Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) – Medikamentöse Therapie

Therapieziele

  • Linderung der Beschwerden und Wiederherstellung der nasalen Ventilation sowie der mukoziliären Clearance (Selbstreinigung der Atemwegsschleimhaut)
  • Kontrolle der lokalen Entzündungsreaktion (örtliche Entzündung) und Verbesserung von Riechvermögen und Lebensqualität
  • Gezielte Eradikation (Beseitigung) bakterieller Erreger bei hinreichend wahrscheinlicher bzw. gesicherter bakterieller Infektion
  • Vermeidung orbitaler (die Augenhöhle betreffender), ossärer (den Knochen betreffender) und intrakranieller (innerhalb des Schädels gelegener) Komplikationen sowie von Rezidiven (Wiederauftreten der Erkrankung)
  • Vermeidung einer nicht indizierten Antibiotika- und systemischen Glucocorticoidtherapie

Therapieempfehlungen

Grundsatz: Die Pharmakotherapie richtet sich nach Verlaufsform und Phänotyp (Erscheinungsform) der Rhinosinusitis (Entzündung der Nase und Nasennebenhöhlen). Zu unterscheiden sind die akute Rhinosinusitis (ARS; Dauer < 12 Wochen) mit viraler (durch Viren verursachter), postviraler (nach einer Virusinfektion auftretender) oder bakterieller Genese (Entstehungsursache), die rezidivierende (wiederkehrende) akute Rhinosinusitis (RARS) sowie die chronische (lang andauernde) Rhinosinusitis (CRS; Dauer ≥ 12 Wochen) ohne Nasenpolypen (Schleimhautwucherungen) (CRSsNP) oder mit Nasenpolypen (CRSwNP; synonym CRScNP). Die CRS ist primär eine chronisch-entzündliche Erkrankung und nicht regelhaft Ausdruck einer persistierenden (anhaltenden) bakteriellen Infektion [LL1, LL2].

Beachte: Der früher verwendete Begriff „chronische bakterielle Sinusitis“ sollte nicht als generelle Bezeichnung der CRS verwendet werden. Systemische Antibiotika sind bei einer stabilen CRS ohne akute bakterielle Exazerbation (Verschlechterung) keine routinemäßige Therapie [3, LL1, LL2].

Akute Rhinosinusitis (ARS)

Die ARS ist durch das plötzliche Auftreten typischer sinonasaler (Nase und Nasennebenhöhlen betreffender) Beschwerden mit vollständiger Rückbildung innerhalb von höchstens 12 Wochen gekennzeichnet [LL1].

  • Akute virale Rhinosinusitis: Erkältungssymptomatik über weniger als 10 Tage ohne klinische Verschlechterung [LL1].
  • Akute postvirale Rhinosinusitis: Zunahme der Beschwerden nach dem 5. Krankheitstag oder Persistenz über mehr als 10 Tage [LL1].
  • Akute bakterielle Rhinosinusitis (ABRS): Eine bakterielle Genese ist insbesondere bei Kombination mehrerer Kriterien wahrscheinlicher: ausgeprägter einseitiger lokaler Schmerz, purulentes (eitriges) bzw. verfärbtes Sekret, Fieber > 38 °C, erhöhte Entzündungsparameter und biphasischer Verlauf (zweiphasiger Krankheitsverlauf) („double sickening“) [LL1].

Beachte: Eine eitrige oder verfärbte Nasensekretion allein beweist keine bakterielle Infektion. Auch ein positiver Nasenabstrich oder ein Sekretspiegel bzw. eine Verschattung in der Bildgebung stellen isoliert keine Indikation für eine Antibiotikatherapie dar. Bei unkomplizierter ARS ist eine routinemäßige Bildgebung nicht indiziert [LL1, LL2, LL8].

Akute virale und postvirale Rhinosinusitis

  • Antibiotika: nicht indiziert [LL1, LL2].
  • Analgetika: bei Bedarf Paracetamol oder ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR), sofern keine Kontraindikationen bestehen [LL2].
  • Intranasale Glucocorticoide (INS): können insbesondere bei postviraler ARS und ausgeprägter nasaler Symptomatik eingesetzt werden; der durchschnittliche symptomatische Zusatznutzen ist moderat [14, LL1, LL2].
  • Nasenspülungen: isotone Kochsalzlösung kann zur symptomatischen Behandlung eingesetzt werden [LL1, LL2].
  • Topische α-Sympathomimetika: können bei ausgeprägter nasaler Obstruktion (Verstopfung der Nase) kurzfristig zur Symptomlinderung angewendet werden; wegen des Risikos einer Rhinitis medicamentosa (durch abschwellende Nasenmittel verursachte Nasenschleimhautschwellung) im Regelfall maximal 5–7 Tage.
  • Antihistaminika: kein routinemäßiger Einsatz bei nichtallergischer ARS; bei gleichzeitig bestehender allergischer Rhinitis (allergischem Schnupfen) entsprechend deren Indikationsstellung.
  • Systemische Glucocorticoide: bei unkomplizierter viraler oder postviraler ARS nicht routinemäßig indiziert [LL1].
  • Mukolytika/Sekretolytika: Für N-Acetylcystein, Bromhexin und Ambroxol besteht keine ausreichende Evidenz für eine routinemäßige Behandlung der ARS.

