Sorbitunverträglichkeit (Sorbitintoleranz) – Körperliche Untersuchung

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Atemfrequenz, Körpertemperatur, Körpergewicht, Körpergröße; des Weiteren:
    • Beurteilung des Allgemein- und Ernährungszustands
    • Beurteilung des Hydratationszustands (Flüssigkeitszustands), insbesondere bei ausgeprägter Diarrhoe (Durchfall)
    • Untersuchung des Abdomens (Bauches)
      • Inspektion (Betrachtung) [abdominelle Distension (Aufblähung des Bauches) bei ausgeprägtem Meteorismus (Blähbauch)]
      • Auskultation (Abhören) [gesteigerte Darmgeräusche bei osmotisch bedingter Diarrhoe]
      • Perkussion (Abklopfen) [tympanitischer bzw. hypersonorer Klopfschall (hohl bzw. übermäßig laut klingender Klopfschall) bei ausgeprägtem Meteorismus]
      • Palpation (Abtasten) [diffuse abdominelle Druckdolenz (Druckschmerz des Bauches) bei symptomatischer Sorbitintoleranz (Unverträglichkeit von Sorbit)]
  • Klinische Einordnung – die körperliche Untersuchung kann bei Sorbitintoleranz insbesondere außerhalb einer symptomatischen Phase unauffällig sein. Die Untersuchung dient zugleich dem Erkennen von Befunden, die auf eine organische Differentialdiagnose (andere körperlich bedingte Erkrankung) hinweisen.

In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.