Ernährungstherapie bei trockenen Augen
Die Ernährungstherapie bei trockenen Augen (Keratokonjunktivitis sicca) umfasst gezielte ernährungsmedizinische Maßnahmen, die darauf abzielen, Reizungen und Entzündungen an der Augenoberfläche zu beruhigen und das Auge widerstandsfähiger zu machen, die Qualität und Stabilität des Tränenfilms zu unterstützen und systemische Risikofaktoren (z. B. Ernährungsmuster, Entzündungsstatus) günstig zu beeinflussen.
Sie ist als unterstützende therapeutische Ernährung einzuordnen und ergänzt die augenärztliche Standardtherapie, ersetzt diese jedoch nicht. Ernährung und Lebensstil sind relevante Einflussfaktoren auf Erkrankungen der okulären Oberfläche [1, 2].
Wissenschaftliche Grundlagen
Das Verständnis des trockenen Auges entwickelte sich von einer reinen Benetzungsstörung hin zu einer multifaktoriellen, entzündlich geprägten Erkrankung der okulären Oberfläche (Augenoberfläche). Zentrale pathophysiologische Treiber sind Tränenfilminstabilität, Hyperosmolarität (zu hohe Konzentration gelöster Stoffe in einer Flüssigkeit), Entzündung sowie häufig eine Meibom-Drüsen-Dysfunktion (lipidarme Tränenphase, d. h. der fettige Schutzfilm der Tränen ist zu dünn oder fehlt).
Aktuelle TFOS-Berichte (Tear Film & Ocular Surface Society) betonen, dass Lebensstil und Ernährung – etwa die Qualität der Fette, die Versorgung mit Mikronährstoffen und der Anteil stark verarbeiteter Lebensmittel – ein fester Bestandteil der Gesamtbehandlung sind [1, 2].
Zielsetzung der Ernährungstherapie
Ziel der Ernährungstherapie ist eine Unterstützung der Tränenfilmstabilität und eine Reduktion entzündlicher Prozesse. Im Vordergrund stehen die Prävention bzw. Symptomreduktion bei hoher visueller Belastung (Bildschirmarbeit), trockener Raumluft oder Kontaktlinsen. Therapeutisch richtet sich die Ernährungstherapie an Personen mit chronischem Dry-Eye-Syndrom und/oder Meibom-Drüsen-Dysfunktion [1].
Primäre Zielgrößen sind eine Reduktion subjektiver Beschwerden (z. B. Trockenheit, Brennen, Fremdkörpergefühl) und eine Verbesserung klinischer Parameter, z. B.:
- TBUT – Tear Break-Up Time (Tränenfilmaufreißzeit): gibt an, wie lange der Tränenfilm nach einem Blinzeln stabil bleibt, bevor er aufreißt oder ungleichmäßig wird
- Färbung – Augentest, bei dem mithilfe spezieller Farbstoffe (z. B. Fluoreszein oder Lissamingrün) Schädigungen oder Reizungen der Augenoberfläche gezielt sichtbar gemacht werden.
- Schirmer-Test – ist ein standardisierter, quantitativer Test zur Messung der basalen und/oder reflektorischen Tränenproduktion mittels Filterpapierstreifen im unteren Bindehautsack über einen definierten Zeitraum (meist 5 Minuten).
Sekundäre Ziele sind eine Verbesserung der Lebensqualität und ggf. eine Reduktion des Bedarfs an Tränenersatzmitteln.
Grundprinzipien
Die Ernährung orientiert sich an einer entzündungsarmen, überwiegend pflanzenbetonten Mischkost mit hoher Mikronährstoffdichte und guter Alltagstauglichkeit.
Ein zentrales Prinzip ist die Qualität der Fettzufuhr. Bevorzugt werden ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, während gesättigte Fettsäuren und Trans-Fettsäuren möglichst reduziert werden. Dies soll entzündungsfördernde Stoffwechselreize begrenzen und die Lipidzusammensetzung des Tränenfilms unterstützen.
