Sklerodermie – Medikamentöse Therapie

Allgemeine Therapieziele

  • Linderung der Beschwerden und Sicherung der Lebensqualität.
  • Erhalt der Beweglichkeit und Organfunktion.
  • Vermeidung beziehungsweise Behandlung von Gefäßkomplikationen, Fibrose (krankhafte Vermehrung und Verhärtung von Bindegewebe) und entzündlichen Organmanifestationen (Krankheitserscheinungen an inneren Organen).

Einordnung der Erkrankungsformen

Die zirkumskripte Sklerodermie (Morphea) (örtlich begrenzte Verhärtung von Haut und hautnahem Gewebe) ist von der systemischen Sklerose (SSc) (Bindegewebserkrankung, die Haut, Gefäße und innere Organe betreffen kann) zu unterscheiden. Bei Morphea können neben der Haut auch hautnahe Strukturen wie Subkutis (Unterhaut), Faszien (Bindegewebshüllen), Muskulatur, Gelenke und Knochen betroffen sein; ein Übergang in eine systemische Sklerose ist nicht zu erwarten [LL1].

Bei der systemischen Sklerose bezeichnet die Einteilung in limitierte und diffuse kutane SSc die Ausdehnung der Hautbeteiligung. Beide Formen können innere Organe betreffen. Die medikamentöse Behandlung richtet sich deshalb nach den tatsächlich vorliegenden Organmanifestationen, ihrer Aktivität, ihrem Schweregrad und ihrem Verlauf [LL2, LL3].

Die nachfolgenden Dosierungen beziehen sich auf Erwachsene. Bei Kindern, eingeschränkter Organfunktion, Schwangerschaft und relevanten Wechselwirkungen ist eine gesonderte Therapieplanung erforderlich. Anwendungen außerhalb der jeweiligen Zulassung sind als Off-Label-Anwendung gekennzeichnet.

Zirkumskripte Sklerodermie: Therapieempfehlungen

  • Begrenzte aktive Hautmanifestationen: Zeitlich begrenzte Behandlung mit potenten topischen Glucocorticoiden. Okklusive oder intraläsionale Anwendungen kommen nur nach dermatologischer Beurteilung infrage [LL1].
  • Ausgedehnte oberflächliche Hautbeteiligung: Eine Phototherapie (Behandlung mit Licht), insbesondere mit UVA1, kann erwogen werden. Sie ersetzt bei tiefem oder funktionell bedrohlichem Befall keine erforderliche Systemtherapie [LL1].
  • Schwere, progrediente, lineare oder muskuloskelettale Manifestationen: Methotrexat ist die Systemtherapie der ersten Wahl; in der aktiven Phase können vorübergehend systemische Glucocorticoide ergänzt werden. Nach Erreichen einer Remission (Rückgang der Krankheitsaktivität) soll Methotrexat mindestens zwölf Monate fortgeführt werden [LL1].
  • Unzureichendes Ansprechen oder Unverträglichkeit: Mycophenolatmofetil, Mycophenolsäure oder Abatacept können als zweite Wahl eingesetzt werden; diese Anwendungen erfolgen off-label [LL1].
  • Eosinophile Fasziitis (entzündliche Erkrankung der Bindegewebshüllen): Systemische Glucocorticoide sind eine wichtige Therapieoption; bei unzureichendem Ansprechen oder erhöhtem Steroidbedarf kann Methotrexat ergänzt werden. Die Behandlung ist von derjenigen der systemischen Sklerose abzugrenzen [LL1].

Topische Glucocorticoide

Wirkstoff Besonderheiten
Mometasonfuroat, beispielhaft für ein potentes topisches Glucocorticoid Bei aktiven, begrenzten Morphea-Läsionen (krankhaft veränderten Hautstellen); präparatespezifische Anwendungsdauer beachten. Anwendung bei Morphea off-label. Keine unkontrollierte Langzeit- oder Okklusionsbehandlung [LL1, FI1].
  • Wirkweise: Lokale Hemmung entzündlicher Reaktionen.
  • Indikationen: Begrenzte entzündlich aktive Morphea; keine Behandlung einer systemischen Organbeteiligung [LL1].
  • Kontraindikationen: Unbehandelte lokale Infektionen und weitere präparatespezifische Gegenanzeigen; nicht auf offene Wunden auftragen [FI1].
  • Nebenwirkungen: Hautatrophie (Ausdünnung der Haut), Teleangiektasien (sichtbar erweiterte kleine Blutgefäße), Striae (Dehnungsstreifen) und lokale Infektionen; bei großflächiger oder okklusiver Anwendung auch systemische Glucocorticoidwirkungen [FI1].

