Vergiftungen (Intoxikationen) – Differentialdiagnosen

Infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99)

  • Bartonellose (Katzenkratzkrankheit) – wichtige Differenzialdiagnose der ulzeroglandulären bzw. okuloglandulären Tularämie mit regionaler Lymphadenopathie
  • Brucellose – bei fieberhafter Systemerkrankung und entsprechender Tierexposition insbesondere gegenüber der typhoidalen Tularämie abzugrenzen
  • Cytomegalievirus-Infektion – bei mononukleoseähnlichem Krankheitsbild mit Fieber und Lymphadenopathie
  • Infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber) – insbesondere bei oropharyngealer Manifestation mit Fieber, Tonsillitis und zervikaler Lymphadenopathie
  • Legionellose (Legionärskrankheit) – Differenzialdiagnose der pneumonischen Tularämie bei atypischer Pneumonie
  • Milzbrand (Anthrax) – kutaner Anthrax kann mit Inokulationsläsion, ausgeprägtem Ödem und regionaler Lymphadenopathie eine ulzeroglanduläre Tularämie imitieren
  • Mykobakteriosen durch nichttuberkulöse Mykobakterien – insbesondere bei chronischer bzw. abszedierender zervikaler Lymphadenitis
  • Pest – insbesondere die Beulenpest bei akuter fieberhafter Erkrankung mit ausgeprägter regionaler Lymphadenopathie
  • Psittakose (Ornithose) – bei atypischer Pneumonie und entsprechender Vogelanamnese gegenüber der pneumonischen Tularämie abzugrenzen
  • Q-Fieber – bei fieberhafter Zoonose mit Pneumonie bzw. systemischem Krankheitsbild
  • Rickettsiosen, insbesondere Tick-borne lymphadenopathy (TIBOLA)/Dermacentor-borne necrosis erythema and lymphadenopathy (DEBONEL)/Scalp eschar and neck lymphadenopathy after tick bite (SENLAT) – nach Zeckenstich mit Inokulationseschare und regionaler, meist zervikaler Lymphadenopathie besonders wichtige Differenzialdiagnose der ulzeroglandulären Tularämie
  • Sporotrichose – lymphokutane Verlaufsform mit primärer Hautläsion und entlang der Lymphbahnen fortschreitenden Knoten
  • Staphylokokkeninfektionen – bakterielle Haut- und Weichteilinfektionen bzw. Lymphadenitis mit lokaler Entzündungsreaktion
  • Streptokokkeninfektionen – insbesondere bakterielle Tonsillopharyngitis und regionale Lymphadenitis bei oropharyngealer Tularämie
  • Tuberkulose – insbesondere bei granulomatöser oder chronisch einschmelzender Lymphadenitis bzw. pulmonaler Manifestation