Ebenso wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A und antioxidativ wirksamen Mikronährstoffen (Vitalstoffen). Diese tragen dazu bei, oxidativen Stress an der Augenoberfläche zu vermindern. Zudem können sie die Stabilität des Tränenfilms beeinträchtigen. Die Zufuhr erfolgt primär über eine vielfältige Lebensmittelauswahl und nicht über isolierte Einzelstoffe.
Ferner wird der Anteil stark verarbeiteter, zuckerreicher und nährstoffarmer Lebensmittel bewusst begrenzt, da diese mit systemischen Entzündungsprozessen und einer ungünstigen Stoffwechsellage assoziiert sind. Stattdessen wird eine möglichst naturbelassene, frische Zubereitung bevorzugt.
Die Ernährungstherapie ist langfristig ausgelegt, flexibel anpassbar und nicht als kurzfristige Diät konzipiert. Entscheidend ist das Gesamternährungsmuster, nicht die konsequente Einhaltung einzelner Verbote oder die Fokussierung auf einzelne Nährstoffe.
Angestrebte Wirkmechanismen
Ernährungsbedingt werden mehrere, sich ergänzende Wirkmechanismen angestrebt. Im Vordergrund steht eine Modulation entzündlicher Prozesse, sowohl systemisch als auch lokal an der Augenoberfläche. Eine entzündungsärmere Stoffwechsellage kann dazu beitragen, die chronische Reizung der Augenoberfläche abzuschwächen und den Teufelskreis aus Trockenheit, Reizung und Entzündung zu unterbrechen.
Ein weiterer zentraler Mechanismus betrifft die Zusammensetzung und Funktion der Lipidschicht des Tränenfilms. Insbesondere bei Meibom-Drüsen-Dysfunktion wird erwartet, dass eine verbesserte Fettqualität der Ernährung die physikalischen Eigenschaften der Tränenfilm-Lipidphase günstig beeinflusst, wodurch die Verdunstung der Tränenflüssigkeit reduziert und die Tränenfilmstabilität verbessert werden kann.
Darüber hinaus zielt die Ernährungstherapie auf einen verbesserten antioxidativen Schutz der Augenoberfläche ab. Oxidativer Stress spielt eine relevante Rolle bei der Schädigung der okulären Oberfläche und der Aufrechterhaltung entzündlicher Prozesse. Eine mikronährstoffreiche Ernährung kann dazu beitragen, diese Belastung zu reduzieren.
Omega-3-Fettsäuren können zu einer Verbesserung vor allem subjektiver Symptome sowie teilweise objektiver Parameter wie der Tränenfilmstabilität führen [3, 4].
Insgesamt handelt es sich um unterstützende Wirkmechanismen, die eine leitliniengerechte augenärztliche Therapie sinnvoll ergänzen können, jedoch keine eigenständige kausale Behandlung des Dry-Eye-Syndroms darstellen [1-5].
Zielgruppen und Ausschlusskriterien
Geeignete Zielgruppen
- Erwachsene mit leichten bis moderaten trockenen Augen
- Personen mit hoher Bildschirmexposition oder trockener Arbeitsumgebung
- Patienten mit chronischem Dry-Eye-Syndrom als Ergänzung zur augenärztlichen Therapie
- Personen mit Meibom-Drüsen-Dysfunktion
Eingeschränkte Eignung
- Personen mit stark restriktiven Ernährungsformen und potentiellen Mikronährstoffdefiziten
- Patientinnen und Patienten mit Malabsorptionssyndromen (individuelle Planung erforderlich)
Nicht geeignet
- Schwere okuläre Oberflächenerkrankungen
- Akute entzündliche Augenerkrankungen
Durchführung und Ablauf der Ernährungstherapie
Sinnvoll ist eine kurze Bestandsaufnahme der bisherigen Ernährungsgewohnheiten, insbesondere im Hinblick auf Fettqualität, Verarbeitungsgrad der Lebensmittel und den regelmäßigen Konsum von Fisch, pflanzlichen Ölen und frischem Gemüse.