Systemische Sklerose: organbezogene Therapieempfehlungen

  • Raynaud-Phänomen (anfallsartige Durchblutungsstörung vor allem der Finger): Dihydropyridin-Calciumantagonisten, insbesondere Nifedipin, sind die medikamentöse erste Wahl. Bei unzureichender Wirkung können PDE-5-Hemmer eingesetzt werden; bei schwerem Verlauf trotz oraler Therapie kommt intravenöses Iloprost infrage. ACE-Hemmer sind keine gleichwertige Standardalternative zur Raynaud-Therapie [LL2, LL3].
  • Digitale Ulzera (Geschwüre an Fingern oder Zehen): PDE-5-Hemmer und/oder intravenöses Iloprost zur Behandlung aktiver Ulzera. Bosentan dient der Verringerung neuer digitaler Ulzera und beschleunigt die Heilung bestehender Ulzera nicht zuverlässig. Akute kritische digitale Ischämie (bedrohlicher Durchblutungsmangel an Fingern oder Zehen) erfordert eine dringliche spezialisierte Behandlung; Infektion und andere behandelbare Ursachen sind zusätzlich zu berücksichtigen [LL2, LL3, FI4].
  • Hautfibrose (Verhärtung der Haut durch vermehrtes Bindegewebe): Methotrexat, Mycophenolatmofetil oder Rituximab können eingesetzt werden. Bei begleitender ILD ist Mycophenolatmofetil häufig besonders geeignet. Tocilizumab kann bei früher entzündlicher diffuser kutaner SSc erwogen werden; der primäre Hautendpunkt der Phase-III-Studie wurde jedoch nicht erreicht [1, 3, 5, 7, 8, LL2].
  • Interstitielle Lungenerkrankung (SSc-ILD) (Erkrankung des Lungengewebes mit möglicher Vernarbung): Mycophenolatmofetil ist eine häufig bevorzugte initiale Immunsuppression. Cyclophosphamid oder Rituximab sind weitere Optionen. Die Wahl richtet sich unter anderem nach Krankheitsaktivität, Progressionsrisiko, Verträglichkeit und Begleitmanifestationen [2, 5, 7, LL2, LL4].
  • Tocilizumab bei SSc-ILD: Die ERS/EULAR-Leitlinie empfiehlt Tocilizumab besonders bei früher diffuser kutaner SSc mit erhöhten Entzündungsmarkern oder kürzlich progredienter Hautfibrose. Diese Empfehlung ist auf die entsprechende Patientengruppe bezogen; die Anwendung bei SSc erfolgt in der EU off-label [8, LL4, FI9].
  • Antifibrotische Behandlung der SSc-ILD: Nintedanib kann allein oder zusammen mit Mycophenolatmofetil eingesetzt werden. Es verlangsamt den Verlust der Lungenfunktion, ersetzt aber keine gegebenenfalls erforderliche Behandlung entzündlicher Manifestationen. Ein vorangegangener Progressionsnachweis ist für die zugelassene Indikation SSc-ILD nicht grundsätzlich erforderlich [6, LL2, LL4, FI10].
  • Pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) (Bluthochdruck in den Lungenarterien): Nach hämodynamischer Sicherung und Abgrenzung anderer Ursachen der pulmonalen Hypertonie (Bluthochdruck im Lungenkreislauf) erfolgt eine risikoadaptierte Behandlung im spezialisierten Zentrum. Häufig wird initial ein Endothelin-Rezeptorantagonist mit einem PDE-5-Hemmer kombiniert. Bei hohem Risiko beziehungsweise schwerer rechtsventrikulärer Beeinträchtigung (Funktionsstörung der rechten Herzkammer) ist eine Kombination unter Einschluss eines intravenösen oder subkutanen Prostacyclins erforderlich. Weitere Optionen sind Selexipag oder ein geeigneter Wechsel auf Riociguat; Riociguat darf nicht mit PDE-5-Hemmern kombiniert werden [LL2, LL6].
  • Neuere PAH-Therapie: Sotatercept ist als Zusatz zu anderen PAH-Therapien bei Erwachsenen der WHO-Funktionsklassen II, III und IV zugelassen. Es kann bei entsprechender Indikation auch bei SSc-assoziierter PAH eingesetzt werden. Es ist keine allgemeine antifibrotische SSc-Therapie [10, FI17].
  • Antikoagulation (medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung): Eine routinemäßige Antikoagulation allein wegen einer SSc-assoziierten PAH wird nicht empfohlen. Andere eigenständige Indikationen sind gesondert zu beurteilen [LL2, LL6].
  • Sklerodermie-Renalkrise (SRC) (akute gefährliche Nierenkomplikation der systemischen Sklerose): ACE-Hemmer unmittelbar nach Diagnosestellung beginnen und unter stationärer Überwachung titrieren. Ein initialer Kreatininanstieg oder eine notwendige Dialyse (Blutwäsche) sind keine automatische Begründung für das Absetzen. ACE-Hemmer sollen nicht allein zur prophylaktischen Verhinderung einer Renalkrise verordnet werden [LL2, LL3, LL5].
  • Gastrointestinale Manifestationen (Krankheitserscheinungen im Magen-Darm-Trakt): Protonenpumpenhemmer bei gastroösophagealer Refluxkrankheit (Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre mit Beschwerden oder Schäden) und refluxbedingten Komplikationen; ausgewählte Prokinetika bei symptomatischen Motilitätsstörungen (Störungen der Bewegungsabläufe im Verdauungstrakt). Bei symptomatischer bakterieller Dünndarmfehlbesiedlung (übermäßiger oder untypischer Bakterienbesiedlung des Dünndarms) kommen zeitlich begrenzte Antibiotikakuren, bei Rezidiven (erneutem Auftreten) gegebenenfalls wechselnde Regime infrage [LL2, LL3, LL5].
  • Arthritis (Gelenkentzündung) und Myositis (Muskelentzündung): Bei entzündlicher Gelenkbeteiligung kann Methotrexat eingesetzt werden. Eine Myositis oder ein Überlappungssyndrom (gleichzeitiges Auftreten von Merkmalen mehrerer rheumatischer Erkrankungen) erfordert eine eigenständige, möglichst steroidsparende Therapieplanung. Glucocorticoide sind bei SSc keine routinemäßige Behandlung von Arthralgien (Gelenkschmerzen) [LL2, LL3, LL5].
  • Herzbeteiligung: Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und Herzrhythmusstörungen werden entsprechend ihrer jeweiligen Ursache behandelt. Bei entzündlicher Myokardbeteiligung (Beteiligung des Herzmuskels) kann eine interdisziplinär festgelegte Immunsuppression erforderlich sein; eine pauschale Glucocorticoidtherapie ist nicht angezeigt [LL3, LL5].
  • Schwere progrediente diffuse SSc: Bei sorgfältig ausgewählten Patienten kann eine autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation (Übertragung eigener blutbildender Stammzellen) erwogen werden. Die Entscheidung erfolgt im erfahrenen Zentrum nach umfassender kardiopulmonaler Risikoprüfung [LL2, LL3, LL5].

