Virale Hirnhautentzündung (virale Meningitis) – Differentialdiagnosen
Atmungssystem (J00-J99)
- Akute bakterielle Rhinosinusitis (bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung) mit intrakranieller Komplikation (Komplikation im Schädelinneren) – bei Fieber, Kopfschmerz, fokal-neurologischen Defiziten (örtlich begrenzten Nervenausfällen), epileptischen Anfällen (Krampfanfällen) oder Bewusstseinsstörung; insbesondere bei subduralem Empyem (Eiteransammlung unter der harten Hirnhaut), epiduralem Empyem (Eiteransammlung über der harten Hirnhaut), Hirnabszess (Eiteransammlung im Gehirn) oder Sinus-cavernosus-Thrombose (Blutgerinnsel in einem venösen Blutleiter an der Schädelbasis)
- Mastoiditis (Entzündung des Warzenfortsatzes) mit intrakranieller Ausbreitung (Ausbreitung in das Schädelinnere) – bei Otalgie (Ohrenschmerz), Otorrhoe (Ohrausfluss), retroaurikulärer Schwellung (Schwellung hinter dem Ohr), Fieber, Meningismus (Nackensteifigkeit durch Hirnhautreizung) oder fokal-neurologischer Symptomatik (örtlich begrenzten Nervenausfällen)
- Pneumonie (Lungenentzündung) mit sekundärer bakterieller Meningitis (bakterieller Hirnhautentzündung) – insbesondere bei Pneumokokkeninfektion, Sepsiszeichen (Anzeichen einer Blutvergiftung), Vigilanzminderung (verminderter Wachheit) oder schwerem Allgemeinzustand
Blut, blutbildende Organe – Immunsystem (D50-D90)
- Immundefizienz (Abwehrschwäche) mit opportunistischer Meningitis (Hirnhautentzündung durch Erreger bei Abwehrschwäche) – insbesondere bei Humanes-Immundefizienz-Virus-Infektion (HIV-Infektion), Organtransplantation, immunsuppressiver Therapie (Behandlung zur Unterdrückung des Immunsystems) oder hämatologischer Neoplasie (Blutkrebserkrankung); relevant für Kryptokokkenmeningitis (Hirnhautentzündung durch Kryptokokken), tuberkulöse Meningitis (Hirnhautentzündung durch Tuberkulose), Listerienmeningitis (Hirnhautentzündung durch Listerien) und andere opportunistische Erreger
Herzkreislaufsystem (I00-I99)
- Intrakranielle Blutung (Blutung im Schädelinneren) – bei akutem Kopfschmerz, Erbrechen, Meningismus, Bewusstseinsstörung oder fokal-neurologischem Defizit (örtlich begrenztem Nervenausfall); insbesondere bei atypischer Liquorkonstellation (auffälliger Zusammensetzung des Nervenwassers) oder fehlendem infektiösem Prodrom (fehlenden Vorzeichen einer Infektion)
- Septische Sinusvenenthrombose (infektiöses Blutgerinnsel in Hirnvenen) – bei Kopfschmerz, Fieber, Meningismus, Papillenödem (Schwellung des Sehnervenkopfes), epileptischen Anfällen oder fokal-neurologischen Defiziten; mögliche Komplikation von Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Otitis (Ohrenentzündung) oder Mastoiditis
- Subarachnoidalblutung (Blutung unter der Spinnengewebshaut) – bei Donnerschlagkopfschmerz, Vernichtungskopfschmerz, Meningismus, Synkope (Ohnmacht), Bewusstseinsstörung, Erbrechen oder Nackensteifigkeit; muss insbesondere bei abruptem Symptombeginn ausgeschlossen werden
Infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99)
- Akute Humanes-Immundefizienz-Virus-Infektion – kann als aseptische Meningitis (nicht-eitrige Hirnhautentzündung) mit Fieber, Kopfschmerz, Exanthem (Hautausschlag), Lymphadenopathie (Lymphknotenschwellung) und mononukleoseähnlicher Symptomatik (pfeiffersches-Drüsenfieber-ähnlichen Beschwerden) imponieren