Zu Beginn steht der Austausch ungünstiger Fettquellen (z. B. stark verarbeitete Fette, Trans-Fettsäuren) durch hochwertige pflanzliche Öle und – sofern akzeptiert – regelmäßige Fischmahlzeiten oder geeignete Alternativen. Parallel wird der Anteil stark verarbeiteter, zuckerreicher Lebensmittel reduziert, ohne eine strikte Verbotslogik zu verfolgen.
Typische Fehler in der Anfangsphase sind unrealistische Erwartungen an einen schnellen Wirkeintritt, die isolierte Fokussierung auf einzelne Nährstoffe oder Supplemente sowie häufige, nicht strukturierte Ernährungswechsel. Die Wirkung der Ernährungstherapie ist in der Regel verzögert und zeigt sich, wenn überhaupt, erst nach mehreren Wochen konsequenter Umsetzung.
Eine Übergangsphase in den Alltag ist explizit vorgesehen. Die Ernährung soll ohne erheblichen Mehraufwand umsetzbar sein und sich an individuelle Vorlieben, berufliche Rahmenbedingungen und soziale Situationen anpassen lassen. Ziel ist ein stabiles, alltagstaugliches Ernährungsmuster und keine kurzfristige Diätintervention.
Die Ernährungstherapie ist langfristig angelegt. Eine zeitliche Begrenzung ist nicht vorgesehen. Eine regelmäßige ärztliche oder ernährungsmedizinische Evaluation kann sinnvoll sein, insbesondere bei Einsatz von Supplementen oder bei begleitenden Erkrankungen [2].
Empfohlene Lebensmittel
- Fettreiche Seefische (z. B. Lachs, Makrele, Sardinen)
Hauptquelle für langkettige Omega-3-Fettsäuren (Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA)), die entzündungsmodulierend wirken und die Lipidzusammensetzung des Tränenfilms unterstützen können - Pflanzliche Omega-3-Quellen (z. B. Leinöl, Chiasamen, Walnüsse)
Liefern Alpha-Linolensäure (ALA) als pflanzliche Vorstufe von Omega-3-Fettsäuren; sinnvoll insbesondere bei geringem Fischverzehr - Gemüse und Obst in hoher Vielfalt
Wichtige Quellen für antioxidativ wirksame Mikronährstoffe (z. B. Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide, Polyphenole), die oxidativen Stress an der Augenoberfläche reduzieren können - Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte
Liefern Ballaststoffe, B-Vitamine und Spurenelemente; tragen zu einer stabilen Stoffwechsellage und indirekt zu einer geringeren systemischen Entzündungsaktivität bei - Hochwertige pflanzliche Öle (z. B. Oliven-, Rapsöl)
Reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie bioaktiven Begleitstoffen; günstiges Fettsäureprofil bei gleichzeitiger Reduktion entzündungsfördernder Fette
Nicht empfohlene bzw. einzuschränkende Lebensmittel
- Stark verarbeitete Lebensmittel
Häufig reich an Trans-Fettsäuren, Zucker, Salz und energiearm an schützenden Mikronährstoffen; ungünstige Effekte auf Entzündungs- und Stoffwechselprozesse - Transfettreiche Produkte
Z. B. industriell hergestellte Backwaren wie Blätterteiggebäck, Donuts, Croissants, Frittiertes aus Fast-Food-Betrieben, Chips, Fertigpizza, stark verarbeitete Margarinen mit gehärteten Fetten
Fördern entzündliche Stoffwechselreaktionen, verschlechtern das Fettsäureprofil der Ernährung und stehen im Gegensatz zu den angestrebten Effekten einer günstigen Fettqualität. - Zuckerreiche Speisen und Getränke
Können über Blutzuckerschwankungen und metabolische Effekte entzündungsfördernd wirken und die Gesamtqualität der Ernährung verschlechtern
Genussmittelkonsum
Tabak (Rauchen)
- Zigarettenrauch wirkt reizend auf die Augenoberfläche und fördert die Austrocknung des Tränenfilms [8].
