
- Vaz-Salgado MA, Valverde-Morales C, Alvarez R et al.: Diagnosis and Therapy of Soft Tissue Sarcomas: Spanish Group for Research in Sarcomas (GEIS) Guidelines. Cancers 2025;17:3158. doi:10.3390/cancers17193158 [LL3]
- Strauss SJ, Frezza AM, Abecassis N et al.: Bone sarcomas: ESMO–EURACAN–GENTURIS–ERN PaedCan Clinical Practice Guideline for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol 2021;32:1520–1536. doi:10.1016/j.annonc.2021.08.1995 [LL4]
- Lindner LH, Andreou D, Bauer S et al.: Osteosarkome. Onkopedia, Stand April 2026. Die Übertragung auf Knochen-UPS erfolgt im Zusammenhang mit dessen eigener Evidenz. Onkopedia-Leitlinie [LL5]
- Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung. Kapitel Tumorschmerz. Leitlinie und aktuelle Fassungen [LL6]
Evidenzbasierte Therapieübersichten
- PDQ Pediatric Treatment Editorial Board: Osteosarcoma and Undifferentiated Pleomorphic Sarcoma of Bone Treatment (PDQ®) – Health Professional Version. National Cancer Institute; laufend aktualisierte Evidenzübersicht; abgerufen am 17. Oktober 2026. NCI PDQ [E1]
Therapieprotokolle
- Cancer Institute NSW, eviQ: Soft tissue sarcoma metastatic DOCEtaxel and gemcitabine. Protokoll 1898, Version 8; abgerufen am 17. Oktober 2026. Dosier- und Begleittherapieprotokoll [TP1]
- Cancer Institute NSW, eviQ: Osteosarcoma MAP (methotrexate, DOXOrubicin, ciSplatin). Protokoll 1901; abgerufen am 17. Oktober 2026. Dosierbeispiel für ein osteosarkomanaloges Konzept, kein eigener Wirksamkeitsnachweis beim UPS. MAP-Protokoll [TP2]
Fachinformationen
- Accord Healthcare: Doxorubicin Accord 2 mg/ml, Fachinformation, Januar 2024. Fachinformation [FI1]
- Baxter: Holoxan, Fachinformation, Februar 2023. Fachinformation [FI2]
- Hospira UK Ltd: Cisplatin 1 mg/ml Sterile Concentrate, Summary of Product Characteristics; aktualisiert am 10. Dezember 2025. Fachinformation [FI3]
- medac: Methotrexat medac 100 mg/ml Injektionslösung, Fachinformation, August 2026. Fachinformation [FI4]
- Accord Healthcare: Gemcitabin Accord 100 mg/ml, Fachinformation. Fachinformation [FI5]
- Accord Healthcare: Docetaxel Accord, Fachinformation. Fachinformation [FI6]
- European Medicines Agency: Votrient (Pazopanib), EU-Produktinformation; abgerufen am 17. Oktober 2026. Fachinformation [FI7]
- European Medicines Agency: Vitrakvi (Larotrectinib), EU-Produktinformation; abgerufen am 17. Oktober 2026. Fachinformation [FI8]
- European Medicines Agency: Keytruda (Pembrolizumab), EU-Produktinformation; abgerufen am 17. Oktober 2026. Fachinformation [FI9]
- Paracetamol: zugelassene Produktinformationen zu oralen Präparaten; präparatebezogene Dosierungs- und Risikogrenzen beachten. Fachinformationen im electronic Medicines Compendium [FI10]
- Morphinsulfat: zugelassene Produktinformationen zu unretardierten oralen Präparaten. Fachinformationen im electronic Medicines Compendium [FI11]