Tennisellenbogen/Golferellenbogen (Epicondylitis humeri) – Symptome – Beschwerden

Folgende Symptome und Beschwerden können auf eine Epicondylitis humeri (Tennisellenbogen/Golferellenbogen) hinweisen:

Leitsymptome
Diese Leitsymptome lenken den Verdacht auf eine Epicondylitis humeri und werden oft zuerst bemerkt:

  • Druckschmerz an den Muskelansatzpunkten: Tritt bei etwa 90 % der Patienten auf
  • Bewegung gegen Widerstand ist schmerzhaft (Anspannungsschmerz): Schmerzen sind belastungsabhängig (80-90 %)
  • Sensibilitätsstörungen (Gefühlsstörungen): In seltenen Fällen (in 10-15 % der Fälle)

Hauptsymptome (primäre Symptome)
Diese Symptome prägen das klinische Bild einer Epicondylitis humeri:

  • Einschränkung der Beweglichkeit im betroffenen Ellenbogengelenk (60-70 %): insbesondere bei Drehbewegungen
  • Nachtschmerzen: Können den Schlaf stören (ca. 50 % sind davon betroffen)

Begleitsymptome (sekundäre Symptome)
Diese Begleitsymptome sind weniger charakteristisch und können auf Komplikationen hinweisen:

  • Schmerzhafte Muskelverspannungen im Bereich des Unterarms (bei 50-60 % der Patienten)
  • Steifheit im Ellenbogen (ca. 40 %): Vor allem nach längerer Ruhephase

Unspezifische Symptome
Diese unspezifischen Symptome treten bei vielen Erkrankungen auf und tragen weniger zur Diagnose bei:

  • Allgemeine Ermüdung des Arms, besonders nach längerer Belastung (30-40 %)

Epicondylitis humeri lateralis

(Synonyme: Epicondylaris humeri radialis; Tennisellenbogen) 

Leitsymptome
Diese Leitsymptome lenken den Verdacht auf einen Tennisellenbogen und werden oft zuerst bemerkt:

  • Symptom des Schmerzes am radialen Epikondylus (Knochenvorsprung in der unmittelbaren Nähe des Gelenkfortsatzes bzw. Gelenkkopfs; betroffen ist die äußere Sehne): Strahlt mitunter entlang der Extensoren aus; bei nahezu allen Patienten vorhanden
  • Schmerzen im lateralen Anteil (Außenseite) des Ellbogengelenks und Unterarms: Bei etwa 90 % der Patienten
  • Schmerzen des lateralen Ellbogens bei Streckbewegungen des Unterarms: Tritt in ca. 80-90 % der Fälle auf
  • Druckdolenz (Druckschmerz) des Epicondylus lateralis: Bei etwa 70-80 % der Patienten vorhanden, oft verbunden mit einer geringgradigen Schwellung des betroffenen Areals

Hauptsymptome (primäre Symptome)
Diese Symptome prägen das klinische Bild eines Tennisellenbogens:

  • Einschränkung der Beweglichkeit im betroffenen Ellbogengelenk: In etwa 60-70 % der Fälle
  • Nachtschmerzen: Diese können bei etwa 50 % der Betroffenen auftreten.

Begleitsymptome (sekundäre Symptome)
Diese Begleitsymptome sind weniger charakteristisch und können auf Komplikationen hinweisen:

  • Schmerzhafte Muskelverspannungen im Bereich des Unterarms: Kommt in etwa 50-60 % der Fälle vor
  • Steifheit im Ellenbogen nach längerer Ruhephase: Ca. 40 % der Patienten berichten darüber.

Unspezifische Symptome
Diese unspezifischen Symptome treten bei vielen Erkrankungen auf und tragen weniger zur Diagnose bei:

  • Allgemeine Ermüdung des Arms: Kommt bei 30-40 % der Patienten vor

Epicondylitis humeri medialis

(Synonyme: Epicondylaris humeri ulnaris; Golferellenbogen)

Leitsymptome
Diese Leitsymptome lenken den Verdacht auf einen Golferellenbogen und werden oft zuerst bemerkt:

  • Symptom des Schmerzes am ulnaren Epikondylus (betroffen ist die innere Sehne): Bei nahezu allen Patienten vorhanden
  • Schmerzen im Bereich des medialen Anteils (Innenseite) des Ellbogengelenks und Unterarms: Bei etwa 90 % der Patienten
  • Schmerzen des medialen Ellbogens bei Beugung des Handgelenks, Faustschluss und Heben: Tritt in ca. 80-90 % der Fälle auf
  • Druckdolenz des Epicondylus medialis: Bei etwa 70-80 % der Patienten vorhanden, oft verbunden mit einer geringgradigen Schwellung des betroffenen Areals

Hauptsymptome (primäre Symptome)
Diese Symptome prägen das klinische Bild eines Golferellenbogens:

  • Einschränkung der Beweglichkeit im betroffenen Ellbogengelenk: In etwa 60-70 % der Fälle
  • Nachtschmerzen: Diese können bei etwa 50 % der Betroffenen auftreten.