Akute bakterielle Rhinosinusitis (ABRS) bei Erwachsenen

Eine ABRS ist bei Erwachsenen insbesondere anzunehmen, wenn typische Symptome mindestens 10 Tage ohne Besserung persistieren oder sich nach einer initialen Besserung erneut verschlechtern. Bei unkomplizierter ABRS soll bei gewährleisteter Verlaufskontrolle zunächst ein abwartendes Vorgehen ohne Antibiotikatherapie („watchful waiting“) angeboten werden. Bei fehlender Besserung innerhalb von etwa 3–5 Tagen nach Diagnosestellung bzw. bei jederzeitiger Verschlechterung ist eine antibiotische Therapie einzuleiten [LL2].

Eine primäre Antibiotikatherapie ist insbesondere zu erwägen bei:

  • schwerem Krankheitsbild bzw. ausgeprägter systemischer (den gesamten Körper betreffender) Beeinträchtigung [LL1, LL2]
  • deutlicher klinischer Verschlechterung bzw. progredientem (fortschreitendem) Verlauf [LL1, LL2]
  • Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems) oder relevant erhöhtem Komplikationsrisiko [LL2]
  • drohenden oder manifesten (bereits aufgetretenen) orbitalen bzw. intrakraniellen Komplikationen [LL1, LL2]

Bei fehlender klinischer Besserung oder Verschlechterung nach 3–5 Tagen einer adäquaten Antibiotikatherapie sollen Diagnose und Adhärenz (Therapietreue) überprüft, Komplikationen ausgeschlossen und bei bestätigter ABRS das Antibiotikum gewechselt werden [LL2].

Antibiotika bei unkomplizierter ABRS des Erwachsenen

Wirkstoff Stellenwert/Besonderheiten
Amoxicillin Bevorzugte Erstlinientherapie bei ansonsten gesunden Erwachsenen mit leichter bis mittelschwerer unkomplizierter ABRS; Therapiedauer in der Regel 5–7 Tage [LL2]
Amoxicillin + Clavulansäure Erstlinientherapie bei erhöhtem Risiko für β-Lactamase-bildende bzw. resistente Erreger, schwererem Verlauf, höherem Lebensalter, relevanter Komorbidität (Begleiterkrankung), Immunsuppression, kürzlicher Hospitalisierung (Krankenhausbehandlung) oder vorausgegangener Antibiotikatherapie; Therapiedauer in der Regel 5–7 Tage [LL2]
  • Penicillinallergie: Bei bestätigter Typ-I-Penicillinallergie kann Doxycyclin beim Erwachsenen als Alternative eingesetzt werden; Dosierung und Kontraindikationen gemäß Fachinformation. Bei lediglich anamnestisch (aus der Krankengeschichte) angegebener Penicillinallergie sollte die Allergiediagnose nach Möglichkeit überprüft werden [LL2].
  • Makrolide: Azithromycin und Clarithromycin sind wegen relevanter Resistenzraten von Streptococcus pneumoniae nicht als routinemäßige empirische Initialtherapie der ABRS zu empfehlen [LL2].
  • Cotrimoxazol: wegen hoher Resistenzraten von Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae nicht als routinemäßige empirische Initialtherapie empfohlen [LL2].
  • Fluorchinolone: Levofloxacin und Moxifloxacin sind bei unkomplizierter ABRS keine Erstlinientherapie. Wegen des Risikos schwerwiegender, lang anhaltender und möglicherweise irreversibler (nicht rückgängig zu machender) Nebenwirkungen dürfen systemische Fluorchinolone bei leichter bis mittelschwerer ABRS nur eingesetzt werden, wenn üblicherweise empfohlene Antibiotika als ungeeignet erachtet werden [LL2, SI1].

Akute bakterielle Rhinosinusitis bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 1–18 Jahren ist eine ABRS insbesondere bei persistierender Erkrankung über mehr als 10 Tage ohne Besserung, Verschlechterung nach initialer Besserung oder schwerem Beginn mit Fieber ≥ 39 °C und purulenter Rhinorrhoe (eitrigem Nasenausfluss) über mindestens 3 aufeinanderfolgende Tage wahrscheinlich [LL8].