- Bakterielle Meningitis – wichtigste akut bedrohliche Differentialdiagnose (Abgrenzungsdiagnose); insbesondere bei hohem Fieber, schwerem Krankheitsgefühl, Bewusstseinsstörung, petechialem Exanthem (punktförmigem Hautausschlag), Sepsiszeichen, neutrophiler Liquorpleozytose (Vermehrung neutrophiler Abwehrzellen im Nervenwasser), erniedrigter Liquorglucose (erniedrigtem Zuckerwert im Nervenwasser) oder erhöhtem Lactat (erhöhtem Milchsäurewert)
- Borrelienneuroborreliose (Nervenborreliose) – bei lymphozytärer Meningitis (Hirnhautentzündung mit Vermehrung von Lymphozyten), radikulären Schmerzen (von Nervenwurzeln ausgehenden Schmerzen), Fazialisparese (Gesichtsnervenlähmung), Zeckenexposition (Zeckenkontakt) oder Erythema migrans (Wanderröte) in der Anamnese (Krankengeschichte)
- Brucellose mit Neurobrucellose (Befall des Nervensystems durch Brucellen) – bei subakuter oder chronischer Meningitis (langsam beginnender oder länger anhaltender Hirnhautentzündung), Fieber, Nachtschweiß, Arthralgien (Gelenkschmerzen), beruflicher Tierexposition (beruflichem Tierkontakt) oder Verzehr nicht pasteurisierter Milchprodukte
- Ehrlichiose/Anaplasmose mit zentralnervöser Beteiligung (Beteiligung von Gehirn und Rückenmark) – bei Fieber, Kopfschmerz, Exanthem oder Zeckenexposition; häufiger mit Leukopenie (Verminderung weißer Blutkörperchen), Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchen) und Transaminasenerhöhung (Erhöhung von Leberwerten)
- Fungale Meningitis (Hirnhautentzündung durch Pilze) – insbesondere Kryptokokkenmeningitis, Coccidioidomykose-Meningitis (Hirnhautentzündung durch Coccidioides-Pilze) oder Histoplasmose-Meningitis (Hirnhautentzündung durch Histoplasma-Pilze); relevant bei Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems), subakutem Verlauf, Hirndruckzeichen (Zeichen eines erhöhten Drucks im Schädel) oder atypischer Liquorkonstellation
- Leptospirose mit aseptischer Meningitis – bei Fieber, Myalgien (Muskelschmerzen), Konjunktivalinjektion (Bindehautrötung), Ikterus (Gelbsucht), Nierenbeteiligung oder Exposition gegenüber kontaminiertem Wasser beziehungsweise Tierurin
- Listerienmeningitis – insbesondere bei höherem Lebensalter, Schwangerschaft, Immunsuppression, Alkoholkrankheit oder schwerer Komorbidität (Begleiterkrankung); kann klinisch einer viralen Meningitis ähneln
- Meningitis bei Herpes-simplex-Virus-Infektion – differenzialdiagnostisch gegenüber Herpes-simplex-Virus-Enzephalitis (Gehirnentzündung durch Herpes-simplex-Viren) abzugrenzen; kritisch bei Bewusstseinsstörung, fokal-neurologischen Defiziten, Aphasie (Sprachstörung), epileptischen Anfällen oder temporaler Beteiligung (Beteiligung des Schläfenlappens)
- Meningitis bei Varizella-Zoster-Virus-Infektion – auch ohne typisches Zosterexanthem (Gürtelrose-Ausschlag) möglich; relevant bei radikulären Schmerzen, Hirnnervenbeteiligung (Beteiligung der Kopfnerven), Vaskulopathie (Gefäßerkrankung) oder Immunsuppression