Begleitsymptome (sekundäre Symptome)
Diese Begleitsymptome sind weniger charakteristisch und können auf Komplikationen hinweisen:

  • Schmerzhafte Muskelverspannungen im Bereich des Unterarms: Kommt in etwa 50-60 % der Fälle vor.
  • Steifheit im Ellenbogen nach längerer Ruhephase: Ca. 40 % der Patienten berichten darüber.

Unspezifische Symptome
Diese unspezifischen Symptome treten bei vielen Erkrankungen auf und tragen weniger zur Diagnose bei:

  • Allgemeine Ermüdung des Arms: Kommt bei 30-40 % der Patienten vor.

Laterale Ellbogenschmerzen – diese sechs Kriterien sprechen gegen einen „Tennisarm“ [1]

  • Kernaussage: Bei lateralen Ellbogenschmerzen (Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens) ist die Epicondylitis humeri lateralis (Sehnenreizung am äußeren Ellenbogen; auch laterale Ellbogentendinopathie, LET) häufig, aber in einer prospektiven Kohorte (vorausschauend beobachtete Patientengruppe) lag in etwa der Hälfte der Fälle eine andere Diagnose (andere Krankheitsursache) vor.
  • Konsequenz für die Anamnese/Untersuchung: Bei Vorliegen der folgenden sechs Prädiktoren (Hinweiszeichen) ist eine Nicht-LET-Diagnose (keine laterale Ellbogentendinopathie) wahrscheinlicher und es sollten alternative Ursachen (andere Erkrankungen) gezielt abgeklärt werden:
    • Alter ≤ 30 Jahre
    • Akuter Beginn der Beschwerden (plötzliches Auftreten)
    • Gelenkblockade (Bewegungseinschränkung im Gelenk)
    • Gelenkerguss (Hydrops; Flüssigkeitsansammlung im Gelenk)
    • Positiver Instabilitätstest (Hinweis auf Gelenkunstabilität)
    • Negativer Maudsley-Test*
  • Häufige Alternativdiagnosen in der Kohorte: Neben LET traten u. a. Osteochondrosis dissecans (umschriebene Knochen-Knorpel-Erkrankung), posterolaterale Rotationsinstabilität (Instabilität des Ellenbogengelenks bei Drehbewegungen), Arthrose (Gelenkverschleiß), Supinator-Syndrom (Nerveneinengung im Unterarm), Plica-Syndrom (Reizung einer Gelenkfalte) sowie eine Tendinopathie der Bizepssehne (Erkrankung der Bizepssehne) auf.
  • Besonderheit bei Jüngeren: Bei Patienten ≤ 30 Jahre (insbesondere sehr junge Patienten) sollte bei lateralen Ellbogenschmerzen (Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens) eine Osteochondrosis dissecans (Knochen-Knorpel-Erkrankung) aktiv erwogen werden, statt vorschnell eine LET (Sehnenreizung am äußeren Ellenbogen) anzunehmen.
  • Limitationen der Übertragbarkeit: Zuweisung in spezialisierte klinische Strukturen (Fachkliniken); Untersuchungen durch erfahrenes fachärztliches Personal (Spezialisten); ein Teil der Diagnosen wurde erst mittels Bildgebung (z. B. Schnittbildverfahren) und/oder intraoperativ (während einer Operation) gesichert.

Maudsley-Test

Der Maudsley-Test ist ein klinischer Funktionstest zur Beurteilung einer Epicondylitis humeri lateralis („Tennisarm“). Dabei streckt der Patient den Mittelfinger gegen den Widerstand des Untersuchers. Diese Bewegung belastet gezielt die Strecksehnen am äußeren Ellenbogen, insbesondere den Musculus extensor digitorum.

  • Positiver Test: Es tritt ein typischer, stechender Schmerz am lateralen Ellenbogen auf – dies spricht für eine Epicondylitis lateralis.
  • Negativer Test: Trotz Kraftaufwand kommt es nicht zu einem charakteristischen Schmerz am äußeren Ellenbogen.

Ein negativer Maudsley-Test spricht daher gegen eine Epicondylitis humeri lateralis und lenkt den diagnostischen Fokus auf andere Ursachen lateraler Ellbogenschmerzen, etwa Gelenkpathologien, Instabilitäten oder knöchern-knorpelige Erkrankungen.

Literatur

  1. Zwerus EL, Keijsers R, Colaris JW, The B, van den Bekerom MPJ, Eygendaal D. Clinical diagnosis of lateral-sided elbow pain: predictors for recognizing a diagnosis other than tennis elbow. J Shoulder Elbow Surg. 2025. doi: https://doi.org/10.1016/j.jse.2025.10.006