Glucocorticoide: besondere Risiken bei systemischer Sklerose

Systemische Glucocorticoide sind weder eine Basistherapie der Hautfibrose noch eine routinemäßige Behandlung der SSc-ILD. Ihre Anwendung ist mit einem erhöhten Risiko einer Sklerodermie-Renalkrise assoziiert. Besonders kritisch sind höhere Dosierungen: Bereits oberhalb von 10 mg Prednisolonäquivalent täglich ist besondere Zurückhaltung geboten; die historische Fall-Kontroll-Studie zeigte eine Risikoassoziation bei mindestens 15 mg täglich. Eine sicher risikofreie Dosisschwelle ist nicht belegt [9, LL5].

Falls eine eigenständige entzündliche Indikation, beispielsweise eine relevante Überlappungsmyositis (Muskelentzündung im Rahmen sich überlappender rheumatischer Erkrankungen), Glucocorticoide erforderlich macht, sind die niedrigste wirksame Dosis, eine möglichst kurze Exposition und eine frühzeitige steroidsparende Behandlung anzustreben. Blutdruck und Nierenfunktion müssen engmaschig überwacht werden. Ein neu auftretender Blutdruckanstieg oder Hinweise auf eine akute Nierenschädigung erfordern umgehend eine Abklärung [LL2, LL3, LL5].

Einordnung älterer Therapieoptionen

  • D-Penicillamin: Keine empfohlene krankheitsmodifizierende Standardtherapie der SSc; fehlender überzeugender Nutzen und relevante Toxizität sprechen gegen einen routinemäßigen Einsatz [LL3, LL5].
  • Ciclosporin: Keine bevorzugte Therapie der SSc-Hautfibrose; wegen Nephrotoxizität (nierenschädigender Wirkung) und möglichem Renalkrisenrisiko besonders problematisch [LL3, LL5].
  • Azathioprin: Keine gleichwertige Standardalternative zu Mycophenolatmofetil für Hautfibrose oder SSc-ILD. Ein Einsatz kann bei ausgewählten Begleit- oder Überlappungsmanifestationen begründet sein [LL2, LL3].
  • Calcitonin, Prazosin und Alprostadil: Keine bevorzugten Standardtherapien der SSc-assoziierten digitalen Vaskulopathie (Erkrankung der Gefäße an Fingern oder Zehen). Die vorrangigen Optionen sind Calciumantagonisten, PDE-5-Hemmer, intravenöses Iloprost und indikationsgerecht Bosentan [LL2, LL3].
  • Nitrathaltige Lokalpräparate: Allenfalls ausgewählte zusätzliche symptomatische Anwendung; wegen systemischer Aufnahme und Hypotonierisiko (Risiko eines zu niedrigen Blutdrucks) keine Kombination mit PDE-5-Hemmern [LL3, FI2].
  • Cyclophosphamid und Überleben: Die ältere Beobachtungsstudie beschrieb eine Assoziation mit besserer Lungenfunktion und Überleben. Daraus lässt sich kein gesicherter Überlebensvorteil für alle Patienten mit SSc-ILD ableiten [2, 4, 5].