- Meningokokkenmeningitis beziehungsweise Meningokokkensepsis (Blutvergiftung durch Meningokokken) – bei Petechien (punktförmigen Hautblutungen), Purpura (flächenhaften Hautblutungen), Schockzeichen, rascher Verschlechterung oder Kontaktanamnese (Angaben zu Kontaktpersonen); notfallmäßige Abgrenzung erforderlich
- Parasitär bedingte Meningoenzephalitis (Hirnhaut- und Gehirnentzündung durch Parasiten) – insbesondere primäre Amöbenmeningoenzephalitis (Hirnhaut- und Gehirnentzündung durch Amöben) nach Süßwasserexposition oder eosinophile Meningitis (Hirnhautentzündung mit Vermehrung eosinophiler Abwehrzellen) nach entsprechender Reise- beziehungsweise Expositionsanamnese (Angaben zu Belastungen oder Kontakten)
- Rickettsiosen, einschließlich Rocky-Mountain-Fleckfieber – bei Fieber, Kopfschmerz, Exanthem, Zeckenexposition und möglicher Meningoenzephalitis; reisemedizinische und regionale Exposition berücksichtigen
- Syphilitische Meningitis beziehungsweise Neurosyphilis (Befall des Nervensystems durch Syphilis) – bei subakuter Meningitis, Hirnnervenparesen (Lähmungen von Kopfnerven), okulärer Beteiligung (Augenbeteiligung), Hörstörung, Risikokonstellation oder positiver Syphilis-Serologie (Antikörpernachweis auf Syphilis)
- Tuberkulöse Meningitis – bei subakutem Verlauf, prodromalem Krankheitsgefühl (Vorbotenbeschwerden), Hirnnervenparesen, basaler Meningitis (Hirnhautentzündung an der Schädelbasis), Hydrozephalus (Wasserkopf), Immunsuppression, Migrations- oder Expositionsanamnese
- Zerebrale Malaria (Malaria des Gehirns) – bei Fieber, Kopfschmerz, Bewusstseinsstörung, Krampfanfällen oder Koma (tiefer Bewusstlosigkeit) nach Aufenthalt in Malaria-Endemiegebieten (Gebieten mit regelmäßigem Malariavorkommen); insbesondere bei Plasmodium-falciparum-Malaria
Muskel-Skelett-System und Bindegewebe (M00-M99)
- Behçet-Syndrom mit Neuro-Behçet (Beteiligung des Nervensystems beim Behçet-Syndrom) – bei rezidivierenden oralen und genitalen Ulzera (wiederkehrenden Geschwüren im Mund und Genitalbereich), Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut), Hautmanifestationen (Hauterscheinungen), Meningitis- oder Meningoenzephalitisbild
- Granulomatose mit Polyangiitis (entzündliche Gefäßerkrankung) mit zentralnervöser Beteiligung – bei chronischer Rhinosinusitis (chronischer Nasennebenhöhlenentzündung), pulmonaler oder renaler Beteiligung (Beteiligung von Lunge oder Nieren), systemischer Entzündung und pachymeningitischer Manifestation (Beteiligung der harten Hirnhaut)
- Sarkoidose mit Neurosarkoidose (Befall des Nervensystems bei Sarkoidose) – bei subakuter oder chronischer Meningitis, Hirnnervenparesen, Hypophysenbeteiligung (Beteiligung der Hirnanhangsdrüse), pulmonaler Sarkoidose (Sarkoidose der Lunge) oder systemischen granulomatösen Manifestationen (knötchenbildenden Krankheitserscheinungen im Körper)
- Systemischer Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung des Bindegewebes) mit aseptischer Meningitis – bei Autoimmunanamnese (Vorgeschichte einer Autoimmunerkrankung), Exanthem, Arthralgien, Zytopenien (Verminderung von Blutzellen), Nierenbeteiligung oder Antikörpernachweis; auch medikamentenassoziiert möglich
Neubildungen – Tumorerkrankungen (C00-D48)
- Hirntumor mit meningealer Reizung (Reizung der Hirnhäute) – bei progredientem Kopfschmerz (zunehmendem Kopfschmerz), fokal-neurologischen Defiziten, epileptischen Anfällen, Hirndruckzeichen oder atypischem Verlauf
