Einleitung
Verzögerte Pubertät (Pubertas tarda)

Die Pubertas tarda (ICD-10 E30.0: Verzögerte Pubertät) bezeichnet die verzögerte oder auch völlig fehlende Entwicklung der Pubertät.

Eine verzögerte Pubertät liegt vor, wenn beim sonst gesunden Mädchen bzw. Jungen die Pubertät jenseits eines Lebensalters von 13,5 (bei Mädchen) bzw. 14 Jahren (beim Jungen) keine Pubertätszeichen vorhanden sind. Typische Zeichen der Pubertätsentwicklung sind beim Mädchen die Thelarche (Entwicklung der weiblichen Brust) und beim Jungen die Zunahme des Hodenvolumens auf über 3 ml.
Des Weiteren spricht man von einer verzögerten Pubertät, wenn der Zeitbedarf für das Durchlaufen der Pubertät von einem Stadium B2 bis zur Menarche (von den ersten Zeichen bis zum Erreichen eines Tanner-Stadiums P5 G5) mehr als 5,0 (beim Mädchen) bzw. 5,5 Jahre (beim Jungen) beträgt oder wenn eine begonnene Pubertätsentwicklung länger als 18 Monate stillsteht [1].

Zur "Pubertätsentwicklung nach Tanner" siehe unter dem Subthema "Körperliche Untersuchung".

Eine Pubertas tarda kann Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter “Differentialdiagnosen“).

Verlauf und Prognose: Verlauf und Prognose sind abhängig von der Ursache der Erkrankung. Eine medizinische Abklärung ist in jedem Fall erforderlich.

Leitlinien

  1. S1-Leitlinie: Pubertas tarda und Hypogonadismus. (AWMF-Registernummer: 027 - 025), Januar 2011 Langfassung

 

 


     
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