Calciumantagonisten

Wirkstoff Besonderheiten
Nifedipin, vorzugsweise retardiert Erste Wahl bei SSc-assoziiertem Raynaud-Phänomen. Präparatespezifische Dosierung und Zulassung beachten; Blutdruck und mögliche Refluxverstärkung berücksichtigen [LL2, LL3].
  • Wirkweise: Hemmung des Calcium-Einstroms in die glatte Gefäßmuskulatur mit arterieller Vasodilatation.
  • Indikationen: SSc-assoziiertes Raynaud-Phänomen [LL2, LL3].
  • Kontraindikationen: Präparatespezifische Gegenanzeigen, insbesondere kardiogener Schock (Kreislaufversagen durch unzureichende Herzleistung); bei ausgeprägter Hypotonie (zu niedrigem Blutdruck) ist eine Behandlung häufig nicht tolerierbar.
  • Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Flush (plötzliche Hautrötung mit Wärmegefühl), Schwindel, Hypotonie, Knöchelödeme (Flüssigkeitseinlagerungen an den Knöcheln) und gegebenenfalls verstärkter Reflux.

Phosphodiesterase-5-Hemmer

Wirkstoff Besonderheiten
Sildenafil Bei Raynaud-Phänomen und digitalen Ulzera off-label; bei PAH zugelassene Anwendung. Keine Kombination mit Nitraten oder Riociguat [LL2, FI2].
  • Wirkweise: Verstärkung der cGMP-vermittelten Gefäßrelaxation.
  • Indikationen: Raynaud-Phänomen, aktive digitale Ulzera sowie PAH im Rahmen einer spezialisierten Behandlung [LL2, FI2].
  • Kontraindikationen: Gleichzeitige Anwendung von Nitraten, NO-Donatoren oder Riociguat; schwere Hypotonie und weitere fachinformationsabhängige Gegenanzeigen [FI2].
  • Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Flush, Dyspepsie (Verdauungsbeschwerden im Oberbauch), Diarrhoe (Durchfall), Hypotonie und Sehstörungen [FI2].

Prostacyclin-Analoga

Wirkstoff Besonderheiten
Iloprost intravenös Bei schwerem Raynaud-Phänomen und digitalen Ulzera off-label. Blutdruck und Herzfrequenz überwachen; bei relevanter Leber- oder Nierenfunktionsstörung Dosisanpassung prüfen [LL2, LL3, FI3].
Epoprostenol intravenös Bei schwerer PAH; Dauertherapie über geeignetes Infusionssystem. Keine abrupten Unterbrechungen wegen Gefahr einer lebensbedrohlichen Verschlechterung [LL2, LL6, FI16].
  • Wirkweise: Vasodilatation und Hemmung der Thrombozytenaggregation; Epoprostenol senkt den pulmonalen Gefäßwiderstand.
  • Indikationen: Iloprost bei schwerer digitaler Vaskulopathie; Epoprostenol bei entsprechend schwerer PAH [LL2, LL6].
  • Kontraindikationen: Substanzspezifische Gegenanzeigen beachten. Für intravenöses Iloprost unter anderem Schwangerschaft, relevante Blutungsrisiken und bestimmte schwere Herzerkrankungen; für Epoprostenol unter anderem Herzinsuffizienz infolge schwerer linksventrikulärer Dysfunktion (Funktionsstörung der linken Herzkammer) [FI3, FI16].
  • Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Flush, Hypotonie, Übelkeit, Diarrhoe und Blutungen; bei kontinuierlicher Infusion zusätzlich katheterassoziierte Infektionen (Infektionen im Zusammenhang mit einem Gefäßkatheter) und technische Infusionskomplikationen [FI3, FI16].

Endothelin-Rezeptorantagonisten

Wirkstoff Besonderheiten
Bosentan Zur Verringerung neuer digitaler Ulzera bei SSc mit bestehenden digitalen Ulzera sowie indikationsgerecht bei PAH. Keine gesicherte Beschleunigung der Heilung bestehender Ulzera. Leberwerte vor Beginn und monatlich kontrollieren; Hämoglobin regelmäßig überprüfen. Hormonelle Kontrazeption allein ist nicht ausreichend zuverlässig [LL2, FI4].
  • Wirkweise: Blockade der Endothelin-Rezeptoren mit Hemmung der endothelinvermittelten Vasokonstriktion.
  • Indikationen: Prävention neuer digitaler Ulzera und PAH entsprechend der Zulassung [FI4].
  • Kontraindikationen: Schwangerschaft, mittelschwere oder schwere Leberfunktionsstörung, relevante Transaminasenerhöhung vor Therapiebeginn sowie gleichzeitige Anwendung von Ciclosporin [FI4].
  • Nebenwirkungen: Leberwerterhöhungen, Flüssigkeitsretention, Ödeme (Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe), Anämie (Blutarmut), Kopfschmerzen und Hypotonie [FI4].