- Leptomeningeale Metastasierung beziehungsweise Meningeosis carcinomatosa (Befall der Hirnhäute durch Tumorzellen) – bei bekannter Tumorerkrankung, multifokalen neurologischen Ausfällen (an mehreren Stellen auftretenden Nervenausfällen), Hirnnervenparesen, radikulären Schmerzen oder persistierender lymphozytärer Liquorpleozytose (anhaltender Vermehrung von Lymphozyten im Nervenwasser)
- Meningeales Lymphom beziehungsweise Leukämie mit meningealer Beteiligung (Beteiligung der Hirnhäute) – bei hämatologischer Grunderkrankung (Blutgrunderkrankung), Immunsuppression, Hirnnervenparesen, radikulären Symptomen (Nervenwurzelsymptomen) oder atypischer Liquorzytologie (ungewöhnlichem Zellbefund im Nervenwasser)
Ohren – Warzenfortsatz (H60-H95)
- Akute Otitis media (akute Mittelohrentzündung) mit intrakranieller Komplikation – bei Ohrenschmerz, Otorrhoe, Fieber, Mastoiditiszeichen (Zeichen einer Entzündung des Warzenfortsatzes), Meningismus oder neurologischen Ausfällen
- Cholesteatom (chronisch einwachsendes Hautgewebe im Mittelohr) mit intrakranieller Komplikation – bei chronischer Otorrhoe, Hörminderung, Schwindel, Fazialisparese oder Zeichen eines Hirnabszesses beziehungsweise Empyems
Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)
- Autoimmune Enzephalitis (autoimmun bedingte Gehirnentzündung) – bei psychiatrischer Erstmanifestation (ersten psychischen Krankheitszeichen), epileptischen Anfällen, Dyskinesien (Bewegungsstörungen), Gedächtnisstörung, autonomer Instabilität (Störung unwillkürlicher Körperfunktionen) oder subakuter Bewusstseinsstörung
- Enzephalitis (Gehirnentzündung) – gegenüber isolierter viraler Meningitis abzugrenzen bei Bewusstseinsstörung, Verhaltensänderung, epileptischen Anfällen, fokal-neurologischen Defiziten oder pathologischer Bildgebung (auffälliger Untersuchung mit bildgebenden Verfahren)
- Hirnabszess – bei Fieber, Kopfschmerz, fokal-neurologischen Defiziten, epileptischen Anfällen, Immunsuppression, Endokarditis (Herzinnenhautentzündung), Sinusitis, Otitis oder dentalem Fokus (Entzündungsherd an den Zähnen)
- Meningoenzephalitis – bei Kombination von Meningismus mit Zeichen einer Hirnparenchymbeteiligung (Beteiligung des Gehirngewebes); insbesondere bei Herpes-simplex-Virus, Varizella-Zoster-Virus, Arboviren, Listerien, Tuberkulose oder Autoimmunenzephalitis
- Migräne mit meningismusähnlicher Symptomatik – bei rezidivierenden Kopfschmerzepisoden (wiederkehrenden Kopfschmerzanfällen), Photophobie (Lichtscheu), Übelkeit, Aura (neurologischen Vorzeichen) oder fehlenden Entzündungszeichen; Diagnose erst nach Ausschluss bedrohlicher Ursachen
- Subdurales Empyem beziehungsweise epidurales Empyem – bei Fieber, Kopfschmerz, fokal-neurologischen Defiziten, epileptischen Anfällen oder rascher klinischer Verschlechterung; häufig im Zusammenhang mit Sinusitis, Otitis oder Mastoiditis
Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (O00-O99)
- Eklampsie (Krampfanfall bei Schwangerschaftsvergiftung) beziehungsweise Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) mit neurologischer Symptomatik – bei Schwangerschaft oder Wochenbett, Kopfschmerz, Sehstörungen, Hypertonie (Bluthochdruck), Krampfanfällen oder Bewusstseinsstörung; kann initial eine Meningitis imitieren
