Klassifikation
Reizdarmsyndrom

Diagnosekriterien für das Reizdarmsyndrom [S3-Leitlinie]

Die drei folgenden Kriterien müssen erfüllt sein:

  • Es bestehen chronische, das heißt länger als drei Monate anhaltende Beschwerden (zum Beispiel Bauchschmerzen, Blähungen), die von Patient und Arzt auf den Darm bezogen werden und in der Regel mit Stuhlgangsveränderungen einhergehen.
  • Die Beschwerden sollen begründen, dass der Patient deswegen Hilfe sucht und/oder sich sorgt und so stark sein, dass die Lebensqualität hierdurch relevant beeinträchtigt wird.
  • Es existieren keine für andere Krankheitsbilder charakteristischen Veränderungen, die wahrscheinlich für diese Symptome verantwortlich sind. 

Rome-IV-Kriterien [Rome IV]

Wiederkehrende abdominale Schmerzen, durchschnittlich mindestens einmal pro Woche innerhalb der letzten drei Monate und mindestens zwei der drei folgenden Symptome:

  • Assoziation der Beschwerden mit der Stuhlentleerung
  • Assoziation der Beschwerden mit Veränderung der Stuhlhäufigkeit
  • Assoziation der Beschwerden mit Veränderung der Stuhlkonsistenz Die Kriterien sollen die letzten drei Monate erfüllt sein, während der Beginn der Symptome mindestens 6 Monate zurücklegen muss..

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. (AWMF-Registernummer: 021-016), Oktober 2010 Langfassung
  2. Drossman DA, Hasler WL: Rome IV – Functional GI Disorders: Disorders of Gut-Brain Interaction. Gastroenterology. 2016;150(6):1257-1261. doi: 10.1053/j.gastro.2016.03.035

 

     
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