Gebärmutterhalskrebs (Cervixkarzinom) – Medikamentöse Therapie

Therapieziele

  • Heilung bei lokalisierter oder lokal fortgeschrittener Erkrankung
  • Verlängerung des progressionsfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens
  • Verbesserung beziehungsweise Erhalt der Lebensqualität und Linderung tumorbedingter Symptome
  • Vermeidung therapiebedingter Langzeitfolgen und Erhalt der Organfunktion

Grundsätze vor der medikamentösen Therapie

  • Die Behandlung soll in einem interdisziplinären gynäkologisch-onkologischen Tumorboard festgelegt und möglichst in einem zertifizierten gynäkologischen Krebszentrum durchgeführt werden [LL1, LL2].
  • Vor einer palliativen Systemtherapie sind eine potenziell kurative lokale Therapie des Rezidivs (Wiederauftretens der Erkrankung) oder einzelner Metastasen (Tochtergeschwülste) sowie eine Exenteration, Rebestrahlung oder Metastasenablation zu prüfen [LL2].
  • Therapierelevant sind Histologie, FIGO-Stadium, PD-L1-Status als Combined Positive Score, vorangegangene Platin- und Immuncheckpoint-Inhibitor-Therapie, Bevacizumab-Eignung, Allgemeinzustand, Nierenfunktion, Neuropathie (Nervenschädigung) sowie Blutungs-, Fistel- und Perforationsrisiko (Risiko einer krankhaften Organverbindung beziehungsweise eines Organwanddurchbruchs).
  • Beim fortgeschrittenen, vorbehandelten Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) soll bei fehlenden Standardoptionen eine erweiterte molekularpathologische Untersuchung einschließlich HER2-Immunhistochemie erwogen werden.
  • Bei prämenopausalen Patientinnen (Patientinnen vor den Wechseljahren) sind Fertilitätserhalt (Erhalt der Fruchtbarkeit), Ovarprotektion beziehungsweise Ovartransposition sowie Kontrazeption vor Therapiebeginn zu besprechen.

Therapieempfehlungen

Frühe Stadien und postoperative Situation

  • In frühen Stadien ist die Operation die primäre kurative Therapie. Eine neoadjuvante Chemotherapie vor geplanter radikaler Operation ist kein Standard; gegenüber einer primären cisplatinhaltigen Radiochemotherapie ergab sich bei lokal fortgeschrittener Erkrankung ein ungünstigeres krankheitsfreies Überleben [1, 2].
  • Bei histopathologischen Hochrisikofaktoren nach Operation, insbesondere Lymphknotenbefall (Tumorabsiedlungen in den Lymphknoten), Parametrienbefall (Tumorausbreitung in das Bindegewebe neben dem Gebärmutterhals) oder positivem Resektionsrand (Tumorzellen am Schnittrand), ist eine adjuvante simultane Radiochemotherapie mit Cisplatin indiziert [LL1, LL2].
  • Eine alleinige adjuvante Chemotherapie ohne Radiatio ist nicht etabliert.

Lokal fortgeschrittenes Zervixkarzinom

  • Standard ist die definitive Radiochemotherapie aus perkutaner Radiatio, simultanem wöchentlichem Cisplatin und obligater bildgeführter Brachytherapie [LL1, LL2]. Bei Cisplatin-Kontraindikation kann Carboplatin als Radiosensitizer erwogen werden; die Evidenz ist geringer.
  • Bei bislang nicht definitiv behandeltem, lokal fortgeschrittenem Zervixkarzinom der FIGO-2014-Stadien III bis IVA ist Pembrolizumab gleichzeitig mit der Radiochemotherapie und anschließend als Monotherapie bis zu insgesamt 24 Monate EU-zugelassen. In KEYNOTE-A18 reduzierte die Therapie das Sterberisiko gegenüber Radiochemotherapie allein, Hazard Ratio 0,67; 95-%-Konfidenzintervall 0,50 bis 0,90 [8].
  • Eine sechswöchige Induktionschemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel unmittelbar vor der Standard-Radiochemotherapie verbesserte in INTERLACE das progressionsfreie Fünfjahresüberleben von 64 % auf 72 % und das Fünfjahresgesamtüberleben von 72 % auf 80 % [9]. Die AGO-Kommission Uterus bewertet das Regime als individuell anzubietende Option [10].
  • Für eine Kombination oder Sequenz der INTERLACE-Induktionschemotherapie mit Pembrolizumab liegen keine randomisierten Daten vor. Beide Eskalationsstrategien sollen daher außerhalb klinischer Studien nicht unkritisch kombiniert werden.
  • Eine zusätzliche adjuvante Chemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel nach abgeschlossener definitiver Radiochemotherapie verbessert das Gesamtüberleben nicht und soll nicht routinemäßig erfolgen [11].

