Die nachfolgend aufgeführten Folgeerkrankungen belegen die Bedeutung des Diabetes mellitus als Alterungserkrankung.
Diabetische Mikroangiopathie – erhöhte Durchlässigkeit der Gefäßwände kleiner Blutgefäße, führt zu
- Durchblutungsstörungen der Netzhaut des Auges – Sehstörungen bis hin zur Erblindung
- Diabetische Nephropathie – führt zu Nierenschädigungen, das heißt zu chronischem Nierenversagen, was häufig eine Dialyse (Blutwäsche) notwendig macht und zu Hypertonus (Bluthochdruck) führt
- Diabetische Neuropathie – Nervenschädigungen mit Störungen der Sensibilität und des Temperaturempfindens
- Störung der Durchblutung – diabetischer Fuß, mitunter Amputationen
- Störung der Wundheilung
Diabetische Makroangiopathie – erhöhte Durchlässigkeit der Gefäßwände großer Blutgefäße, führt zu
- Arteriosklerose (Arterienverkalkung) – mit erhöhtem Risiko für Hypertonus (Bluthochdruck), Koronare Herzkrankheit (KHK) mit der Folge von Myokardinfarkt (Herzinfarkt) oder Apoplex (Schlaganfall)
Achtung!
Diabetes mellitus gilt als unabhängiger Risikofaktor für den Apoplex-Schlaganfall.
Weitere Folgeerkrankungen
- Störungen der Libido – Störungen des sexuellen Verlangens
- Erektionsstörungen des Mannes
- Depressionen
- Ein hoher Nüchtern-Blutzucker war laut den Ergebnissen einer großen prospektiven Kohorten-Studie in Korea mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden – Männer hatten ein um 27 % und Frauen ein um 31 % erhöhtes Risiko, an Krebs zu sterben.
Dabei waren die wichtigsten assoziierten Krebsarten das Pankreaskarzinom, Leberkrebs, Speiseröhrenkrebs, Kolonkarzinom und auch das Cervixkarzinom der Frau [1] - Typ-1-Diabetiker entwickeln häufig Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse wie Morbus Basedow oder Hashimoto-Thyreoiditis.
Literatur
- Jee SH, Ohrr H, Sull JW, Yun JE, Ji M, Samet JM.
Fasting serum glucose level and cancer risk in Korean men and women.
JAMA. 2005 Jan 12;293(2):194-202.












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