Einleitung
Schulterschmerzen (Omalgie)

Schulterschmerzen (Omalgie; ICD-10 M25.51) sind in der Mehrheit der Fälle Weichteilschmerzen. Beteiligt sind Muskeln, Sehnen, Gelenkkapsel, Schleimbeutel und Gelenkschmiere, nicht aber die Knochen.

Das Schultergelenk hat von allen Gelenken im menschlichen Körper den größten Bewegungsumfang, wodurch es jedoch besonders anfällig für Verletzungen und Verschleiß ist. Schulterschmerzen treten in der Bevölkerung häufig auf. Sie schränken die Beweglichkeit des Schultergelenks ein und erschweren folglich viele alltägliche Vorgänge.

Man unterscheidet akute von chronischen Schulterschmerzen. Akute Schmerzen treten beispielsweise sportbedingt oder nach dem Tragen schwerer Last auf. Eine chronische Omalgie liegt vor, wenn die Schmerzen über drei Monate anhalten. Hier ist häufig eine degenerative (abnutzungsbedingte) Gelenkerkrankung die Ursache.

Der Schulter-Nacken-Bereich ist die am zweithäufigsten von chronischen Schmerzen betroffene Region [1].

Schulterschmerzen können Symptom vieler Erkrankungen sein (siehe unter “Differentialdiagnosen“).

Geschlechterverhältnis: Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Häufigkeitsgipfel: Mit steigendem Alter steigt auch die Zahl der von Schulterschmerzen betroffenen Personen.

Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) liegt bei 30 % (in Deutschland), Tendenz steigend.

Verlauf und Prognose: Schulterschmerzen treten oft nachts auf, da sich in Ruhe der Spalt im Schultergelenk durch Verkalkungen, Sehneneinrisse oder Engpass-Syndrome (Impingement-Syndrom, Kompressionssyndrom) verkleinert und somit Druck auf die Nerven und Schulterweichteile entsteht. Tagsüber wird der Spalt durch Bewegung wieder vergrößert und die Schmerzen lassen nach. Je früher mit einer adäquaten Therapie begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Literatur

  1. Robert Koch-Institut: Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Gesundheit in Deutschland. Robert Koch-Institut/Statistisches Bundesamt, Berlin, 2006, S 225

     
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