Binge Eating Disorder (BED; psychogene Essstörung) – Körperliche Untersuchung
Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:
- Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Körpergewicht, Körpergröße und Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI); bei Übergewicht/Adipositas (Fettleibigkeit) zusätzlich Taillenumfang; des Weiteren:
- Beurteilung von Ernährungszustand und Körperhabitus (Körperbau) [häufig Übergewicht/Adipositas]
- Inspektion (Betrachtung) von Haut und Schleimhäuten
- Auskultation (Abhören) von Herz und Lunge
- Untersuchung des Abdomens
- Inspektion
- Auskultation
- Perkussion (Abklopfen)
- Palpation (Abtasten)
- Ggf. gezielte körperliche Untersuchung bei anamnestischen (aus der Krankengeschichte hervorgehenden) Hinweisen auf kompensatorische Verhaltensweisen (ausgleichende Verhaltensweisen) – insbesondere auf Folgen von selbstinduziertem Erbrechen (selbst herbeigeführtem Erbrechen), Laxantien- oder Diuretikaabusus (Missbrauch von Abführ- oder Entwässerungsmitteln); regelmäßige kompensatorische Maßnahmen sind für die Binge-Eating-Störung nicht charakteristisch
- Psychiatrische Untersuchung – Erhebung des psychopathologischen Befundes (Beurteilung des seelischen Zustands) mit besonderer Beachtung von
- depressiver Symptomatik (depressiven Beschwerden) und Angststörungen
- Impulskontrolle (Kontrolle spontaner Handlungsimpulse)
- Selbstwert- und Körperbildstörungen
- Selbstverletzungsverhalten und Suizidalität (Selbsttötungsgefährdung)
- Substanzmissbrauch bzw. Abhängigkeitserkrankungen (Suchterkrankungen)
In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.