Persistierendes, rezidiviertes oder metastasiertes Zervixkarzinom

  • Bei PD-L1-positivem Tumor (Geschwulst) mit Combined Positive Score ≥ 1 ist Pembrolizumab in Kombination mit Paclitaxel und Cisplatin oder Carboplatin, mit oder ohne Bevacizumab, die bevorzugte Erstlinientherapie. Der Zusatz von Pembrolizumab verbessert das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben [4, 5].
  • Bei PD-L1-negativem Tumor oder Kontraindikation gegen einen Immuncheckpoint-Inhibitor wird eine platinhaltige Kombination mit Paclitaxel, gegebenenfalls ergänzt durch Bevacizumab, eingesetzt [LL2]. Carboplatin ist nach vorausgegangener Cisplatin-Radiochemotherapie oder bei eingeschränkter Nierenfunktion häufig zu bevorzugen.
  • Bevacizumab darf nur bei vertretbarem Blutungs-, Fistel-, Perforations- und Wundheilungsrisiko eingesetzt werden. Besondere Zurückhaltung ist nach Beckenbestrahlung, bei Tumorinfiltration von Blase oder Rektum, bestehender Fistel, unkontrollierter Hypertonie (Bluthochdruck), relevanter Proteinurie oder kürzlich erfolgter größerer Operation erforderlich [13].
  • Nach Progression (Fortschreiten der Erkrankung) während oder nach mindestens einer systemischen Therapie ist Tisotumab Vedotin unabhängig von PD-L1 als Monotherapie EU-zugelassen. In innovaTV 301 betrug das mediane Gesamtüberleben 11,5 Monate gegenüber 9,5 Monaten unter Chemotherapie; Hazard Ratio 0,70 [7]. Ein standardisiertes okuläres Kontroll- und Prophylaxeprogramm ist obligat.
  • Cemiplimab ist nach Progression während oder nach platinhaltiger Chemotherapie unabhängig vom PD-L1-Status EU-zugelassen und verbessert gegenüber einer Chemotherapie das Gesamtüberleben [3, 6]. Der gesicherte Nutzen betrifft vor allem Patientinnen ohne vorherige Immuncheckpoint-Inhibition; für einen Wechsel von Pembrolizumab zu Cemiplimab fehlen randomisierte Wirksamkeitsdaten.
  • Bei nicht resezierbarem oder metastasiertem HER2-positivem, immunhistochemisch 3+ solidem Tumor ist Trastuzumab Deruxtecan nach Vorbehandlung und bei fehlender zufriedenstellender Therapieoption tumoragnostisch EU-zugelassen. Die Indikation soll im molekularen Tumorboard bestätigt werden [12].
  • Topotecan, Vinorelbin, Gemcitabin, Irinotecan oder Pemetrexed können nach Ausschöpfen zugelassener Optionen als individualisierte Salvage-Chemotherapie eingesetzt werden; die Ansprechraten und die Dauer der Krankheitskontrolle sind meist begrenzt.
  • Ifosfamid, Bleomycin, Mitomycin und Anthrazykline gehören beim häufigen Plattenepithel- oder Adenokarzinom (Krebs aus oberflächlichen Deckzellen beziehungsweise Drüsenzellen) nicht zu den bevorzugten modernen Standardschemata.

Wirkstoffe (Hauptindikation)