Aktivin-Signalweg-Inhibitoren bei PAH

Wirkstoff Besonderheiten
Sotatercept Zusatztherapie bei PAH der WHO-Funktionsklassen II, III und IV. Hämoglobin und Thrombozyten vor den ersten fünf Gaben, bei instabilen Werten länger, anschließend regelmäßig kontrollieren. Besondere Beachtung des Blutungsrisikos bei SSc [10, FI17].
  • Wirkweise: Ligandenfalle für Aktivin und weitere Liganden des Aktivin-Rezeptors Typ IIA; Modulation proliferativer Signalwege der pulmonalen Gefäße [FI17].
  • Indikationen: PAH bei Erwachsenen in Kombination mit anderen PAH-Therapien; keine Behandlung der SSc-Hautfibrose oder SSc-ILD [FI17].
  • Kontraindikationen: Dauerhaft weniger als 50 × 109 Thrombozyten/l vor Behandlungsbeginn sowie Überempfindlichkeit. In der Schwangerschaft nicht anwenden [FI17].
  • Nebenwirkungen: Hämoglobinanstieg, Thrombozytopenie (verminderte Zahl der Blutplättchen), Epistaxis (Nasenbluten), Teleangiektasien, Blutdruckanstieg und schwere Blutungen [FI17].

Antimetaboliten und weitere konventionelle Immunsuppressiva

Wirkstoff Besonderheiten
Methotrexat Bei schwerer Morphea sowie SSc-Hautfibrose und entzündlicher Gelenkbeteiligung off-label. Ausschließlich wöchentliche Anwendung; keine tägliche Einnahme. Keine etablierte Therapie der SSc-ILD [1, 3, LL1, LL2, FI5].
Mycophenolatmofetil Bei SSc-ILD und Hautfibrose sowie als Alternative bei schwerer Morphea off-label. In SLS II bessere Verträglichkeit als orales Cyclophosphamid. Blutbild und Organfunktion kontrollieren; strenge Vorgaben zur Schwangerschaftsverhütung beachten [5, LL1, LL2, FI6].
  • Wirkweise: Methotrexat wirkt immunmodulierend und antiinflammatorisch; Mycophenolat hemmt die Purinsynthese und insbesondere die Lymphozytenproliferation.
  • Indikationen: Methotrexat bei schwerer Morphea, Hautfibrose und Arthritis; Mycophenolatmofetil bei SSc-ILD und Hautfibrose sowie ausgewählten therapierefraktären Morphea-Verläufen [LL1, LL2, LL4].
  • Kontraindikationen: Schwangerschaft; substanzspezifisch unter anderem schwere Infektionen, relevante Knochenmarkdepression (Unterdrückung der Blutbildung) und bei Methotrexat schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung. Die Vorgaben für Stillzeit und Kontrazeption sind zu beachten [FI5, FI6].
  • Nebenwirkungen: Zytopenien (verminderte Zahl bestimmter Blutzellen), Infektionen und gastrointestinale Beschwerden; Methotrexat zusätzlich Hepatotoxizität (leberschädigende Wirkung), Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut) und selten Pneumonitis (entzündliche Schädigung des Lungengewebes); Mycophenolatmofetil insbesondere Diarrhoe und ausgeprägte Embryotoxizität (schädigende Wirkung auf das ungeborene Kind) [FI5, FI6].

Alkylierende Immunsuppressiva

Wirkstoff Besonderheiten
Cyclophosphamid Bei ausgewählten schweren SSc-ILD-Verläufen off-label. Intravenöse Behandlung häufig bevorzugt, um die kumulative Exposition zu begrenzen. Blutbild-, Urin- und Organfunktionskontrollen; Uroprotektion und Fertilitätserhalt berücksichtigen [2, 5, LL4, FI7].
  • Wirkweise: Alkylierung der DNA mit Hemmung proliferierender Immunzellen.
  • Indikationen: Ausgewählte schwere oder progrediente SSc-ILD und weitere organbedrohliche entzündliche Manifestationen nach Zentrumsentscheidung [LL3, LL4].
  • Kontraindikationen: Schwangerschaft, schwere Knochenmarkdepression, akute schwere Infektionen sowie relevante Harnabflussstörungen oder Zystitis (Blasenentzündung) entsprechend der Fachinformation [FI7].
  • Nebenwirkungen: Myelosuppression (Hemmung der Blutbildung im Knochenmark), Infektionen, hämorrhagische Zystitis (Blasenentzündung mit Blutungen), Infertilität (Unfruchtbarkeit), Alopezie (Haarausfall) und erhöhtes Risiko sekundärer Malignome (später auftretender bösartiger Tumoren); bei hoher Exposition auch Kardiotoxizität (herzschädigende Wirkung) [FI7].

