Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Symptome – Beschwerden
Reizdarmsyndrom

Folgende Symptome und Beschwerden können gemeinsam mit einem Reizdarmsyndrom (RDS) auftreten:

Leitsymptome

  • Rezidivierende (wiederkehrende) Schmerzen im Unterbauch*
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten* wie ein Abwechseln von Obstipation (Verstopfung) und Diarrhoe** (Durchfall) (man kann einen obstipationsdominanten Typ, einen diarrhöedominanten Typ und einen Mischtyp unterscheiden)
    • Achtung: besteht eine Diarrhoe als Leitsymptom, so liegt meist kein Reizdarmsyndrom vor
  • Meteorismus (Blähungen)

*Bei dieser Symptomatik liegt bei der Hälfte der betroffenen Patienten eine funktionelle Darmstörung vor.
**Bis zu 30 Stuhlgänge pro Tag ist keine Seltenheit.

Die Symptome treten verstärkt in Stressepisoden oder Zeiten emotionaler Aufregung auf.

Begleitsymptome

  • Dyspepsie (Oberbauchbeschwerden)
  • Aufstoßen
  • Sodbrennen
  • Nausea (Übelkeit)
  • Erbrechen 
  • Veränderungen der Stuhlfrequenz
  • Mühsame Stuhlpassage
  • Gesteigerter Stuhldrang (bis: imperativer Stuhldrang)
  • Kleinvolumiger Stuhlgang
  • Schleimabgang
  • Gefühl der inkompletten Darmentleerung
  • Meteorismus (Blähungen)
  • Distensionsgefühl – Überdehnungsgefühl im Darm
  • Nahrungsmittelintoleranzen (Nahrungsmittelunverträglichkeiten)

Beachte!

  • Die Symptomatik der symptomatischen unkomplizierten Divertikelkrankheit zeigt eine Ähnlichkeit zum Reizdarmsyndrom.
  • Patienten mit gastrointestinalen Beschwerden geben häufiger gleichzeitig eine Depression an.

Warnzeichen (red flags) für somatische Krankheitsursachen

Folgende Symptome bedürfen der weiteren Diagnostik zum Ausschluss einer somatischen (körperlichen) Erkrankung:

  • Anamnestische Angaben:
    • Entzündliche Darmerkrankungen in der Familie
    • Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs) in der Familie
    • kurze Anamnese (< 6-12 Monate) und/oder progrediente (fortschreitende/zunehmende) Symptomatik
  • Erstmanifestation (erstmaliges Auftreten) nach dem 50. Lebensjahr
  • Im Basislabor: Anämie (Blutarmut) und Entzündungszeichen
  • Leitsymptom Diarrhoe (Durchfall)
  • Blut im Stuhl (Hämatochezie) oder okkultes Blut im Stuhl
  • Fettstühle (Steatorrhoe)
  • Fieber
  • Gewichtsverlust > 10 % bei unveränderter Nahrungszufuhr
  • Leistungsknick
  • Nächtliche Beschwerden bzw. Aufwachen wg. Schmerzen oder Symptome
  • Nächtliche Stuhlentleerungen
  • Schmerzen lokalisieren sich
  • Wachtumsstörungen (bei Kindern)
  • Schmerzen abseits des Nabels (bei Kindern)
  • Tastbare Resistenzen
  • Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen)

Beachte:

  • Wenngleich die Alarmsymptome eine hohe Spezifität für das Vorliegen entzündlicher oder maligner Grundkrankheiten haben, so spielen sie dennoch für deren Ausschluss wegen ihrer sehr geringen Sensitivität keine maßgebliche Rolle.
  • Falls die RDS-Symptomatik erst seit weniger als 12 (bis 24) Monaten besteht, so sind insbesondere auch maligne Ursachen (Tumorerkrankungen) auszuschließen: kolorektales Karzinom (Kolon- und Rektumkarzinom/Dickdarm- und Mastdarmkrebs) und Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs; bei ca. 85 % der betroffenen Patienten treten vor der Krebsdiagnose typische Reizdarmbeschwerden neue auf; häufig als erstes Symptom).
     
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