Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Prävention
Gebärmutterhalskrebs (Cervixkarzinom)

Die HPV-Impfung ist die wichtigste und wirksamste präventive Maßnahme gegen das Cervixkarzinom (s. u. Primärprävention).

Des Weiteren muss zur Prävention des Cervixkarzinom muss auf eine Reduktion individueller Risikofaktoren geachtet werden.

Verhaltensbedingte Risikofaktoren

  • Hohe Parität (Zahl der Geburten)
  • Ernährung
    • Mikronährstoffmangel (Vitalstoffe) – siehe Prävention mit Mikronährstoffen
  • Genussmittelkonsum
    • Tabak (Rauchen) [1, 2]
  • Schlechte Genitalhygiene

Primärprävention

  • HPV Impfung gegen die high-risk HPV Typen 16 und 18. Durch diese Impfung lassen sich mindestens 70 % der Cervixkarzinome verhindern [4]. In Deutschland übernimmt die Kasse bei Mädchen vom 9.-17. Lebensjahr die Impfung.
    Hinweis: Die zur Verfügung stehenden HPV-Impfstoffe enthalten inzwischen Wirkstoffe gegen neun Virustypen.
  • Vermeidung oder Reduktion von Genitalinfektionen mit humanen Papillomviren (HPV) durch:
    • konsequente Anwendung von Kondomen
    • sexuelle Abstinenz
  • Laut Ergebnissen einer Metaanalyse mindert ein Intrauterinpessar die Gefahr an einem Cervixkarzinom zu erkranken um 36 % [3].

Sekundärprävention

Die Sekundärprävention ist gekennzeichnet durch:

  • Reduktion individueller Risikofaktoren (s.o.)
  • Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (s. u. Labordiagnostik)
    • zytologische Abstrichentnahme möglichst unter kolposkopischer Kontrolle (Gebärmutterhalsspiegelung) 
    • HPV Entnahme mit Differenzierung von low-risk HPV Typen, high-risk HPV Typen 
  • Weitere Risikofaktoren
    • Positiver HPV-Test (insb. bei Frauen > 30 Jahren) – erhöhtes Risiko für eine Cervixdysplasie (cervikale intraepitheliale Neoplasie/CIN)
    • Prostitution

Literatur

  1. Deutsches Krebsforschungszentrum Tabakatlas Deutschland 2015. Heidelberg
  2. Secretan B, Straif K, Baan R et al.: A review of human carcinogens – Part E: tobacco, areca nut, alcohol, coal smoke, and salted fish. Lancet Oncol. 2009 Nov;10(11):1033-4.
  3. Cortessis VK et al.: Intrauterine Device Use and Cervical Cancer Risk. A Systematic Review and Meta-analysis. Obstet Gynecol 2017, online 3. November https://doi.org/10.1097/AOG.0000000000002307
  4. S3-Leitlinie: Prävention des Zervixkarzinoms. (AWMF-Registernummer: 015 - 027OL), Dezember 2017 Langfassung

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Prävention des Zervixkarzinoms. (AWMF-Registernummer: 015 - 027OL), Dezember 2017 Langfassung
  2. S3-Leitlinie: Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien. (AWMF-Registernummer: 082 - 002), Mai 2020 Kurzfassung Langfassung
     
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