Biologika

Wirkstoff Besonderheiten
Rituximab Bei SSc-Hautfibrose und SSc-ILD off-label. Vor Beginn insbesondere Hepatitis-B-Status, Immunglobuline und Impfstatus prüfen; Infusionsüberwachung erforderlich [7, LL2, LL4, FI8].
Tocilizumab Bei ausgewählter früher entzündlicher diffuser SSc, insbesondere mit ILD, off-label in der EU. Blutbild und Leberwerte kontrollieren; Tuberkulose-Screening vor Beginn. CRP und Fieberreaktion können trotz schwerer Infektion vermindert sein [8, LL2, LL4, FI9].
  • Wirkweise: Rituximab bewirkt eine CD20-vermittelte B-Zell-Depletion; Tocilizumab blockiert den IL-6-Rezeptor.
  • Indikationen: Rituximab bei Hautfibrose und SSc-ILD; Tocilizumab besonders bei SSc-ILD mit früher diffuser kutaner SSc und entzündlicher beziehungsweise kürzlich progredienter Hautmanifestation [LL2, LL4].
  • Kontraindikationen: Aktive schwere Infektionen und substanzspezifische Gegenanzeigen; bei Rituximab zusätzlich schwere Immunschwäche, bei Tocilizumab relevante hämatologische oder hepatische Auffälligkeiten gemäß Fachinformation [FI8, FI9].
  • Nebenwirkungen: Infektionen und Zytopenien; Rituximab zusätzlich Infusionsreaktionen, Hypogammaglobulinämie (verminderte Menge bestimmter Antikörper im Blut) und Hepatitis-B-Reaktivierung (erneute Aktivierung einer bestehenden Hepatitis-B-Infektion); Tocilizumab zusätzlich Transaminasenanstieg und gastrointestinale Perforation (Durchbruch der Magen- oder Darmwand), insbesondere bei Divertikulitis (Entzündung von Ausstülpungen der Darmwand) [FI8, FI9].

Antifibrotische Tyrosinkinase-Inhibitoren

Wirkstoff Besonderheiten
Nintedanib Zugelassen bei SSc-ILD. Verlangsamt den FVC-Abfall; kein gesicherter Nutzen für die Hautfibrose. Kombination mit Mycophenolatmofetil möglich. Leberwerte vor Beginn, im ersten Monat und anschließend regelmäßig kontrollieren [6, LL2, LL4, FI10].
  • Wirkweise: Hemmung mehrerer an fibroproliferativen Prozessen beteiligter Tyrosinkinasen.
  • Indikationen: SSc-ILD; weitere zugelassene fibrosierende Lungenerkrankungen entsprechend der Fachinformation [FI10].
  • Kontraindikationen: Schwangerschaft und Überempfindlichkeit. Bei mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen; Blutungs- und Perforationsrisiken berücksichtigen [FI10].
  • Nebenwirkungen: Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust und Leberwerterhöhungen; außerdem Blutungen und selten gastrointestinale Perforationen [FI10].

Systemische Glucocorticoide bei gesonderter entzündlicher Indikation

Wirkstoff Besonderheiten
Prednison beziehungsweise Prednisolon Keine Basistherapie der SSc-Hautfibrose oder SSc-ILD. Bei Morphea und eosinophiler Fasziitis bestehen andere Indikationsbedingungen. Bei SSc besonderes Renalkrisenrisiko [9, LL1, LL5, FI11].
  • Wirkweise: Breite Hemmung entzündlicher und immunologischer Reaktionen.
  • Indikationen: Ausgewählte entzündliche Überlappungsmanifestationen bei SSc; zeitlich begrenzte Zusatztherapie bei schwerer aktiver Morphea sowie Behandlung der eosinophilen Fasziitis [LL1, LL5].
  • Kontraindikationen: Präparatespezifische Gegenanzeigen und erhebliche infektiologische Risiken; bei SSc besonders strenge Nutzen-Risiko-Abwägung wegen der Renalkrise [LL5, FI11].
  • Nebenwirkungen: Renalkrise bei SSc, Infektionen, Hyperglykämie (erhöhter Blutzucker), Osteoporose (Knochenschwund), arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), Myopathie (Muskelerkrankung) und Nebennierenrindensuppression (Unterdrückung der körpereigenen Cortisolbildung) [9, LL5, FI11].

ACE-Hemmer bei Sklerodermie-Renalkrise

Wirkstoff Besonderheiten
Captopril Kurz wirksam und gut titrierbar, insbesondere bei normotensiver oder hämodynamisch instabiler SRC. Stationäre Behandlung; Blutdruck, Kalium und Nierenfunktion engmaschig kontrollieren. Keine alleinige prophylaktische Anwendung zur Verhinderung einer SRC [LL3, FI12].
  • Wirkweise: Hemmung der Angiotensin-II-Bildung und des Bradykininabbaus.
  • Indikationen: Unverzügliche Behandlung der Sklerodermie-Renalkrise; weitere eigenständige kardiovaskuläre Indikationen gesondert beurteilen [LL2, LL3].
  • Kontraindikationen: Angioödem (plötzlich auftretende Schwellung von Haut oder Schleimhäuten) unter ACE-Hemmern und weitere präparatespezifische Gegenanzeigen; im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimenon kontraindiziert [FI12].
  • Nebenwirkungen: Hypotonie, Hyperkaliämie (erhöhter Kaliumgehalt im Blut), Husten, Kreatininanstieg und Angioödem. Bei SRC darf ein Kreatininanstieg nicht isoliert zu einem vorschnellen Absetzen führen [LL3, FI12].

