Nichtsteroidale Antirheumatika sind die am häufigsten zur Therapie der rheumatoiden Arthritis eingesetzten Medikamente. Sie besitzen entzündungshemmende, fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkung.
Eingesetzt werden können beispielsweise die folgenden NSAR
- Salizylate – Acetylsalicylsäure (ASS)
- Indole – Indometacin
- Arylessigsäure – Diclofenac
- Arylpropionsäurederivate – Ibuprofen
- Benzothiazin-derivate (Oxime) – Piroxicam
- COX2-Hemmer – Celecoxib u.a.
2. Therapiestufe – Glukokortikoide
Glukokortikoide haben trotz ihrer bekannten Nebenwirkungen ihren festen Platz bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Eine Cortison-Therapie lindert die Symptome der rheumatoiden Arthritis und wirkt entzündungshemmend. Neben der Gabe in Tablettenform besteht die Möglichkeit einer so genannten intraartikulären Cortisoninjektion. Auf diese Weise lassen sich einzelne Gelenke gezielt behandeln.
Indikationen für eine Glukokortikoidtherapie bei rheumatoider Arthritis sind schwere, aggressive Verlaufsformen mit hoher entzündlicher Aktivität, Eingeweidebeteiligung, Vaskulitis – Gefäßentzündung sowie das Felty-Syndrom. Zudem werden Glukokortikoide genutzt zur Überbrückungstherapie, solange die Basistherapeutika noch nicht greifen.
Hinweis! Der Umgang mit Glukokortikoiden erfordert besondere Sorgfalt und sollte einem Arzt unterliegen, da bei längerer und zu hoch dosierter Behandlung eine Reihe von Nebenwirkungen auftreten können.
3. Therapiestufe – krankheitsmodifizierende Antirheumatika – engl. DMARD „disease modifying anti-rheumatic drug“ – bzw. LWAR – lang wirksame Antirheumatika oder auch „Basistherapeutika“
Diese Medikamente können die entzündliche Aktivität und damit die Gelenkzerstörung bremsen. Allerdings ist der Wirkungseintritt verzögert und liegt bei ca. 4 bis 16 Wochen nach Therapiebeginn. Zumeist werden Kombinationen eingesetzt.
Folgende DMARDs kommen zum Einsatz
- Methotrexat – wirksamstes Basistherapeutikum
- Sulfasalazin
- Azathioprin
- Orales Gold (Auranofin)
- Parenterales Gold (Natriumthiomalat)
- Ciclosporin
- Antimalariamittel – Hydroxychloroquin, Chloroquin
- D-Penicillamin
- Leflunomid
4. Therapiestufe – hochwirksame TNF-(Tumornekrosefaktor)-alpha-Blocker
- TNF-alpha-Blocker – Adalimumab, Infliximab, Etanercept. Die Wirkung der Therapie zeigt sich bereits nach ein bis zwei Wochen. Diese Substanzen werden bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis eingesetzt, die nur unzureichend auf andere Medikamentengruppen angesprochen haben. Vor Therapiebeginn ist eine latente Tuberkulose auszuschließen, da es vermehrt Fälle von aktiver Tuberkulose unter der Therapie mit Infliximab gegeben hat
5. Therapiestufe – immunsupprimierende oder zytotoxische Substanzen
- Z. B. Interleukin-1-Hemmer – Anakinra
Hinweis!
Eine gleichzeitige Anwendung von Interleukin-1-Hemmern und TNF-alpha-Hemmern ist nicht empfehlenswert, da es verstärkt zu Neutropenien und Infektionen kommen kann.













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