- Erhöhtes Risiko für Progression trockener Augen und Meibom-Drüsen-Dysfunktion (die Fettdrüsen am Lidrand liefern nicht genug oder nicht das richtige Fett → Tränen verdunsten zu schnell)
- Ungünstige Effekte auf antioxidative Schutzmechanismen der okulären Oberfläche [2, 6]
- Klare Empfehlung: vollständige Abstinenz
Alkohol
- Kann Dehydratation (Austrocknung) fördern, subjektive Trockenheitssymptome verstärken und entzündliche Prozesse ungünstig beeinflussen [2]
- Alkohol reduziert auch die Tränenfilmaufrisszeit (break-up time, BUT) und erhöht die Osmolarität des Tränenfilms, was die Symptome des trockenen Auges verstärken kann [7].
- Bei fehlenden Kontraindikationen (Gegenanzeigen) ist ein moderater Konsum vertretbar [2, 6], d. h.:
- Frauen: maximal 10-12 g reiner Alkohol pro Tag, zusätzlich mindestens 2 alkoholfreie Tage pro Woche
- Männer: maximal 20-24 g reiner Alkohol pro Tag, zusätzlich mindestens 2 alkoholfreie Tage pro Woche
- Empfehlung: Reduktion – bei ausgeprägter Symptomatik möglichst Verzicht
Praktische Tipps zur Umsetzung im Alltag
Eine sinnvolle Strategie ist die Orientierung an wenigen festen Grundbausteinen pro Woche:
- mindestens zwei bis drei Mahlzeiten mit fettreichem Seefisch oder geeigneten Alternativen
- täglicher Einsatz hochwertiger pflanzlicher Öle (z. B. Oliven- oder Rapsöl)
- täglich mehrere Portionen Gemüse sowie mindestens eine Portion Obst
- regelmäßiger Einsatz von Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten
Für den Einkauf empfiehlt sich eine klare Priorisierung frischer, möglichst wenig verarbeiteter Lebensmittel. Tiefkühlgemüse ohne Zusätze stellt eine praktikable Alternative dar und erleichtert die Umsetzung im Berufsalltag.
Bei außerhäuslicher Verpflegung sind Gerichte mit Fisch, Salate mit hochwertigem Öl oder pflanzenbetonte Speisen meist die praktikabelsten Optionen. Stark frittierte Speisen, industrielle Backwaren und stark verarbeitete Fertigprodukte sollten möglichst gemieden werden.
Wichtig ist die Geduld in der Umsetzung: Ernährungsbedingte Effekte auf das trockene Auge sind – wenn vorhanden – meistens erst nach mehreren Wochen erkennbar.
Ernährungsphysiologische Bewertung
Bei ausgewogener Umsetzung ist das Ernährungsmuster langfristig bedarfsdeckend und entspricht allgemeinen präventivmedizinischen Empfehlungen.
Die Ernährung ist in der Regel normokalorisch und nicht auf Gewichtsreduktion ausgerichtet. Die Fettzufuhr verschiebt sich zugunsten einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Die Kohlenhydratzufuhr erfolgt überwiegend aus komplexen Quellen mit höherem Ballaststoffanteil.
Eine ausreichende Versorgung mit den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA kann bei fehlendem Fischverzehr kritisch sein. Pflanzliche ALA-Quellen sind hilfreich, ersetzen jedoch die langkettigen Omega-3-Fettsäuren nur begrenzt.
Vitamin D, Zink und antioxidative Vitamine können je nach individueller Ernährungsweise variieren. Bei stark eingeschränkter Lebensmittelauswahl oder besonderen Risikokonstellationen kann eine individuelle Überprüfung sinnvoll sein.
Die Ballaststoffzufuhr ist meist günstig und unterstützt eine stabile Stoffwechsellage.
Die Proteinmenge bleibt bei ausgewogener Mischkost ausreichend. Spezielle Anpassungen sind nur bei relevanten Komorbiditäten (Begleiterkrankungen; z. B. fortgeschrittener Niereninsuffizienz/Nierenschwäche) erforderlich.
