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Prävention
Sterilität des Mannes
Zur Prävention der "männlichen Unfruchtbarkeit" muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.

Modifizierbare durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren

  • Fehlernährung nicht vollwertige, vitalstoffarme Ernährung
  • Adipositas (Übergewicht) 10 kg Übergewicht steigern das Risiko für Unfruchtbarkeit um 10 % [1]
  • Untergewicht
  • Fehlernährung nicht vollwertige, vitalstoffarme Ernährung
  • Genussmittel Alkohol, Rauchen, Koffein Kaffee, Schwarzer Tee
  • Drogenkonsum – Cannabis führt bei regelmäßigem Konsum zur verminderten Testosteron-Produktion und Oligozoospermie (geringere Spermiendichte)
  • Exzessiver Sport
  • Stress

Abweichungen vom Normalgewicht Über- beziehungsweise Untergewicht
Übergewicht, insbesondere Körperfett am Bauch (androide Körperfettverteilung), führt zum Abfall des freien
biologisch aktiven Testosterons des männlichen Hormons.

Alkoholkonsum
Alkoholkonsum kann die Fruchtbarkeit
des Mannes und der Frau beeinträchtigen: Sexualhormone können aufgrund alkoholbedingter Leberschädigungen nicht mehr entsprechend abgebaut werden und führen zur hormonellen Störung auf der Ebene Hypothalamus (Hypophyse), das heißt auf der Ebene von Zwischenhirn und Hirnanhangsdrüse.
Erhöhter Alkoholkonsum kann so zu einer schlechteren Qualität der Samenzellen führen: Die Samenzelldichte wird reduziert und der Anteil der fehlgebildeten Samenzellen nimmt zu. Des Weiteren führt erhöhter Alkoholkonsum zur Beeinträchtigungen der Libido, das heißt der sexuellen Lust.
Nebenbei: Hoher Alkoholkonsum
Mann > 60 g/Tag; Frau > 40 g/Tag hohe Alkoholkonzentrationen führen nachweislich zur Hirnatrophie (ARIC-Studie Stroke. Dec 4) Samen- und Eizellen werden schon bei wesentlich kleineren Alkoholkonzentrationen geschädigt!

Tabakkonsum
Mann: Rauchen kann zur Einschränkung der Beweglichkeit von Samenzellen führen und damit die Befruchtungschancen vermindern.


Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen

  • Prostatitis
  • Verlegung der Samenwege nach entzündlichen Veränderungen, wie Epididymitis (Entzündung des Nebenhodens), Prostatitis (Entzündung der Prostata), Urethritis (Entzündung der Harnröhre)
  • Varikozele (Krampfaderbruch) meist auch mit Hoden- und Nebenhodentiefstand auf der betroffenen Seite
  • Hodenverletzungen
  • Operationen, die zu einer Obstruktion (Verschluss) der Samenwege führen können: Leistenhernie (Leistenbruch), Hodentorsion (Hodenverdrehung), Hydrozele (Wasserbruch)
  • Geschlechtskrankheiten Gonorrhoe, Syphilis
  • Fieberhafte Infekte beispielsweise Bronchitiden ( Entzündungen der Bronchien), Sinusitiden (Nebenhöhleninfektionen) können über eine erhöhte Hodentemperatur zu Störung der Samenzellbildung führen
  • Diabetes mellitus kann zu Erektions- und Ejakulationsstörungen führen sowie Ursache eines Hypogonadismus sein
  • Niereninsuffizienz, Lebererkrankungen können Ursache eines Hypogonadismus sein
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Hypophysentumor (Tumor der Hirnanhangsdrüse), Prolaktinom

Nicht behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen
  • Hodenhypoplasie Unterentwicklung des Hodengewebes
  • Mumpsorchitis (Mumps-bedingte Hodenentzündung) Mumps oder "Ziegenpeter" verläuft in der Mehrzahl der Fälle ohne schwere Komplikationen. Daher gilt Mumps in der Bevölkerung als "harmlose Kinderkrankheit". Als Komplikation im Kindesalter tritt jedoch die Mumps-Meningitis und nach der Pubertät die Mumps-Orchitis auf.
  • Angeborene beidseitige Aplasie des Ductus deferens – beidseitiges Fehlen des Samenleiters (isoliert oder als Teilmanifestation der zystischen Fibrose)
  • Urotuberkulose die Tuberkulose der Geschlechtsorgane kann zu einer Beeinträchtigung der Spermatogenese (Samenzellbildung) führen

Soweit möglichMedikamente meiden beziehungsweise reduzieren beispielsweise einige Antibiotika, Antihypertensiva (Blutdrucksenkende Medikamente) können zu einer Beeinträchtigung der Spermatogenese (Samenzellbildung) führen.


Umweltbelastungen

  • Noxen
    -
    Überwärmung der Hoden
    - Arbeit am Hochofen, Bäckerei, häufige Saunagänge;
    Drogen; Sitzheizung im Auto: langes und häufiges Fahren mit beheizten Autositzen kann die Zeugungsfähigkeit mindern. Die Spermien werden in der Anzahl weniger (Oligozoospermie), langsamer (Asthenozoospermie) und sind häufiger fehlgebildet (Teratozoospermie).
    Erklärung: Die Normaltemperatur des Hodensacks liege bei 35 Grad Celsius, die Sitzheizung aber treibt die Wärme auf circa 38 Grad hoch.
  • Umweltgifte z.B polychlorierte Biphenyle (PCB)

 

Literatur

  1. Sallmen M et al.: Reduced fertility among overweight and obese men. Epidemiology. 17 (5): 520-523, Sept. 2006
     
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