Wirkstoff Besonderheiten
Cisplatin Standard-Radiosensitizer; Hydratation, Antiemese sowie Kontrolle von Nierenfunktion, Elektrolyten, Gehör und Neuropathie erforderlich.
Carboplatin plus Paclitaxel, INTERLACE-Regime Individuell anzubietende Induktionschemotherapie; keine gesicherten Daten zur Kombination mit Pembrolizumab.
Pembrolizumab bei FIGO 2014 III bis IVA Keine PD-L1-Selektion erforderlich; Immuntoxizitäten (immunbedingte Nebenwirkungen) früh erkennen und leitliniengerecht behandeln.
Pembrolizumab plus platinbasierte Chemotherapie Erstlinie bei persistierendem, rezidiviertem oder metastasiertem Zervixkarzinom und PD-L1 Combined Positive Score ≥ 1. Pembrolizumab im Studienregime für maximal 35 Zyklen.
Bevacizumab EU-Zulassung zusammen mit Paclitaxel und Cisplatin oder, wenn eine platinhaltige Therapie nicht möglich ist, mit Paclitaxel und Topotecan. Die Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel liegt außerhalb der spezifischen Bevacizumab-Zulassung für das Zervixkarzinom und ist Off-Label-Use.
Cemiplimab Nach Progression während oder nach platinhaltiger Chemotherapie; PD-L1-unabhängig. Evidenz überwiegend bei Immuncheckpoint-Inhibitor-naiven Patientinnen.
Tisotumab Vedotin Nach Progression während oder nach systemischer Therapie. Kontrolle der Augen vor jeder Infusion; konservierungsmittelfreie steroidale Augentropfen dreimal täglich ab 1 Tag vor bis 3 Tage nach jeder Infusion, vasokonstriktorische Augentropfen unmittelbar vor der Infusion, Kühlmasken vor, während und bis 30 Minuten nach der Infusion sowie konservierungsmittelfreie befeuchtende Augentropfen während der gesamten Therapie und 30 Tage darüber hinaus.
Trastuzumab Deruxtecan Tumoragnostische EU-Zulassung bei nicht resezierbarem oder metastasiertem HER2-IHC3+-Tumor nach Vorbehandlung und ohne zufriedenstellende Alternative; besonderes Risiko für interstitielle Lungenerkrankung (Erkrankung des Lungenstützgewebes) beziehungsweise Pneumonitis (nichtinfektiöse Lungenentzündung).
  • Wirkweise: Cisplatin und Carboplatin erzeugen DNA-Vernetzungen; Paclitaxel stabilisiert Mikrotubuli; Pembrolizumab und Cemiplimab blockieren PD-1; Bevacizumab hemmt VEGF; Tisotumab Vedotin richtet ein Mikrotubuli-hemmendes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen Tissue Factor; Trastuzumab Deruxtecan richtet ein Topoisomerase-I-hemmendes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat gegen HER2.
  • Indikationen: Cisplatin zur simultanen Radiochemotherapie; Pembrolizumab zur zugelassenen Therapie der FIGO-2014-Stadien III bis IVA und bei PD-L1-positiver persistierender, rezidivierter oder metastasierter Erkrankung; Bevacizumab in geeigneten palliativen Kombinationen; Cemiplimab, Tisotumab Vedotin und bei HER2-IHC3+ Trastuzumab Deruxtecan in definierten Folgelinien.
  • Kontraindikationen: Arzneimittelspezifische Fachinformation beachten. Besonders relevant sind schwere Niereninsuffizienz (eingeschränkte Nierenfunktion) oder ausgeprägte Hörschädigung bei Cisplatin, aktive Autoimmunerkrankung (Erkrankung mit Angriff des Immunsystems auf körpereigenes Gewebe) oder Organtransplantation bei Immuncheckpoint-Inhibitoren, unkontrollierte Hypertonie, relevante Blutung, Fistel, Perforation oder gestörte Wundheilung bei Bevacizumab sowie aktive schwere okuläre Erkrankung bei Tisotumab Vedotin.
  • Nebenwirkungen: Myelosuppression (Unterdrückung der Blutbildung im Knochenmark), Übelkeit, Erbrechen, Nephrotoxizität (nierenschädigende Wirkung), Ototoxizität (gehörschädigende Wirkung) und Neuropathie unter Platin beziehungsweise Taxan; immunvermittelte Pneumonitis, Kolitis (Dickdarmentzündung), Hepatitis (Leberentzündung), Nephritis (Nierenentzündung), Dermatitis (Hautentzündung) und Endokrinopathien (hormonelle Störungen) unter PD-1-Inhibition; Hypertonie, Proteinurie, Thromboembolien (Gefäßverschlüsse durch verschleppte Blutgerinnsel), Blutung, Fistel und Perforation unter Bevacizumab; Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Keratitis (Hornhautentzündung), trockene Augen, Blutungen und Neuropathie unter Tisotumab Vedotin; interstitielle Lungenerkrankung, Myelosuppression, Übelkeit und kardiale Dysfunktion (Störung der Herzfunktion) unter Trastuzumab Deruxtecan.

