Hormontherapie
Anwendungsgebiete der Hormontherapie
- Voraussetzung ist der Nachweis spezifischer Hormonrezeptoren im Tumorgewebe!
- Bei krankheitsfreiem Intervall von mehr als zwei Jahren
- Nur eine Organmanifestation
Hormontherapie der ersten Wahl ist bisher Tamoxifen. Postmenopausal (nach den Wechseljahren) werden täglich 20 mg, prämenopausal (vor den Wechseljahren) werden täglich 40 mg verabreicht.
Die Daten neuer Studien zeigen jedoch eine Überlegenheit der so genannten Aromatasehemmer (z. B. Anastrozol) gegenüber dem bis dahin gültigen Goldstandard Tamoxifen in der adjuvanten Therapie von Patientinnen mit hormonsensitivem Mammakarzinom [1].
Eine Hormontherapie der zweiten Wahl wird angewendet, wenn es zu einem erneuten Fortschreiten der Tumorerkrankung kommt.
Verabreicht werden dann entweder
- Aminoglutethimid 500 mg täglich oder
- Formestan 250 mg i.m. – intramuskulär, in den Muskel – alle zwei Wochen oder
- Megestrolazetat 160 mg täglich oder
- Medroxyprogesteronazetat 300-500 mg täglich
Chemotherapie
Durch die adjuvante Kombinations-Chemotherapie lassen sich die Rezidivrate (Wiederauftreten des Karzinoms) und die Mortalität (Sterblichkeit) reduzieren. Die Chemotherapie sollte ein so genanntes Anthrazyklin enthalten. Die Anwendung der Chemotherapie ist dabei vom Status der befallenen Lymphknoten unabhängig.
Primäre systemischen Chemotherapie
Diese wird auch als so genannte neoadjuvante Chemotherapie bezeichnet und wird heute als Standardbehandlung bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenen, primär inoperablen oder inflammatorischen Mammakarzinomen angesehen.
Bei einer Chemotherapie werden der Patientin Zytostatika verabreicht, die weitgehend selektiv Tumorzellen schädigen und zerstören. Die Chemotherapie wird kombiniert mit einer anschließenden Bestrahlung und einer darauf folgenden Ablatio (Brustentfernung) oder umgekehrt.













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