  • Schwerer Beginn oder sich verschlechternder Verlauf: antibiotische Therapie [LL8].
  • Persistierender, aber nicht schwerer Verlauf: entweder sofortige Antibiotikatherapie oder zusätzliche klinische Beobachtung für bis zu 3 Tage; bei fehlender Besserung oder Verschlechterung Beginn der Antibiotikatherapie [LL8].
  • Erste Wahl: Amoxicillin mit oder ohne Clavulansäure [LL8].
  • Amoxicillin: bei unkomplizierter leichter bis mittelschwerer Erkrankung ohne erhöhtes Resistenzrisiko 45 mg/kg KG/d in 2 Einzelgaben; bei relevantem Resistenzrisiko kann eine Hochdosis von 80–90 mg/kg KG/d in 2 Einzelgaben erforderlich sein [LL8].
  • Amoxicillin/Clavulansäure: insbesondere bei mittelschwerem bis schwerem Verlauf, Alter unter 2 Jahren, kürzlicher Antibiotikatherapie oder anderen Resistenzrisiken; Hochdosis bezogen auf die Amoxicillin-Komponente 80–90 mg/kg KG/d in 2 Einzelgaben [LL8].
  • Therapiekontrolle: Bei Verschlechterung oder fehlender Besserung innerhalb von 72 Stunden erneute klinische Beurteilung und ggf. Änderung bzw. Einleitung der antibiotischen Therapie [LL8].
  • Wirksamkeit: Eine Metaanalyse mit insgesamt 956 Kindern zeigte eine geringere Rate an Therapieversagen unter Antibiotika; etwa sechs Kinder mussten antibiotisch behandelt werden, um bei einem Kind ein Therapieversagen zu verhindern. Diarrhoen (Durchfälle) traten unter Antibiotika häufiger auf [1].
  • Amoxicillin versus Amoxicillin/Clavulansäure: Eine große Kohortenstudie (Beobachtungsstudie an einer Personengruppe) zeigte keinen relevanten Unterschied beim Therapieversagen, jedoch mehr gastrointestinale (Magen-Darm-) Nebenwirkungen und Candidosen (Pilzinfektionen durch Candida) unter Amoxicillin/Clavulansäure [2].

Rezidivierende akute Rhinosinusitis (RARS)

Die RARS ist durch wiederholte, voneinander getrennte ARS-Episoden mit weitgehender Beschwerdefreiheit zwischen den Episoden gekennzeichnet; üblicherweise werden mindestens vier Episoden pro Jahr zugrunde gelegt [LL1, LL2].

  • Einzelepisoden: Therapie entsprechend den Kriterien einer viralen/postviralen ARS bzw. ABRS [LL1, LL2].
  • Zwischen den Episoden: Abklärung krankheitsmodifizierender Faktoren wie allergischer Rhinitis, Asthma, Immundefizienz (Abwehrschwäche), ziliärer Dysfunktion (Störung der Flimmerhärchenfunktion), zystischer Fibrose (Mukoviszidose), anatomischer Faktoren oder odontogener (von den Zähnen ausgehender) Ursache [LL1, LL2].
  • Intranasale Glucocorticoide: insbesondere bei gleichzeitig bestehender chronisch-entzündlicher bzw. allergischer Schleimhauterkrankung.
  • Nasenspülungen: können zur symptomatischen Behandlung eingesetzt werden.

Chronische Rhinosinusitis (CRS)

Die CRS besteht definitionsgemäß über mindestens 12 Wochen. Bei therapeutisch relevanter Diagnosestellung soll die chronische sinonasale Entzündung objektiv durch vordere Rhinoskopie/Nasenendoskopie oder Computertomographie bestätigt werden [LL1, LL2].

Basistherapie bei CRSsNP und CRSwNP:

  • Nasenspülungen: regelmäßige Spülung mit Kochsalzlösung, bevorzugt als großvolumige Lavage (Spülung), zur Verbesserung von Sekretclearance (Abtransport von Schleim) und Symptomatik [LL1, LL2, LL4].
  • Intranasale Glucocorticoide: kontinuierliche Erstlinientherapie bei CRS; besonders gut etabliert bei CRSwNP [LL1, LL2].
  • Antihistaminika: nur bei gleichzeitig bestehender allergischer Rhinitis bzw. anderer eigenständiger allergologischer Indikation.
  • Spezifische Immuntherapie: bei klinisch relevanter allergischer Rhinitis entsprechend deren eigener Indikationsstellung; keine eigenständige Pharmakotherapie der CRS.
  • Topische α-Sympathomimetika: allenfalls kurzfristig bei ausgeprägter nasaler Obstruktion; keine Dauertherapie.
  • Topische Antibiotika: keine routinemäßige Therapie der allgemeinen CRS [LL1, LL2].
  • Systemische Antibiotika: keine routinemäßige Therapie einer stabilen CRS ohne akute bakterielle Exazerbation [3, LL2].
  • Topische oder systemische Antimykotika: keine routinemäßige Therapie der allgemeinen CRS [LL1].
  • Mukolytika/Sekretolytika: kein hinreichender Wirknachweis für eine routinemäßige Behandlung der allgemeinen CRS.