- Peripartale Listerieninfektion (Listerieninfektion um die Geburt herum) mit Meningitis – bei Schwangerschaft oder Wochenbett, Fieber, meningitischer Symptomatik (Beschwerden einer Hirnhautentzündung) oder septischem Krankheitsbild (Krankheitsbild einer Blutvergiftung)
Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind (R00-R99)
- Fieber unklarer Genese (Fieber unklarer Ursache) mit Kopfschmerz – bei fehlender Liquorpleozytose (fehlender Zellvermehrung im Nervenwasser) oder fehlendem Nachweis einer zentralnervösen Infektion (Infektion von Gehirn oder Rückenmark); systemische Infektionen (Infektionen des ganzen Körpers) und nichtinfektiöse Entzündungsursachen abgrenzen
- Meningismus ohne Meningitis – bei Nackensteifigkeit durch Schmerz, Muskelspasmus (Muskelverkrampfung), degenerative Halswirbelsäulenerkrankung (verschleißbedingte Erkrankung der Halswirbelsäule) oder systemische Infektion ohne Liquorentzündung (Entzündung im Nervenwasser)
Ursachen (äußere) von Morbidität und Mortalität (V01-Y84)
- Postoperative beziehungsweise postinterventionelle Meningitis (Hirnhautentzündung nach Operation beziehungsweise Eingriff) – nach neurochirurgischem Eingriff (Operation am Nervensystem), Liquordrainage (Ableitung von Nervenwasser), Shuntanlage (Anlage einer Ableitung), Schädelbasisverletzung, Lumbalpunktion (Entnahme von Nervenwasser aus dem Wirbelkanal) oder intrathekaler Therapie (Behandlung im Nervenwasserraum); bakterielle oder chemische Genese (Ursache) abzugrenzen
Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)
- Schädel-Hirn-Trauma (Kopfverletzung mit Beteiligung des Gehirns) mit meningealer Reizung – bei Kopfschmerz, Erbrechen, Bewusstseinsstörung, Liquorrhoe (Austritt von Nervenwasser), intrakranieller Blutung oder posttraumatischer Infektion (Infektion nach Verletzung)
Medikamente
- Arzneimittelinduzierte aseptische Meningitis (durch Medikamente ausgelöste nicht-eitrige Hirnhautentzündung) – insbesondere nach nichtsteroidalen Antirheumatika (entzündungshemmenden Schmerzmitteln), Trimethoprim/Sulfamethoxazol, Beta-Lactam-Antibiotika, Immunglobulinen (Abwehrstoffen), monoklonalen Antikörpern oder intrathekaler Medikation (Medikamentengabe in den Nervenwasserraum); typischerweise zeitlicher Zusammenhang mit Medikamentenexposition und Rückbildung nach Absetzen
- Immuncheckpoint-Inhibitor-assoziierte Meningitis oder Meningoenzephalitis – bei onkologischer Immuntherapie (Krebsbehandlung mit Aktivierung des Immunsystems), Kopfschmerz, Fieber, Meningismus, Bewusstseinsstörung oder gleichzeitigen immunvermittelten Nebenwirkungen (durch das Immunsystem ausgelösten Nebenwirkungen)
Umweltbelastungen – Intoxikationen (Vergiftungen)
- Chemische Meningitis (Hirnhautentzündung durch chemische Reizung) – nach intrathekaler Substanzexposition (Einbringen einer Substanz in den Nervenwasserraum), Ruptur einer Epidermoid- oder Dermoidzyste (Platzen einer Gewebezyste), Fremdmaterial, Kontrastmittel oder neurochirurgischer Intervention (Eingriff am Nervensystem); infektiöse Meningitis muss ausgeschlossen werden