Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Körperliche Untersuchung
Reine LDL-Erhöhung (Hypercholesterinämie)

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße; des Weiteren:
    • Inspektion (Betrachtung) der Haut, der Schleimhäute und der Skleren (weiße Teil des Auges)
      • [Arcus lipoides corneae  (Synonyme: Arcus senilis, Gerontoxon, Greisenbogen, Greisenring; ringförmige Trübung der Hornhautperipherie) – vor dem 50. Lebensjahr bei Männern / 60. Lebensjahr bei Frauen
      • primäre Hyperlipoproteinämie: Xanthome (kleine gelblich-weiße Hautveränderungen) der Haut und Sehnen
      • sekundäre Hyperlipoproteinämie: Xanthome; Xanthelasmen (symmetrische gelblich-weiße Hautveränderungen an den Augenlidern und am inneren Augenwinkel)]
    • Auskultation (Abhören)
      • Herz
      • peripheren- und Halsarterien [Stenosegeräusch]
    • Palpation (Abtasten) des Abdomens (Bauch) etc.
      • [primäre Hyperlipoproteinämie: Hepatosplenomegalie (Vergrößerung von Leber und Milz); akute Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) im Kindesalter, vor allem, wenn mehrmalig auftretend]
  • Gesundheitscheck 

Patienten mit einer familiären Hypercholesterinämie können folgende typische körperliche Befunde aufweisen, die jedoch bei familiär kombinierten Hyperlipidämien meist fehlen.

Folgende Symptome einer Hypercholesterinämie können in jungen Jahren beobachtet werden:

Eine frühzeitige Atherosklerose (Ateriosklerose, Arterienverkalkung) des Gefäßsystems führt zu Angina pectoris ("Brustenge"; plötzlich auftretender Schmerz in der Herzgegend)/Myokardinfarkt, peripherer arterieller Verschlusskrankheit bis hin zu einem zerebralen Insult (Apoplex/Schlaganfall). Durchblutungsstörungen treten oft bereits im Kindesalter auf. Bei der Untersuchung der peripheren- und Halsarterien können Stenosegeräusche (Geräusche durch Verengung der Arterien) und ggf. fehlende oder verminderte Pulse festgestellt werden.

Es finden sich die für die familiäre Hypercholesterinämie charakteristischen Xanthome der Haut und Sehnen wie an Fingerstrecksehnen, Achillessehnen aber auch an der Patella (Kniescheibe) und am Ellenbogen. Gelegentlich treten planare Xanthome in den Handinnenflächen und in den Kniekehlen auf.

Xanthelasmen treten an den Augenlidern auf und am Hornhautrand kann ein Arcus lipoides corneae – ein grau-gelber Ring der sich infolge zirkulärer Lipidablagerung bildet – beobachtet werden.

Bei einer ausgeprägten Hypertriglyzeridämie kann eine auffällige Fettleber (Steatosis hepatis) auftreten. Des weiteren werden eruptive Xanthome (erhabene erythematöse Läsionen) gefunden, die bevorzugt an druckabhängigen Körperteilen auftreten, wie den Unterarmstreckseiten, Gesäß, Ellenbeuge, Knie und Oberschenkeln. Diese sind nach der Korrektur der Hypertriglyzeridämie reversibel.

Eine Pankreatitis kann durch einen Triglyceridspiegel > 1.000 mg/dI ausgelöst werden und präsentiert sich mit einer Oberbauchsymptomatik.

Folgende Befunde/Erkrankungen geben Hinweise auf eine sekundäre Ätiologie (Ursache) der Hyperlipoproteinämie:

  • Adipositas (Fettsucht)
  • Diabetes mellitus
  • Hepatomegalie (Leber- und Milzvergrößerung)
  • Nierenerkrankung
  • Ödeme (Wassereinlagerungen)
  • Gichttophi (entstehten reaktiv im Rahmen einer Gicht; knotige Verdickungen des Knorpelgewebes innnerhalb oder in der Nähe betroffener Gelenke)
  • Struma

In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.

     
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