Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)

Bei der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) handelt es sich um einen Laborparameter, der sich bei entzündlichen Prozessen verändert.

Mit diesem Verfahren wird die Absenkgeschwindigkeit der Erythrozyten (rote Blutkörperchen; ESR = Erythrozytensedimentationsrate) bestimmt. Dazu wird das Blut mit den zugesetzten Stoffen in eine stehende Pipette eingefüllt. Nach einer Stunde wird abgelesen, wo der Überstand, also das Blutplasma, steht.

Das Verfahren

Benötigtes Material

  • EDTA-Blut in speziellem Röhrchen

Vorbereitung des Patienten

  • Nicht bekannt

Störfaktoren

  • Nicht bekannt

Normwerte

Geschlecht Normwert der 1. Stunde in mm
Frauen, < 50 Jahre < 20
Frauen, > 50 Jahre < 30
Männer, < 50 Jahre < 15
Männer, > 50 Jahre < 20

Indikationen

  • Verdacht auf Infektionen

Interpretation

Interpretation erhöhter Werte

  • Anämie (Blutarmut)
  • Autoimmunerkrankungen, nicht näher bezeichnet
  • Einnahme von oralen Kontrazeptiva ("Pille")
  • Hyperlipoproteinämie (Fettstoffwechselstörung)
  • Infektionen aller Art
  • Menstruation
  • Metastasierende Tumore, nicht näher bezeichnet
  • Multiples Myelom (Plasmozytom)
  • Nephrotisches Syndrom – Sammelbegriff für Symptome, die bei verschiedenen Erkrankungen des Glomerulums (Nierenkörperchen) auftreten; die Symptome sind Proteinurie (Ausscheidung von Eiweiß mit dem Urin) mit einem Proteinverlust von mehr als 1 g/m²/Körperoberfläche/d; Hypoproteinämie, periphere Ödeme durch eine Hypalbuminämie von < 2,5 g/dl im Serum, Hyperlipoproteinämie (Fettstoffwechselstörung)
  • Schwangerschaft

Interpretation erniedrigter Werte

  • Einnahme von Antiphlogistika (entzündungshemmende Medikamente) wie beispielsweise Diclofenac
  • Polyglobulie – übermäßige Vermehrung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen)

Weitere Hinweise

  • Die Bestimmung des CRP (C-reaktives Protein) sollte vorgezogen werden, vor allem, da es nach einer Infektion schneller abklingt
     
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