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Ursachen
Wechseljahre - Andropause

Verantwortlich für die Andropause ist eine Abnahme der Produktion der männlichen Sexualhormone Pregnenolon, Dehydroepiandrosteron (DHEA), Androstendion und insbesondere Testosteron.

 

Auslöser für die Andropause sind

  • Eingeschränkte Produktionsfähigkeit des Hodens für Testosteron aufgrund reduzierter Zahl der so genannten Leydig-Zwischenzellen mit gleichzeitigem Verlust der täglichen Testosteron-Rhythmik
  • Eingeschränkte Sekretionsreserve nach Stimulation mit exogenem – nicht vom Körper selbst produziertem – LH (luteinisierendem Hormon) oder hCG (humanem Choriongonadotropin)
  • Fehlfunktion des Regelkreises Hypothalamus (Zwischenhirn) – Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), verbunden mit einem abgeschwächten Ansprechen von LH und FSH (Follikel-stimulierendem Hormon) auf die GnRH-(Gonadotropin-Releasinghormon)-Stimulation
  • Anstieg der Serumkonzentration des SHBG (Sexualhormon-bindenden Globulins) mit fortschreitendem Lebensalter, welches den Teil des bioverfügbaren (stoffwechselaktiven) Testosterons vermindert.

Anders als bei den Frauen bricht die Produktion der Androgene nicht einfach ab. Ab circa dem 40. Lebensjahr sinkt die Produktion jährlich etwa um 1-2 %.

 

Das wichtigste Sexualhormon des Mannes ist das Testosteron, welches wird zu 95 % in den Hoden und zu 5 % in den Nebennieren produziert wird.

In der Regel fallen die Werte für den Testosteronspiegel im Alter von 30 bis 40 Jahren allmählich ab. Etwa die Hälfte aller gesunden Männer im Alter zwischen 50 und 70 Jahren hat eine Konzentration an bioverfügbarem Testosteron, die geringer ist als der niedrigste Normwert gesunder 20-bis 40-jähriger Männer.

Es gibt große individuelle Unterschiede. Manche Männer weisen mit 70 Jahren noch Testosteronspiegel im Normbereich auf und sind auch im hohen Alter noch zeugungsfähig. Andere Männer haben schon mit 50 Jahren deutliche Anzeichen für einen Testosteronmangel. Diese Unterschiede sind zum Teil genetisch bedingt. Aber auch viele äußere Faktoren wirken sich auf die Hormonproduktion aus. Im Unterschied zu Frauen haben daher nicht alle gesunden Männer mit zunehmendem Alter eine Störung des hormonalen Gleichgewichts.

Der Testosteronspiegel des erwachsenen Mannes liegt zwischen 12 und 40 nmol/l (3,6 bis 12 ng/ml)
.
Dabei unterliegt der Blutspiegel tageszeitlichen Schwankungen. Abends zwischen 18 und 22 Uhr sind die Werte am niedrigsten, am frühen Morgen liegen sie 35 % über den durchschnittlichen Werten. Anzeichen für die morgendlichen "Spitzenwerte" ist zum Beispiel die häufig auftretende morgendliche spontane Erektion. Beim alternden Mann werden die morgendlichen Werte zunächst niedriger. Schließlich sinkt der Testosteronspiegel langsam ab. Ein 70jähriger Mann erreicht nur noch zwei Drittel der Testosteronwerte eines jungen Mannes.

 

Sinkt der Wert unter 12 nmol/l (3,6 ng/ml), so liegt ein partielles Androgen-Defizit vor, welches durch die oben beschriebenen Beschwerden/Symptome auf sich aufmerksam machen kann.

 

Eine Verminderung der Testosteron-Produktion wird begünstigt durch

  • Übergewicht
  • Dauerndes Fasten oder ständige Diäten
  • Alkohol und Drogen
  • Mangel an körperlichem Training
  • Fettleber – Fetteinlagerung in der Leber
  • Muskelschwund
  • Verschiedene Medikamente wie Spironolacton, Chemotherapeutika wie Vincristin, Methotrexat und Alkylanzien, Ketoconazol, Flutamid, Cimetidin sowie Cyproteronacetat
     
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