Operative Therapie
Hodenhochstand (Maldeszensus testis)

1. Ordnung

  • Beim Hodenhochstand sollte bei Versagen einer Hormontherapie bis zum 12. Lebensmonat eine Orchidopexie durchgeführt werden [1].

Orchidopexie ist zusammengesetzt aus Orchis (gr = Hoden) und Pexie (gr = anheften, annähen) und bedeutet  "Anheften des Hodens". Man versteht darunter die operative Fixierung des Hodens im Skrotum (Hodensack).
Operativ erfolgt dazu ggf. eine Funikulolyse (Mobilisierung des Samenstranges) oder eine zweizeitige Operation nach Fowler-Stephens bzw. Operation nach Koff und Sethi.

Bei der Operation nach Fowler-Stephens wird im ersten Schritt der Hoden mit seinen Gefäßen aus der Fehllage mobilisiert, bevor er in einem zweiten Schritt in das Skrotum (Hodensack) verlegt wird.

Die Operation nach Koff und Sethi unterscheidet sich von der nach Fowler-Stephens dadurch, dass die Testikulargefäße näher am Hoden abgesetzt werden. 

Literatur

  1. S2k-Leitlinie: Hodenhochstand – Maldescensus testis. (AWMF-Registernummer: 006-022), August 2016 Langfassung
     
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