Ursachen
Bilharziose

Pathogenese (Krankheitsentstehung)

Die Erkrankung wird im Wesentlichen durch fünf humanpathogene Trematoden verursacht: Schistosoma (S.) haematobium, S. mansoni, S. japonicum, S. intercalatum und S. mekongi. 

Erregerreservoir sind Schnecken als Zwischenwirte in Süßgewässern (Flüsse, Seen), aus denen Schistosomalarven, sogenannte Zerkarien, freigesetzt werden.

Die Übertragung erfolgt im Wasser perkutan (durch die Haut). Die so eingedrungenen Parasiten gelangen über das Blut und die Lymphe zur Leber. Dort entwickeln sie sich in den Lebersinusoiden nach Wochen zu Adultwürmern (6-20-(26) mm Länge). Diese wandern zur Eiablage retrograd in die Venengeflechte von Darm und Blase.

Die Adultwürmer legen während ihres mehrjährigen Lebens täglich ca. 3.000 Wurmeier, die zu einer Entzündungsantwort mit Granulombildungen, vor allem an Leber, Harnblase und Mastdarm, führen.

Die Kontaminierung von Süßwasser mit Fäkalien, die Wurmeier enthalten, führt dazu, dass aus diesen Larven sog. Miraziden schlüpfen. Daraus entwickeln sich Gabelschwanzlarven, sogenannte Zerkarien, wenn diese an bestimmte Schnecken, die deren Zwischenwirte sind, gelangen. Die Zerkarien wiederum können im Wasser ausschwärmen und bei Kontakt mit der menschlichen Haut perkutan eindringen.

Die Infektion mit Schistosoma haematobium führt zur Urogenital-Schistosomiasis (Blasenbilharziose) und die anderen Errreger (S. mansoni, S. intercalatum, S. japonicum, S. mekongi) führen zur intestinalen oder Darm-Schistomisasis.

Ätiologie (Ursachen)

Schistosoma [Schistosomiasis; Bilharziose]

  • Übertragung im Wasser perkutan (durch die Haut)
     
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