Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Anamnese
Reizdarmsyndrom

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik des Colon irritabile (Reizdarmsyndrom) dar.

Familienanamnese

  • Gibt es in Ihrer Familie häufig Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (entzündliche Darmerkrankungen; Darmkrebs)?

Soziale Anamnese

  • Gibt es Hinweise auf psychosoziale Belastungen oder Belastungen aufgrund
    • Ihres Berufes?
    • Ihrer familiären Situation?

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Leiden Sie unter Schmerzen im Unterbauch*?
  • Wann treten diese Schmerzen* auf?
  • Haben Sie Veränderungen beim Stuhlgang* (Abwechseln von Durchfall und Verstopfung) bemerkt?
  • Müssen Sie stark pressen beim Stuhlgang? (Entleerungsstörung)
  • Leiden Sie unter Blähungen*? 
  • Wie lange bestehen diese Symptome schon?
  • Wobei verändern sich die Schmerzen, bzw. nehmen zu?
    • Nahrungsmittel?
    • Schichtarbeit?
    • Psychologische Stressoren?
    • Medikamente?
  • Welche weiteren Beschwerden haben Sie?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

  • Ernähren Sie sich ausgewogen?

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen (Magen-Darm-Erkrankungen; Nahrungsmittelunverträglichkeiten)
  • Operationen
  • Allergien
  • Medikamentenanamnese

*Das Führen eines Symptomtagebuchs, ggf. auch eines Stuhlprotokolls, ist bei diesem Beschwerdebild sinnvoll!
Gezielte Meidung von beispielsweise Fett, Kohlenhydrate (z. B. FODMAPs), Hülsenfrüchte, Getreideprodukte, Salicylate, Zwiebeln und Alkohol, kann zum Wegfall oder zur erheblichen Besserung des Beschwerdebildes führen.

Warnzeichen für somatische Krankheitsursachen

Folgende Symptome bedürfen der weiteren Diagnostik zum Ausschluss einer somatischen Erkrankung:

  • Leitsymptom Diarrhoe (Durchfall)
  • Blut im Stuhl
  • Fieber
  • Gewichtsverlust > 10 % bei unveränderter Nahrungszufuhr
  • nächtliche Beschwerden
  • Wachtumsstörungen (bei Kindern)
  • Schmerzen abseits des Nabels (bei Kindern)
  • Menstruationsstörungen; Pubertas tarda (verzögerte, unvollständige oder völlig fehlende Entwicklung der Pubertät bei Jungen älter als 16 bzw. Mädchen älter als 15 Jahren)
  • Leistungsknick
  • tastbare Resistenzen
  • Erstmanifestation nach dem 50. Lebensjahr
  • kurze Anamnese (< 6-12 Monate) und/oder progrediente (voranschreitende) Symptomatik
  • Kolonkarzinom (Darmkrebs) in der Familie
  • Entzündliche Darmerkrankungen in der Familie
  • Im Basislabor: Anämie (Blutarmut) und Entzündungszeichen
     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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