Chronische Rhinosinusitis ohne Nasenpolypen (CRSsNP)

  • Erstlinientherapie: regelmäßige Kochsalzspülungen und kontinuierliche intranasale Glucocorticoide [LL1, LL2, LL4].
  • Langzeit-Makrolidtherapie: Ältere Studien und Metaanalysen ließen einen möglichen Nutzen niedrig dosierter Makrolide bei ausgewählten Patienten mit CRSsNP vermuten [11]. Die randomisierte MACRO-Studie zeigte jedoch für Clarithromycin über 12 Wochen zusätzlich zur intranasalen Basistherapie keinen klinisch relevanten Vorteil gegenüber Placebo. Eine routinemäßige Langzeittherapie mit Clarithromycin wird daher nicht empfohlen [3, LL2].
  • Biologika: bei CRSsNP ohne Nasenpolypen derzeit keine routinemäßige zugelassene Therapieoption [LL2, PI1-PI5].
  • Persistierende relevante Beschwerden: Bei unzureichender Krankheitskontrolle trotz adäquater konservativer (nichtoperativer) Therapie HNO-ärztliche Reevaluation (erneute Beurteilung) und ggf. Prüfung einer endoskopischen Nasennebenhöhlenchirurgie [3, LL2].

Chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP/CRScNP)

  • Basistherapie: regelmäßige Kochsalzspülungen und kontinuierliche intranasale Glucocorticoide [LL1, LL4, LL5].
  • Systemische Glucocorticoide: Bei ausgeprägter Symptomatik bzw. hoher Polypenlast (Ausmaß der Nasenpolypen) kann ein zeitlich begrenzter systemischer Glucocorticoidkurs erwogen werden. Der Nutzen ist überwiegend kurzfristig; wegen dosis- und kumulationsabhängiger (von der Gesamtdosis abhängiger) Risiken sollen wiederholte systemische Glucocorticoidkuren möglichst vermieden werden [15, LL1, LL3, LL5].
  • Endoskopische Sinuschirurgie (ESS): bei unzureichender Krankheitskontrolle trotz adäquater konservativer Therapie eine etablierte Therapieoption. In der MACRO-Studie war die ESS bei therapieresistenter (auf Behandlung nicht ausreichend ansprechender) CRS einer fortgesetzten medikamentösen Therapie einschließlich dreimonatiger Clarithromycintherapie klinisch überlegen [3].
  • Biologika: bei schwerer, unkontrollierter CRSwNP als Zusatztherapie zu intranasalen Glucocorticoiden entsprechend Zulassung, vorausgegangener Therapie, Phänotyp/Endotyp (biologischer Unterform) und Komorbiditäten [4, 5, 6, 7, 8, LL3, LL5, PI1, PI2, PI3, PI4, PI5].

Kriterien für die Erwägung einer Biologikatherapie

Nach EPOS/EUFOREA kann bei schwerer unkontrollierter bilateraler (beidseitiger) CRSwNP nach adäquater medikamentöser Therapie und in der Regel vorausgegangener adäquater Nasennebenhöhlenoperation bzw. bei fehlender Operationsfähigkeit eine Biologikatherapie erwogen werden, wenn mindestens drei der folgenden fünf Kriterien erfüllt sind [LL3]:

  • Nachweis einer Typ-2-Inflammation (bestimmte Form der Entzündungsreaktion): insbesondere erhöhte Eosinophile; der EPOS/EUFOREA-Update verwendet für Bluteosinophile einen Schwellenwert von ≥ 150/µl [LL3].
  • Bedarf an systemischen Glucocorticoiden: wiederholte systemische Glucocorticoidkuren bzw. Notwendigkeit einer längerfristigen systemischen Glucocorticoidtherapie oder Kontraindikation gegen systemische Glucocorticoide [LL3].
  • Deutlich eingeschränkte krankheitsspezifische Lebensqualität: z. B. SNOT-22 ≥ 40 [LL3].
  • Erhebliche Riechstörung: objektivierte Anosmie (Verlust des Geruchssinns) [LL3].
  • Komorbides Asthma (gleichzeitig bestehendes Asthma): mit regelmäßiger inhalativer Corticosteroidtherapie [LL3].

Beachte: Die EPOS/EUFOREA-Kriterien unterstützen die Patientenselektion, ersetzen jedoch nicht die jeweils gültigen europäischen Zulassungskriterien und Produktinformationen. Die deutsche S2k-Teilaktualisierung von 2022 umfasst zulassungsbedingt Dupilumab, Omalizumab und Mepolizumab; Tezepelumab und Depemokimab wurden erst später für CRSwNP zugelassen und sind daher anhand der aktuellen Zulassungsstudien und EMA-Produktinformationen zu beurteilen [7, 8, LL5, PI1, PI2, PI3, PI4, PI5].