Beachte

  • Eine definitive Radiochemotherapie darf durch eine vorgeschaltete oder zusätzliche Systemtherapie nicht so verzögert werden, dass die lokale Tumorkontrolle gefährdet wird.
  • Bei Immuncheckpoint-Inhibitoren sind keine Dosisreduktionen vorgesehen; je nach Schweregrad der Immuntoxizität wird die Therapie pausiert oder dauerhaft beendet und gegebenenfalls eine immunsuppressive Behandlung eingeleitet.
  • Vor jeder Bevacizumab-Gabe sind Blutdruck, Proteinurie, Blutungszeichen, Wundheilung sowie Symptome einer Fistel oder gastrointestinalen Perforation zu prüfen.
  • Unter Tisotumab Vedotin ist das vorgeschriebene okuläre Prophylaxeprogramm Bestandteil der Therapie und nicht fakultativ.
  • Während und nach potenziell teratogener (fruchtschädigender) Systemtherapie ist eine zuverlässige Kontrazeption entsprechend der jeweiligen Fachinformation erforderlich.

Red Flags

  • Fieber ≥ 38,0 °C oder klinischer Verdacht auf febrile Neutropenie (Fieber bei stark verminderten neutrophilen weißen Blutkörperchen)
  • Neue Dyspnoe (Atemnot), Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut), Thoraxschmerz (Brustschmerz) oder anhaltender Husten als möglicher Hinweis auf Pneumonitis beziehungsweise interstitielle Lungenerkrankung
  • Schwere Diarrhoe (Durchfall), blutige Stühle, Ikterus (Gelbsucht), ausgeprägte Schwäche, Hypotonie (niedriger Blutdruck) oder Bewusstseinsstörung unter Immuncheckpoint-Inhibition
  • Akute Sehverschlechterung, Augenschmerzen, ausgeprägte Photophobie (Lichtscheu) oder Hornhautbefund (Veränderung der Hornhaut) unter Tisotumab Vedotin
  • Starke vaginale oder gastrointestinale Blutung, akutes Abdomen (plötzlich auftretendes schweres Krankheitsbild des Bauchraums), freie Luft, neu auftretender Urin- oder Stuhlabgang über die Vagina oder hypertensive Krise (lebensbedrohliche Blutdruckentgleisung) unter Bevacizumab

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:

  • Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
  • Spurenelemente (Chrom, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink)
  • Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (Beta-Carotin, Flavonoide (Citrusfrüchte), Lycopin (Tomaten), Proanthocyanidine (Cranberrys), Polyphenole)
  • Weitere Vitalstoffe (probiotische Kulturen: Laktobazillen, Bifidobakterien)

Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.

Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

Abkürzungsverzeichnis

  • AGO – Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie
  • AUC – Area under the curve (Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve)
  • AWMF – Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
  • DHA – Docosahexaensäure
  • DNA – Desoxyribonukleinsäure
  • EMA – European Medicines Agency (Europäische Arzneimittel-Agentur)
  • ENGOT – European Network of Gynaecological Oncological Trial Groups
  • EPA – Eicosapentaensäure
  • ESGO – European Society of Gynaecological Oncology
  • ESP – European Society of Pathology
  • ESTRO – European Society for Radiotherapy and Oncology
  • EU – Europäische Union
  • FIGO – Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique
  • GCIG – Gynecologic Cancer InterGroup
  • GOG – Gynecologic Oncology Group
  • HER2 – Human epidermal growth factor receptor 2
  • IHC – Immunhistochemie
  • i.v. – intravenös
  • LL – Leitlinie
  • PD-1 – Programmed cell death protein 1
  • PD-L1 – Programmed death-ligand 1
  • VEGF – Vascular endothelial growth factor