Protonenpumpenhemmer

Wirkstoff Besonderheiten
Pantoprazol Behandlung von GERD und refluxbedingten Komplikationen. Keine pauschale Ulkusprophylaxe für jeden Patienten mit SSc. Bei Dauertherapie Indikation und niedrigste wirksame Dosis regelmäßig prüfen [LL2, LL3, FI13].
  • Wirkweise: Hemmung der gastralen Protonenpumpe und Verminderung der Säuresekretion.
  • Indikationen: Symptomatische GERD und Refluxösophagitis (Entzündung der Speiseröhre durch zurückfließenden Mageninhalt) [LL2, FI13].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; relevante Wechselwirkungen und Einschränkungen bei schwerer Leberfunktionsstörung beachten [FI13].
  • Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden und Kopfschmerzen; bei längerer Anwendung unter anderem Hypomagnesiämie (verminderter Magnesiumgehalt im Blut) und selten interstitielle Nephritis (Entzündung des Nierenzwischengewebes) [FI13].

Prokinetisch wirksame Dopaminantagonisten

Wirkstoff Besonderheiten
Domperidon Zugelassen zur Besserung von Übelkeit und Erbrechen; Anwendung bei SSc-bedingter Gastroparese (verzögerter Magenentleerung) oder anderen Motilitätsstörungen off-label. Keine unkritische Langzeitbehandlung; kardiales Risiko und Wechselwirkungen vor Beginn prüfen [LL3, FI14].
  • Wirkweise: Periphere Dopamin-D2-Rezeptorblockade mit antiemetischer und prokinetischer Wirkung.
  • Indikationen: Ausgewählte symptomatische gastrointestinale Motilitätsstörungen nach fachärztlicher Beurteilung; zugelassen bei Übelkeit und Erbrechen [LL3, FI14].
  • Kontraindikationen: QT-Verlängerung, relevante Elektrolytstörungen (Störungen der Blutsalze), bestimmte Herzerkrankungen, mittelschwere oder schwere Leberfunktionsstörung, mechanische Obstruktion (Verschluss des Verdauungstrakts) sowie gleichzeitige Anwendung bestimmter QT-verlängernder Arzneimittel oder starker CYP3A4-Hemmer [FI14].
  • Nebenwirkungen: QT-Verlängerung und ventrikuläre Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen aus den Herzkammern) bis zum plötzlichen Herztod; Hyperprolaktinämie (erhöhte Prolaktinwirkung mit möglichen hormonellen Beschwerden) und Mundtrockenheit [FI14].

Antibiotika bei bakterieller Dünndarmfehlbesiedlung

Wirkstoff Besonderheiten
Rifaximin Bei symptomatischer bakterieller Dünndarmfehlbesiedlung off-label. Keine dauerhafte empirische Antibiotikatherapie ohne erneute Beurteilung. Evidenz bei SSc begrenzt [11, LL2, LL5, FI15].
  • Wirkweise: Hemmung der bakteriellen RNA-Synthese bei überwiegend intestinaler Wirkung.
  • Indikationen: Symptomatische bakterielle Dünndarmfehlbesiedlung bei SSc nach entsprechender Abklärung [LL2, LL5].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Rifaximin oder andere Rifamycine sowie intestinale Obstruktion (Darmverschluss) gemäß Fachinformation [FI15].
  • Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden, Überempfindlichkeitsreaktionen und mögliche antibiotikaassoziierte Diarrhoe; bei wiederholten Kuren Resistenzentwicklung berücksichtigen [FI15].

Therapiesicherheit und Verlaufskontrollen

  • Organbezogene Verlaufskontrolle: Hautbefund, digitale Ulzera, Lungenfunktion und weitere betroffene Organe regelmäßig beurteilen. Eine Therapieeskalation richtet sich nach objektivierbarer Aktivität oder Progression und Verträglichkeit [LL3, LL4].
  • Immunsuppression: Blutbild, Leber- und Nierenfunktion sowie Infektionsrisiken überwachen; Impfstatus möglichst vor Therapiebeginn optimieren. Eine Pneumocystis-Prophylaxe (Vorbeugung einer bestimmten opportunistischen Lungenentzündung) ist abhängig von Intensität und Kombination der Immunsuppression individuell zu prüfen [FI5, FI6, FI7, FI8, FI9].
  • Schwangerschaft und Fertilität: Therapieplanung vor einer Schwangerschaft; substanzspezifische Kontrazeptions- und Absetzfristen beachten. Bei Cyclophosphamid Fertilitätserhalt vor Beginn besprechen [FI4, FI5, FI6, FI7, FI10, FI17].
  • Kombinationstherapien: Additive Hypotonie, Infektionsrisiken, gastrointestinale Unverträglichkeit und hepatotoxische Wirkungen berücksichtigen. Nitrate und Riociguat dürfen nicht mit PDE-5-Hemmern kombiniert werden [FI2, FI4, FI6, FI10].