Biologika bei schwerer CRSwNP – EU-Zulassungsstand September 2026

Wirkstoff Wirkmechanismus Indikation/Stellenwert
Dupilumab monoklonaler Antikörper gegen IL-4Rα; Hemmung der IL-4- und IL-13-Signalwege Zusatztherapie zu intranasalen Glucocorticoiden bei schwerer CRSwNP, wenn systemische Glucocorticoide und/oder Operation keine ausreichende Krankheitskontrolle gewährleisten [4, PI1]
Omalizumab monoklonaler Anti-IgE-Antikörper Zusatztherapie zu intranasalen Glucocorticoiden bei Erwachsenen mit schwerer CRSwNP, wenn intranasale Glucocorticoide allein keine ausreichende Krankheitskontrolle gewährleisten [5, PI2]
Mepolizumab monoklonaler Anti-IL-5-Antikörper Zusatztherapie zu intranasalen Glucocorticoiden bei schwerer CRSwNP, wenn systemische Glucocorticoide und/oder Operation keine ausreichende Krankheitskontrolle gewährleisten [6, PI3]
Tezepelumab monoklonaler Antikörper gegen thymic stromal lymphopoietin (TSLP) Zusatztherapie zu intranasalen Glucocorticoiden bei schwerer CRSwNP, wenn systemische Glucocorticoide und/oder Operation keine ausreichende Krankheitskontrolle gewährleisten [7, PI4]
Depemokimab langwirksamer monoklonaler Anti-IL-5-Antikörper Zusatztherapie zu intranasalen Glucocorticoiden bei schwerer CRSwNP, wenn systemische Glucocorticoide und/oder Operation keine ausreichende Krankheitskontrolle gewährleisten [8, PI5]
  • Wirksamkeit: Für Dupilumab, Omalizumab, Mepolizumab, Tezepelumab und Depemokimab ist die klinische Wirksamkeit bei schwerer CRSwNP durch randomisierte kontrollierte Phase-3-Studien belegt [4, 5, 6, 7, 8].
  • Auswahl des Biologikums: Berücksichtigung von Entzündungsphänotyp und -endotyp, komorbidem Asthma, NSAID-exacerbated respiratory disease (N-ERD; durch NSAR verschlimmerte Atemwegserkrankung), Atopie (Neigung zu allergischen Erkrankungen), Biomarkerprofil, vorausgegangenen Therapien, Applikationsintervall, Sicherheitsprofil und Patientenpräferenz [LL3, LL5].
  • Vergleichende Wirksamkeit: Eine Netzwerk-Metaanalyse der bis Ende 2023 verfügbaren Daten sah Dupilumab bei mehreren Endpunkten an führender Position [19]. Eine aktualisierte Netzwerk-Metaanalyse von 2026 unter Einbeziehung weiterer Biologika bestätigt Unterschiede der Wirksamkeit, erlaubt wegen überwiegend indirekter Vergleiche jedoch keine belastbare generelle Rangfolge für den individuellen Patienten [9].
  • Dupilumab versus ESS: Real-World-Daten zeigten teilweise größere Verbesserungen einzelner patientenberichteter Endpunkte unter Dupilumab [10]; aufgrund des nicht randomisierten Studiendesigns lässt sich daraus keine generelle Überlegenheit von Dupilumab gegenüber der ESS ableiten.
  • Therapieevaluation: Das Ansprechen soll anhand von Polypenlast, nasaler Obstruktion, Riechvermögen, Lebensqualität und Bedarf an systemischen Glucocorticoiden beurteilt werden. EPOS/EUFOREA empfiehlt eine erste umfassende Bewertung nach etwa 6 Monaten, eine erneute Bewertung nach 12 Monaten und anschließend regelmäßige Verlaufskontrollen [LL3].
  • Unzureichendes Ansprechen: Diagnose, Adhärenz, Komorbiditäten und lokale inflammatorische Aktivität (örtliche Entzündungsaktivität) überprüfen; abhängig vom Ausmaß des Ansprechens Wechsel oder Beendigung der Biologikatherapie bzw. Reevaluation einer chirurgischen Therapie [LL3, LL5].