Literatur

  1. Kim HS et al.: Efficacy of neoadjuvant chemotherapy in patients with FIGO stage IB1 to IIA cervical cancer: an international collaborative meta-analysis. Eur J Surg Oncol. 2013;39(2):115 bis 124. doi: 10.1016/j.ejso.2012.09.003
  2. Gupta S et al.: Neoadjuvant Chemotherapy Followed by Radical Surgery Versus Concomitant Chemotherapy and Radiotherapy in Patients With Stage IB2, IIA, or IIB Squamous Cervical Cancer: A Randomized Controlled Trial. J Clin Oncol. 2018;36(16):1548 bis 1555. doi: 10.1200/JCO.2017.75.9985
  3. Tewari KS et al.: Survival with Cemiplimab in Recurrent Cervical Cancer. N Engl J Med. 2022;386(6):544 bis 555. doi: 10.1056/NEJMoa2112187
  4. Colombo N et al.: Pembrolizumab for Persistent, Recurrent, or Metastatic Cervical Cancer. N Engl J Med. 2021;385(20):1856 bis 1867. doi: 10.1056/NEJMoa2112435
  5. Monk BJ et al. First-Line Pembrolizumab + Chemotherapy Versus Placebo + Chemotherapy for Persistent, Recurrent, or Metastatic Cervical Cancer: Final Overall Survival Results of KEYNOTE-826. J Clin Oncol. 2023;41(36):5505 bis 5511. doi: 10.1200/JCO.23.00914
  6. Oaknin A et al.: Cemiplimab in recurrent cervical cancer: Final analysis of overall survival in the phase III EMPOWER-Cervical 1/GOG-3016/ENGOT-cx9 trial. Eur J Cancer. 2025;216:115146. doi: 10.1016/j.ejca.2024.115146
  7. Vergote I et al.: Tisotumab Vedotin as Second- or Third-Line Therapy for Recurrent Cervical Cancer. N Engl J Med. 2024;391(1):44 bis 55. doi: 10.1056/NEJMoa2313811
  8. Lorusso D et al.: Pembrolizumab or placebo with chemoradiotherapy followed by pembrolizumab or placebo for newly diagnosed, high-risk, locally advanced cervical cancer (ENGOT-cx11/GOG-3047/KEYNOTE-A18): overall survival results from a randomised, double-blind, placebo-controlled, phase 3 trial. Lancet. 2024;404(10460):1321 bis 1332. doi: 10.1016/S0140-6736(24)01808-7
  9. McCormack M et al. Induction chemotherapy followed by standard chemoradiotherapy versus standard chemoradiotherapy alone in patients with locally advanced cervical cancer (GCIG INTERLACE): an international, multicentre, randomised phase 3 trial. Lancet. 2024;404(10462):1525 bis 1535. doi: 10.1016/S0140-6736(24)01438-7
  10. Tempfer C et al.: Statement of the Uterus Commission of the Gynecological Oncology Working Group (AGO) on Neoadjuvant Chemotherapy Prior to Definitive Radiochemotherapy in Patients with Locally Advanced Cervical Cancer. Geburtsh Frauenheilk. 2024;84(6):523 bis 528. doi: 10.1055/a-2279-3163
  11. Mileshkin LR et al.: Adjuvant chemotherapy following chemoradiotherapy as primary treatment for locally advanced cervical cancer versus chemoradiotherapy alone (OUTBACK): an international, open-label, randomised, phase 3 trial. Lancet Oncol. 2023;24(5):468 bis 482. doi: 10.1016/S1470-2045(23)00147-X
  12. Meric-Bernstam F et al.: Efficacy and Safety of Trastuzumab Deruxtecan in Patients With HER2-Expressing Solid Tumors: Primary Results From the DESTINY-PanTumor02 Phase II Trial. J Clin Oncol. 2024;42(1):47 bis 58. doi: 10.1200/JCO.23.02005
  13. Tewari KS et al.: Bevacizumab for advanced cervical cancer: final overall survival and adverse event analysis of a randomised, controlled, open-label, phase 3 trial (Gynecologic Oncology Group 240). Lancet. 2017;390(10103):1654 bis 1663. doi: 10.1016/S0140-6736(17)31607-0

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom. (AWMF-Registernummer: 032-033OL), Version 2.2, März 2022. Langfassung [LL1]
  2. ESGO/ESTRO/ESP Guidelines for the management of patients with cervical cancer: Update 2023. Int J Gynecol Cancer. 2023;33(5):649-666. doi: 10.1136/ijgc-2023-004429 [LL2]

Hinweis: Die Version 3 der deutschen S3-Leitlinie liegt am 26. September 2026 noch nicht als autorisierte Finalfassung vor; ihre Konsultationsfassung wurde daher nicht als Leitliniengrundlage verwendet.

Fachinformationen

  1. European Medicines Agency. Keytruda (Pembrolizumab): Produktinformation. Fachinformation
  2. European Medicines Agency. Avastin (Bevacizumab): Produktinformation. Fachinformation
  3. European Medicines Agency. Libtayo (Cemiplimab): Produktinformation. Fachinformation
  4. European Medicines Agency. Tivdak (Tisotumab Vedotin): Produktinformation. Fachinformation
  5. European Medicines Agency. Enhertu (Trastuzumab Deruxtecan): Produktinformation. Fachinformation