Circa 10-50 % der Erwachsenen schnarchen. In den meisten Fällen muss das Schnarchen (medizinisch: Rhonchopathie) jedoch nicht behandelt werden, da keine Gefahr für die Gesundheit ausgeht. Es handelt sich in diesen Fällen um das primäre Schnarchen. Der Schlaf ist erholsam.
Das Schnarchen wird zu den Parasomnien gezählt, dabei handelt es sich um Aktivierungen verschiedener Körpersysteme, die während des Schlafes auftreten. Zu diesen Phänomenen zählt auch das Schlafwandeln, das Zähneknirschen und das Sprechen im Schlaf.
Das Geräusche beim Schnarchen entstehen dadurch, dass sich im Schlaf die Atemwege der Erschlaffen der Muskulatur verengen und so das Luftholen erschwert wird.
Schnarcht der Betroffene laut und vor allem unregelmäßig, so sollte jedoch untersucht werden, ob ein so genanntes Schlafapnoe-Syndrom vorliegt. Dabei handelt es sich um Atemaussetzer im Schlaf, die durch die Verlegung der Atemwege entstehen und häufig mehrere hundert Mal pro Nacht auftreten. Die Atemaussetzer müssen definitionsgemäß mindestens 10 Sekunden dauern, um den Verdacht auf ein Schlafapnoe-Syndrom stellen zu können. Durch die Atemaussetzer haben die Betroffenen einen Sauerstoffmangel, der sie schlecht schlafen lässt. Somit sind die Patienten tagsüber müde. Weiterhin kann das Schlafapnoe-Syndrom verschiedene Folgeerkrankungen nach sich ziehen.
Das Schlafapnoe-Syndrom betrifft etwa 4 % der männlichen Bevölkerung (vor allem im mittleren Lebensalter) und 2 % der erwachsenen Frauen (meist nach der Menopause – Wechseljahre) und kann zu schwerwiegenden Folgen führen.
Es kann in die folgenden beiden Untergruppen eingeteilt werden
- Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom – gekennzeichnet durch die Obstruktion (Einengung) oder komplettem Verschluss der oberen Atemwege während des Schlafes; häufigste Form der Schlafapnoe
- Zentrales Schlafapnoe-Syndrom – gekennzeichnet durch wiederholte Atemstillstände durch fehlende Aktivierung der Atemmuskeln
- Darüber hinaus existieren noch verschiedene Mischformen der beiden Gruppen
Das Schnarchen kann einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom um viele Jahre vorausgehen.
Bei Kindern, die schnarchen, sollte grundsätzlich eine Abklärung der Ursache erfolgen, um schwerwiegende Störungen rechtzeitig beheben zu können.













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