Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Anamnese
Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik des Endometriumkarzinoms (Gebärmutterschleimhautkrebs) dar.

Familienanamnese

  • Gibt es in Ihrer Familie häufig Tumorerkrankungen (Darm- bzw. Brustkrebs)?
  • Gibt es in Ihrer Familie Erbkrankheiten (HNPCC-Syndrom – Hereditary-Non-Polyposis-Colon-Cancer-Syndrom)?

Soziale Anamnese

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Welche Symptome haben Sie bemerkt?
  • Haben Sie verlängerte (> 6 Tage) und verstärkte Regelblutungen?
  • Haben Sie außerhalb der Menstruation (Monatsblutung) auftretende Blutungen?
  • Ist Ihnen Ausfluss aus der Scheide aufgefallen? Wenn ja, wie sieht dieser aus?
  • Seit wann bestehen diese Beschwerden/Veränderungen?
  • Haben Sie Schmerzen im Unterbauch?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

  • Wann war die erste Regelblutung? Wann war Ihre letzte Regelblutung?
  • Gabe es jemals Zyklusanomalien?
  • Haben Sie Kinder geboren?
  • Hat sich Ihr Appetit verändert?
  • Haben Sie ungewollt Körpergewicht verloren?
  • Sind Sie übergewichtig? Geben Sie uns bitte Ihr Körpergewicht (in kg) und Ihre Körpergröße (in cm) an.
  • Rauchen Sie? Wenn ja, wie viele Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen pro Tag?
  • Trinken Sie Alkohol? Wenn ja, welches Getränk bzw. welche Getränke und wie viele Gläser pro Tag?
  • Nehmen Sie Drogen? Wenn ja, welche Drogen und wie häufig pro Tag bzw. pro Woche?

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen (Tumorerkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit))
  • Operationen
  • Strahlentherapie
  • Allergien
  • Schwangerschaften

Medikamentenanamnese

  • Hormonersatztherapie (HET; engl.: hormone replacement therapy (HRT))
    • alleinige Hormontherapie mit Östrogenen ohne Gestagenschutz bei nicht hysterektomierten Frauen (Frauen, deren Gebärmutter nicht entfernt wurde)
      • bei nicht-hysterektomierten postmenopausalen Frauen besteht unter Östrogenmonotherapie nach 3 Jahren Einnahmedauer bereits ein 5-faches, nach 10 Jahren ein 10-faches Erkrankungsrisiko (Lit. s. u. Klimakterium/Menopause: Malignome mit erhöhtem Erkrankungsrisiko)
    • Die Verwendung von Progesteron oder Dydrogesteron im Rahmen einer kontinuierlich-kombinierten Hormontherapie kann das Risiko der Entstehung eines Endometriumkarzinoms erhöhen.
    • Die Langzeitanwendung einer kontinuierlich-kombinierten Hormonersatztherapie > 6 Jahre bzw. > 10 Jahre kann zu einem erhöhten Endometriumkarzinomrisiko führen.
  • Tamoxifen-Therapie beim Mammakarzinom (Brustkrebs) – gering erhöhtes Risiko, wenn die Einnahmedauer > 5 Jahre ist
  • Langzeiteinnahme von Tibolon (östrogener Wirkstoff, der zur Behandlung der Symptome des Östrogenmangels infolge der Menopause eingesetzt wird) 
     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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