Akute Exazerbation einer chronischen Rhinosinusitis

  • Antibiotika: nicht allein aufgrund der Diagnose einer CRS-Exazerbation verordnen. Eine antibiotische Therapie kommt insbesondere bei klinisch überzeugender akuter bakterieller Infektion, deutlicher Purulenz (Eiterbildung) mit systemischen Infektionszeichen, Komplikationszeichen oder besonderen Risikofaktoren in Betracht [LL1, LL2].
  • Antibiotikawahl: abhängig von vorausgegangenen Antibiotikatherapien, bekannten mikrobiologischen (die Krankheitserreger betreffenden) Befunden, lokaler Resistenzlage, vorausgegangener Nasennebenhöhlenchirurgie und individueller Risikokonstellation.
  • Mikrobiologische Diagnostik: bei rezidivierenden, schweren oder therapierefraktären bakteriellen Exazerbationen möglichst endoskopisch gezielte Probenentnahme.
  • Therapiedauer: keine schematische 14-tägige Antibiotikatherapie jeder CRS-Exazerbation; Dauer nach klinischer Situation, eingesetztem Wirkstoff und ggf. mikrobiologischem Befund.
  • Intranasale Glucocorticoide und Kochsalzlavage: Basistherapie fortsetzen bzw. optimieren [LL1, LL4].
  • Systemische Glucocorticoide: insbesondere bei ausgeprägter CRSwNP im Einzelfall als zeitlich begrenzter Therapiekurs; kumulative Risiken berücksichtigen [15, LL1].

Odontogene Sinusitis maxillaris

Die odontogene Sinusitis maxillaris (von den Zähnen ausgehende Entzündung der Kieferhöhle) ist ein eigenständiges Krankheitsbild und soll diagnostisch und therapeutisch von der nichtodontogenen Rhinosinusitis abgegrenzt werden [LL6].

  • Kausale Therapie: Der odontogene Fokus (Ursprungsherd an einem Zahn oder Zahnhalteapparat) muss zahnärztlich, oralchirurgisch bzw. mund-, kiefer- und gesichtschirurgisch saniert werden. Eine alleinige Antibiotikatherapie führt bei fortbestehendem odontogenem Fokus häufig nicht zur definitiven Ausheilung [LL6].
  • Interdisziplinäre Therapie (fachübergreifende Behandlung): abhängig vom Befund Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin/Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und HNO-Heilkunde [LL6].
  • Erregerspektrum: typischerweise polymikrobielle orale Flora (Mischbesiedlung durch mehrere Keime im Mundraum) mit aeroben und anaeroben Spezies (Keimen mit bzw. ohne Sauerstoffbedarf); eine erforderliche kalkulierte Antibiotikatherapie muss daher auch relevante orale Anaerobier erfassen [LL6, LL7].
  • Antibiotika: Bei symptomatischer odontogener Sinusitis richtet sich die Indikation und Auswahl nach der S3-Leitlinie „Odontogene Infektionen“. Eine Antibiotikatherapie ist insbesondere bei akuter Entzündung, Ausbreitungstendenz, systemischen Zeichen oder entsprechenden Risikokonstellationen angezeigt [LL6, LL7].
  • Amoxicillin + β-Lactamase-Inhibitor: bei indizierter kalkulierter Antibiotikatherapie eine bevorzugte Option zur Erfassung der polymikrobiellen, einschließlich anaeroben Flora; bei schweren Verläufen ist die antimikrobielle Strategie an Ausbreitung und Resistenzlage anzupassen [LL6, LL7].
  • Beachte: Auch unter mehrfacher Antibiotikatherapie kann die odontogene Sinusitis persistieren, solange der dentale Fokus (Ursprungsherd an einem Zahn) nicht beseitigt bzw. eine erforderliche chirurgische Sanierung nicht durchgeführt wurde [LL6].

Orbitale und intrakranielle Komplikationen

Orbitale bzw. intrakranielle Komplikationen einer Rhinosinusitis sind medizinische Notfälle.

  • Warnzeichen: periorbitale Schwellung (Schwellung um das Auge), Proptosis (Hervortreten des Augapfels), Doppelbilder, eingeschränkte Bulbusmotilität (Beweglichkeit des Augapfels), Visusminderung (Abnahme der Sehschärfe), starke oder atypische Kopfschmerzen, Meningismus (Nackensteifigkeit durch Hirnhautreizung), Bewusstseinsstörung, fokal-neurologische Defizite (örtlich begrenzte Ausfälle des Nervensystems) oder schwere systemische Beeinträchtigung [LL1, LL8].
  • Vorgehen: sofortige stationäre HNO-ärztliche Behandlung; abhängig vom Befund ophthalmologische (augenärztliche), neurologische/neurochirurgische bzw. pädiatrische (kinderärztliche) Mitbehandlung [LL1, LL8].
  • Antibiotikatherapie: unverzügliche intravenöse kalkulierte Breitbandtherapie entsprechend Alter, Fokus, vermutetem Erregerspektrum, lokaler Resistenzlage und klinikinternem Standard; mikrobiologische Probengewinnung, sofern dadurch die Therapie nicht relevant verzögert wird.
  • Chirurgische Therapie: endoskopische Sanierung und/oder Drainage abhängig von Lokalisation und Ausmaß der Komplikation.
  • Beachte: Starre ambulante Dosierungsschemata mit Piperacillin/Tazobactam, Carbapenemen, Aminoglykosiden oder Fluorchinolonen sind für diese heterogene Notfallsituation nicht sachgerecht.

