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Ursachen
Brustkrebs - Mammakarzinom
Es ist nicht genau geklärt, welche Ursachen für die Entstehung von Brustkrebs verantwortlich sind. Meist tritt die Erkrankung spontan, das heißt ohne erkennbaren Auslöser, auf.

Mehr noch als für die familiären Formen des Mammakarzinoms sind Gendefekte für die spontane Entstehung von Brustkrebs verantwortlich. Bei 40 Prozent der Patientinnen mit Mammakarzinom ist eine p53-Mutation als erworbener Defekt vorhanden.

Weiterhin ist das Mammakarzinom eine hormonabhängige Erkrankung. Frauen ohne funktionstüchtige Ovarien (Eierstöcke) und ohne Östrogensubstitution entwickeln, abgesehen vom familiären Mammakarzinom, keinen Brustkrebs.

Zudem gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die die Entstehung von Brustkrebs begünstigen können:

Biographische – unveränderbare – Ursachen

  • Alter – je höher das Alter, desto höher das Risiko
  • Genetische Belastungen
    - Bei Geschwistern oder Töchtern von Frauen mit Mammakarzinom sowie
    - Mutationen im BRCA1- oder BRCA2-Gen liegt ein 2 bis 9fach erhöhtes Risiko vor, ebenfalls zu erkranken [2]!
    - Überexpression des HER2-neu-Onkogens auf dem Chromosom 17 sowie benachbarter Regionen auf dem gleichen Chromosom
    - Frauen mit einer Mutation in der Erbanalage BRIP1 haben laut einer britischen Studie ein doppelt so hohes Risiko [3]
  • Hormonelle Faktoren
    Die Anzahl der Jahre im Leben einer Frau, in denen sie unter dem Einfluss von Östrogenen und Gestagenen steht, insbesondere die Jahre vor der ersten ausgetragenen Gravidität, sind von entscheidender Bedeutung für das Entstehungsrisiko eines Mammakarzinoms!
  • Frühe Menarche so ist das Mammakarzinomrisiko für Frauen, die bereits mit 12 Jahren ihre Menarche hatten, um 50 bis 60 % im Vergleich zu den Frauen erhöht, die erst mit 16 Jahren ihre erste Regelblutung hatten
  • Späte Menopause
  • Hohe mammographische Dichte des Drüsenkörpers
  • Hohe Knochendichte
  • Brustkrebserkrankung der anderen Brust – 2-10-fach erhöhtes Risiko [2]
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Ursachen
  • Fettreiche Ernährung mit hohem Fleischkonsum
  • Adipositas – 2-3fach erhöhtes Risiko [2]
  • Alkohol – (mehr als 15 g pro Tag) und Tabakkonsum
  • Späte erste Gravidität – nach dem 30. Lebensjahr – circa 3fach erhöhtes Risiko [2]
  • Kinderlosigkeit 1,5-2,3fach erhöhtes Risiko [2]
  • Kurze Laktationszeit – je kürzer die Stillzeit, desto höher das Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken. Dieses ergab eine Metastudie [1]
Krankheitsbedingte behandelbare Ursachen
  • Mastopathie häufigste Brusterkrankung zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr, geht mit zystischen beziehungsweise fein- oder grobknotigen Veränderungen des Brustgewebes einher. Als Ursache wird ein Hyperöstrogenismus angenommen.
    Eine geeignete diagnostische Methode ist beispielsweise die Mamma-Sonographie
    . Das Mammakarzinomrisiko ist bei der Mastopathie circa um den Faktor 2 erhöht [2]

Medikamente

  • Östrogentherapie z.B. Hormonersatztherapie über mehr als fünf Jahre
  • Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft erhöht die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva (Pille zur Empfängnisverhütung) das Risiko an einem Mammakarzinom zu erkranken – noch nicht vollständig wissenschaftlich erforscht – nur um den Faktor 1,2 bis 1,5 bei einer Einnahme von mehr als fünf Jahren [2]
Röntgenstrahlen
  • Exposition gegenüber ionisierender Strahlung


     
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