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für die Gesundheit von Sehnen, Bändern und Faszien sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:

  • Vitamine (A, C, E, D3, K, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
  • Mineralstoffe (Calcium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor)
  • Spurenelemente (Chrom, Eisen, Fluorid, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink)
  • Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA); Omega-6-Fettsäuren: Linolsäure)
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (Curcumin, Bromelain aus Ananas-Extrakt)
  • Weitere Vitalstoffe (Chondroitinsulfat, Glucosaminsulfat, Kollagene)

Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.

Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

Abkürzungen

  • ACE: Angiotensin-konvertierendes Enzym.
  • ALA: Alpha-Linolensäure.
  • AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.
  • CD20: Oberflächenmerkmal bestimmter B-Lymphozyten.
  • cGMP: cyclisches Guanosinmonophosphat.
  • CRP: C-reaktives Protein.
  • CYP3A4: Enzym des Cytochrom-P450-Systems.
  • DESIRES: Studienbezeichnung einer Untersuchung zu Rituximab bei systemischer Sklerose.
  • DHA: Docosahexaensäure.
  • DNA: Desoxyribonukleinsäure.
  • EPA: Eicosapentaensäure.
  • ERS: European Respiratory Society; Europäische Gesellschaft für Atemwegsmedizin.
  • ESC: European Society of Cardiology; Europäische Gesellschaft für Kardiologie.
  • EU: Europäische Union.
  • EULAR: European Alliance of Associations for Rheumatology; europäischer Zusammenschluss rheumatologischer Fachgesellschaften.
  • FI: Fachinformation.
  • FVC: forcierte Vitalkapazität; bei kräftiger Ausatmung ausatembares Luftvolumen.
  • GERD: gastroösophageale Refluxkrankheit.
  • IL-6: Interleukin 6.
  • ILD: interstitielle Lungenerkrankung.
  • i.v.: intravenös; in eine Vene.
  • KG: Körpergewicht.
  • LL: Leitlinie.
  • NO: Stickstoffmonoxid.
  • PAH: pulmonale arterielle Hypertonie.
  • PDE-5: Phosphodiesterase 5.
  • QT: Abschnitt im Elektrokardiogramm, der die elektrische Erregung und Erholung der Herzkammern abbildet.
  • RNA: Ribonukleinsäure.
  • SLS II: Scleroderma Lung Study II; klinische Studie zur Lungenbeteiligung bei systemischer Sklerose.
  • SRC: Scleroderma Renal Crisis; Sklerodermie-Renalkrise.
  • SSc: systemische Sklerose.
  • SSc-ILD: mit systemischer Sklerose verbundene interstitielle Lungenerkrankung.
  • UVA1: langwellige ultraviolette A-Strahlung.
  • WHO: World Health Organization; Weltgesundheitsorganisation.

Literatur

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Leitlinien

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  3. S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der systemischen Sklerose. (AWMF-Registernummer: 060-014). Version 1.1, Juli 2025. Kurzfassung; Langfassung [LL3].
  4. Antoniou KM et al.: ERS/EULAR clinical practice guidelines for connective tissue disease-associated interstitial lung disease. Eur Respir J. 2026;67(1):2402533. Online publiziert September 2025. doi: 10.1183/13993003.02533-2024; Volltext [LL4].
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Fachinformationen

  1. Momecutan Salbe 1 mg/g: Mometasonfuroat. Fachinformation [FI1].
  2. Revatio 20 mg Filmtabletten: Sildenafil. Fachinformation [FI2].
  3. Ilomedin 20 µg/1 ml: Iloprost, intravenöse Anwendung. Fachinformation [FI3].
  4. Tracleer 62,5 mg und 125 mg Filmtabletten: Bosentan. Stand September 2025. Fachinformation [FI4].
  5. metex 50 mg/ml Injektionslösung: Methotrexat. Stand August 2026. Fachinformation [FI5].
  6. CellCept: Mycophenolatmofetil. Produktinformation, aktualisiert Mai 2026. Fachinformation [FI6].
  7. Endoxan Lyophilisat: Cyclophosphamid. Fachinformation [FI7].
  8. MabThera i.v.: Rituximab. Stand Februar 2026. Fachinformation [FI8].
  9. RoActemra 162 mg Fertigspritze: Tocilizumab. Stand Februar 2026. Fachinformation [FI9].
  10. Ofev Weichkapseln: Nintedanib. Fachinformation [FI10].
  11. Prednison acis: Prednison. Stand April 2026. Fachinformation [FI11].
  12. Captopril AbZ 12,5 mg Tabletten: Captopril. Stand März 2026. Fachinformation [FI12].
  13. Pantoprazol dura 40 mg magensaftresistente Tabletten: Pantoprazol. Fachinformation [FI13].
  14. Domperidon-ratiopharm 10 mg Filmtabletten: Domperidon. Stand September 2025. Fachinformation [FI14].
  15. Xifaxan: Rifaximin. Fachinformation [FI15].
  16. Veletri: Epoprostenol. Stand Juli 2025. Fachinformation [FI16].
  17. Winrevair: Sotatercept. Stand Juni 2026. Fachinformation [FI17].