Medizinische Risiken und mögliche Komplikationen
Für das beschriebene Ernährungsmuster bestehen keine spezifischen Kontraindikationen. Es handelt sich um eine ausgewogene, präventivmedizinisch etablierte Ernährungsweise, die grundsätzlich für die Allgemeinbevölkerung geeignet ist.
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Absolute Kontraindikationen für das beschriebene Ernährungsmuster bestehen nicht.
Relative Kontraindikationen (Monitoring erforderlich)
- Hochdosierte Omega-3-Supplemente bei bestehender Antikoagulation (Einnahme von Blutverdünnern)
- Blutungsneigung oder geplante operative Eingriffe
- Schwere Malabsorptionssyndrome (Nährstoffaufnahmestörung)
- Spezifische Stoffwechsel- oder Lebererkrankungen mit eingeschränkter Fettverarbeitung
In diesen Fällen sollte eine ärztliche Rücksprache erfolgen und die Supplementierung individuell angepasst werden [5].
Vorteile
- Moderate Symptomverbesserung möglich
- Sinnvolle Ergänzung zur leitliniengerechten Therapie [1-4]
Nachteile/Grenzen
- Wirkung interindividuell unterschiedlich
Wissenschaftliche Einordnung
Die Ernährungstherapie bei trockenen Augen umfasst gezielte ernährungsmedizinische Maßnahmen, die darauf abzielen, Reizungen und Entzündungen an der Augenoberfläche zu beruhigen und das Auge widerstandsfähiger zu machen, die Qualität und Stabilität des Tränenfilms zu unterstützen und systemische Risikofaktoren (z. B. Ernährungsmuster, Entzündungsstatus) günstig zu beeinflussen.
Sie ist als unterstützende therapeutische Ernährung einzuordnen und ergänzt die augenärztliche Standardtherapie, ersetzt diese jedoch nicht. Ernährung und Lebensstil sind relevante Einflussfaktoren auf Erkrankungen der okulären Oberfläche [1, 2].
Fazit
Die Ernährungstherapie bei trockenen Augen stellt eine sinnvolle, langfristig praktikable und nebenwirkungsarme Ergänzung der Standardtherapie dar. Sie kann insbesondere bei milder bis moderater Symptomatik zu einer moderaten Linderung subjektiver Beschwerden beitragen [1-6].
Literatur
- Jones L et al.: TFOS DEWS III: Management and Therapy. Am J Ophthalmol. 2025;279:289-386. doi: 10.1016/j.ajo.2025.05.039.
- Craig JP et al.: TFOS Lifestyle Report Executive Summary: A Lifestyle Epidemic – Ocular Surface Disease. Ocul Surf. 2023;30:240-253. doi: 10.1016/j.jtos.2023.08.009.
- Wang WX, Ko ML: Efficacy of Omega-3 Intake in Managing Dry Eye Disease: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. J Clin Med. 2023;12(22):7026. doi: 10.3390/jcm12227026.
- O'Byrne C, O'Keeffe M: Omega-3 fatty acids in the management of dry eye disease – An updated systematic review and meta-analysis. Acta Ophthalmol. 2022. doi: 10.1111/aos.15255.
- Eom Y et al.: Re-Esterified Triglyceride ω-3 Fatty Acids in Dry Eye Disease With Meibomian Gland Dysfunction: A Randomized Clinical Trial. JAMA Ophthalmol. 2024;142(7):617-624. doi: 10.1001/jamaophthalmol.2024.1482.
- Stapleton F et al.: TFOS DEWS II Epidemiology Report. Ocul Surf. 2017 Jul;15(3):334-365. doi: 10.1016/j.jtos.2017.05.003.
- Kim JH, Kim JH, Nam WH et al.: Oral Alcohol Administration Disturbs Tear Film and Ocular Surface. Ophthalmology 2012; 119: 965-71.
- Secretan B, Straif K, Baan R et al.: A review of human carcinogens – Part E: tobacco, areca nut, alcohol, coal smoke, and salted fish. Lancet Oncol. 2009 Nov;10(11):1033-4.