Besondere Konstellationen

  • Allergische Rhinitis: Eine gleichzeitig bestehende allergische Rhinitis soll entsprechend ihrer eigenständigen Indikation behandelt werden; Antihistaminika und spezifische Immuntherapie sind keine generelle Pharmakotherapie der nichtallergischen CRS.
  • NSAID-exacerbated respiratory disease (N-ERD): Bei CRSwNP in Kombination mit Asthma und respiratorischen Reaktionen auf COX-1-Hemmer ist eine spezialisierte HNO-/pneumologisch-allergologische (lungenheilkundlich-allergologische) Mitbehandlung angezeigt; N-ERD beeinflusst insbesondere die Wahl und Sequenz chirurgischer und biologischer Therapieoptionen [LL1, LL3].
  • Laryngopharyngealer Reflux (Rückfluss von Mageninhalt bis in Rachen und Kehlkopf): Protonenpumpeninhibitoren sind keine routinemäßige Therapie der CRS. In einer kleinen randomisierten, placebokontrollierten Studie mit gleichzeitig diagnostiziertem laryngopharyngealem Reflux und CRS führte Omeprazol 20 mg einmal täglich über 8 Wochen zu einer Besserung von Reflux- und CRS-Symptomen [12]. Daraus ergibt sich ohne eigenständige Refluxindikation keine Empfehlung zur PPI-Therapie der CRS.
  • Mukoviszidose: Die CRS bei Mukoviszidose stellt eine besondere Krankheitskonstellation dar. Mikrobiologische Befunde sowie systemische bzw. lokale antimikrobielle Therapien sollen im Kontext der pulmonalen Besiedlung (Keimbesiedlung der Lunge) und in Abstimmung mit dem Mukoviszidose-Zentrum beurteilt werden [13].

Symptomatische Wirkstoffe

α-Sympathomimetika

Wirkstoffe Anwendung Besonderheiten
Oxymetazolin nasal, alters- und präparatespezifisch nur kurzfristig, im Regelfall maximal 5-7 Tage
Xylometazolin nasal, alters- und präparatespezifisch nur kurzfristig, im Regelfall maximal 5-7 Tage
  • Wirkweise: Vasokonstriktion (Verengung der Blutgefäße) → Abschwellen der Nasenschleimhaut.
  • Indikation: kurzfristige Symptomlinderung bei ausgeprägter nasaler Obstruktion; keine Verkürzung der Erkrankungsdauer.
  • Nebenwirkungen: Schleimhauttrockenheit und -brennen, Epistaxis (Nasenbluten), Kopfschmerzen, Palpitationen (Herzklopfen); bei Übergebrauch Rhinitis medicamentosa.
  • Cave: Bei Säuglingen und Kleinkindern ausschließlich für das jeweilige Alter zugelassene Präparate und Konzentrationen anwenden; Überdosierungen können schwere systemische Nebenwirkungen verursachen.

Analgetika

  • Paracetamol: symptomatische Therapie von Schmerzen und Fieber [LL2].
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): z. B. Ibuprofen bei Schmerzen und Fieber, sofern keine Kontraindikationen bestehen; bei N-ERD COX-1-Hemmer vermeiden.

Weitere Wirkstoffgruppen

  • Mukolytika/Sekretolytika: keine ausreichende Evidenz für eine routinemäßige Anwendung bei ARS oder allgemeiner CRS.
  • Antihistaminika: bei gleichzeitig bestehender allergischer Rhinitis; keine generelle Therapie der nichtallergischen Rhinosinusitis.
  • Systemische Glucocorticoide: keine routinemäßige Behandlung der unkomplizierten ARS; bei schwerer CRSwNP ggf. zeitlich begrenzter Therapiekurs [15, LL1].
  • Antimykotika: keine routinemäßige Behandlung der gewöhnlichen CRS; invasive und andere spezifische mykotische Rhinosinusitiden (durch Pilze verursachte Entzündungen von Nase und Nasennebenhöhlen) bedürfen einer eigenständigen spezialisierten Therapie [LL1].

Phytotherapeutika

Einzelne standardisierte Phytotherapeutika können bei unkomplizierter akuter Rhinosinusitis ergänzend zur symptomatischen Therapie eingesetzt werden. Die Evidenz ist präparate- bzw. extraktspezifisch und nicht auf beliebige Pflanzenpräparate übertragbar.

