Operative Therapie
Rheumatoide Arthritis

Es besteht die Möglichkeit, sowohl prophylaktische (vorbeugende) als auch rekonstruktive (wiederherstellende) Operationen durchzuführen:

  • Synovektomie: Eine Synovektomie umfasst die komplette Entfernung der erkrankten Synovialhaut eines Gelenkes (Articulosynovektomie) oder der Sehnenscheiden (Tenosynovektomie). Die Operation kann sowohl im Frühstadium der Erkrankung erfolgen, um die Gelenkzerstörung hinauszuzögern, aber auch im Spätstadium zur Linderung der schmerzhaften Symptome.
  • Arthrodese: Eine weitere operative Therapiemöglichkeit ist eine Arthrodese. Hierbei erfolgt eine künstliche Versteifung eines Gelenkes mit dem Ziel, eine schmerzfreie Belastung des selben zu ermöglichen. Gilt als Goldstandard beim fortgeschrittenen destruierten ("zerstörten") Handgelenk.
  • Gelenkersatz: Bei Gelenkzerstörung und schmerzhafter Funktionseinschränkung besteht die Indikation zum Gelenkersatz als ultima ratio.

Nicht-chirurgische Therapiemaßnahme

Die Radiosynoviorthese (RSO, von radio radioaktives Isotop, Synovialis Gelenkschleimhaut, Orthese Wiederherstellung; kurz RSO) gehört zu den nuklearmedizinischen Verfahren, die therapeutisch in der Rheumatologie und Orthopädie zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt wird. Durch die Anwendung der Radiosynoviorthese besteht die Möglichkeit des Wiederaufbaus der Synovialis (Innenauskleidung der Gelenkhöhle ohne Zellkontakte). Die Wiederherstellung der Synovialis beruht dabei auf dem Einsatz von Beta-Strahlern (Radionukleotide). Durch die Betastrahlen wird die lokale Hyperämie (erhöhtes Blutangebot) deutlich reduziert und eine Inaktivierung der vorhandenen Entzündungszellen induziert. Des Weiteren bedingt die destruierende (zerstörende) Wirkung der Betastrahlen eine bindegewebige Umwandlung der Synovialis (Gelenkinnenhaut). Dieses kann bis zu 3 Monate dauern.  
Um eine zusätzliche Infektion zu vermeiden wird die Injektion der radioaktiven Substanz unter streng aseptischen Bedingungen und Röntgendurchleuchtung durchgeführt. Parallel zur radioaktiven Substanz kann auch ein Steroid (Entzündungsinhibitor) appliziert werden.

Erfolgt die Behandlung in einem späteren Stadium, so sind die Erfolgschancen deutlich gemindert.

     
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