  • Cineol: In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie bei akuter nichtpurulenter (nicht eitriger) Rhinosinusitis führte Cineol 200 mg 3-mal täglich über 7 Tage zu einer stärkeren Symptomreduktion als Placebo [16].
  • BNO 1016: Für den standardisierten Kombinationspflanzenextrakt liegen randomisierte, placebokontrollierte Daten zur Symptomlinderung bei akuter viraler Rhinosinusitis vor; untersucht wurden 160 mg 3-mal täglich über 15 Tage [17].
  • Pelargonium-sidoides-Extrakt EPs 7630: Eine ältere randomisierte placebokontrollierte Studie zeigte eine symptomatische Wirksamkeit bei akuter Rhinosinusitis; die Evidenz ist präparatespezifisch und begründet keine generelle Empfehlung für Pelargonium-Präparate [18].
  • Cyclamen-europaeum-Extrakte: keine ausreichende Evidenz für eine routinemäßige Empfehlung.
  • Beachte: Phytotherapeutika ersetzen bei klinisch indizierter Antibiotikatherapie einer ABRS oder bei Komplikationen nicht die spezifische Therapie.

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:

  • Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
  • Spurenelemente (Chrom, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink)
  • Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (Beta-Carotin, Flavonoide (Citrusfrüchte), Lycopin (Tomaten), Proanthocyanidine (Cranberrys), Polyphenole)
  • Weitere Vitalstoffe (probiotische Kulturen: Laktobazillen, Bifidobakterien)

Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.

Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

Abkürzungen

  • ABRS – akute bakterielle Rhinosinusitis
  • ARS – akute Rhinosinusitis
  • AWMF – Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
  • BfArM – Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
  • BNO 1016 – standardisierter pflanzlicher Kombinationswirkstoff
  • COX-1 – Cyclooxygenase-1
  • CRS – chronische Rhinosinusitis
  • CRScNP – chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen
  • CRSsNP – chronische Rhinosinusitis ohne Nasenpolypen
  • CRSwNP – chronic rhinosinusitis with nasal polyps; chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen
  • EMA – European Medicines Agency
  • EPOS – European Position Paper on Rhinosinusitis and Nasal Polyps
  • ESS – endoskopische Sinuschirurgie
  • EU – Europäische Union
  • EUFOREA – European Forum for Research and Education in Allergy and Airway Diseases
  • HNO – Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • IgE – Immunglobulin E
  • IL – Interleukin
  • INS – intranasale Glucocorticoide
  • KG – Körpergewicht
  • LL – Leitlinie
  • N-ERD – NSAID-exacerbated respiratory disease
  • NSAR – nichtsteroidale Antirheumatika
  • PI – Produktinformation
  • PPI – Protonenpumpeninhibitor
  • RARS – rezidivierende akute Rhinosinusitis
  • s.c. – subkutan
  • SI – behördliche Sicherheitsinformation
  • SNOT-22 – Sino-Nasal Outcome Test-22
  • TSLP – thymic stromal lymphopoietin

Literatur

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Leitlinien, Referenzwerte und Protokolle

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  4. Park DY et al.: Clinical Practice Guideline: Nasal Irrigation for Chronic Rhinosinusitis in Adults. Clin Exp Otorhinolaryngol. 2022;15(1):5-23. doi: 10.21053/ceo.2021.00654 [LL4]
  5. S2k-Leitlinie: Therapie der chronischen Rhinosinusitis mit Polyposis nasi (CRScNP) mit monoklonalen Antikörpern (Biologika). (AWMF-Registernummer 017-049 und 053-012) [November 2022]. Langfassung [LL5]
  6. S2k-Leitlinie: Odontogene Sinusitis maxillaris. (AWMF-Registernummer 007-086) [März 2026]. Langfassung [LL6]
  7. S3-Leitlinie: Odontogene Infektionen. (AWMF-Registernummer 007-006) [Mai 2026]. Langfassung [LL7]
  8. Wald ER et al.: Clinical Practice Guideline for the Diagnosis and Management of Acute Bacterial Sinusitis in Children Aged 1 to 18 Years. Pediatrics. 2013;132(1):e262-e280. doi: 10.1542/peds.2013-1071 [LL8]

Behördliche Sicherheitsinformationen

  1. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Rote-Hand-Brief zu systemisch und inhalativ angewendeten fluorchinolonhaltigen Antibiotika – Erinnerung an die Anwendungsbeschränkungen. 7. Juni 2023. Dokument [SI1]

Produktinformationen

  1. European Medicines Agency (EMA): Dupixent : EPAR - Product Information. Dupilumab. Zuletzt aktualisiert 18. August 2026. Produktinformation [PI1]
  2. European Medicines Agency (EMA): Xolair : EPAR - Product Information. Omalizumab. Zuletzt aktualisiert 8. Juni 2026. Produktinformation [PI2]
  3. European Medicines Agency (EMA): Nucala : EPAR - Product Information. Mepolizumab. Zuletzt aktualisiert 22. Juli 2026. Produktinformation [PI3]
  4. European Medicines Agency (EMA): Tezspire : EPAR - Product Information. Tezepelumab. Zuletzt aktualisiert 22. Oktober 2025. Produktinformation [PI4]
  5. European Medicines Agency (EMA): Exdensur : EPAR - Product information. Depemokimab. Zuletzt aktualisiert 13. August 2026. Produktinformation [PI5]