Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Weitere Therapie
Schuppenflechte (Psoriasis)

Allgemeine Maßnahmen

  • Austrocknung und Irritation der Haut durch eine ausgeglichene Hautpflege vermeiden. Geeignete Pflegemittel sind eine fettende Hautpflege in Kombination mit Keratolytika (Mittel zur Entfernung der Schuppen).
  • Vermeidung von starker mechanischer Belastung der Haut.
  • Vermeiden von synthetischer Wäsche, diese ist wenig atmungsaktiv und fördert ein feuchtes Milieu. Stattdessen tragen von lockerer Baumwollkleidung.
  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen!
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum), inkl. Vermeidung von Passivrauchen für Kinder
  • Begrenzter Alkoholkonsum (Männer: max. 25 g Alkohol pro Tag; Frauen: max. 12 g Alkohol pro Tag)
  • Normalgewicht anstreben! Adipositas fördert die Fläche und Reibung in den Intertrigines.
    Bestimmung des BMI (Body-Mass-Index, Körpermasse-Index) bzw. der Körperzusammensetzung mittels der elektrischen Impedanzanalyse und ggf. Teilnahme an einem ärztlich betreuten Abnehmprogramm 
  • Überprüfung der Dauermedikation wg. möglicher Auswirkung auf die vorhandene Krankheit
  • Vermeidung psychosozialer Belastungen:
    • Stress
  • Vermeidung von Umweltbelastungen:
    • Vermeidung von chemischen und mechanischen Hautirritation
    • Thermische Hautirritation wie beispielsweise ein Sonnenbrand

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • Eine mögliche Form der Behandlung ist die PUVA (Psoralen plus UV-A). Dabei wird eine Substanz mit dem Namen Psoralen auf die betroffene Hautstelle aufgetragen, welche die Haut gegen Sonnenlicht und UV-Strahlung sensibilisiert und anschließend mit UVA-Licht bestrahlt.
    Auch eine Bestrahlung ohne diese Substanz mit UVA- oder UVB-Licht ist möglich und wird als selektive Ultraviolett-Bestrahlung (SUB) bezeichnet.
  • Indikation: Induktionstherapie bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris, v.a. wenn großflächig
  • Die Kombination mit topischem Vitamin D3-Derivat kann empfohlen werden; weiterhin die Kombination mit Corticoiden und Dithranol
  • Kontraindikationen: erhöhte Lichtempfindlichkeit, erhöhtes Hautkrebsrisiko, Ciclosporin (Cyclosporin A), Schwangerschaft/Stillzeit; relativ: Krampfleiden, photosensibilisierende Medikamente, Hautmalignome in der Anamnese, Einschränkung der körperlichen/psychischen Belastbarkeit, Compliance ↓; relativ bei PUVA: starke Leberschädigung, Z. n. Therapie mit ionisierenden Strahlen, Arsen, hohe kumulative UVA-Dosis
  • Nebenwirkungen: Hautreizung mit Erythem (Hautrötung), Juckreiz; Hyperpigmentierung, Blasenbildung; orale PUVA: Übelkeit
  • Keine Langzeittherapie

Impfungen

Die nachfolgenden Impfungen sind angeraten:

  • COVID-19-Impfung
  • Grippe-Impfung
  • Hepatitis A- und B-Impfung (so oft wiederholen, bis der Anti-HBS-Titer erreicht ist)
  • Herpes zoster-Impfung wg. Personen ≥ 50 Jahre bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit (hier: Schuppenflechte (Psoriasis))
  • HPV-Impfung (auch im Erwachsenenalter)
  • Pneumokokken-Impfung
    Beachte: Immunsupprimierte sollten sequentiell mit dem 13-valenten Konjugatimpfstoff PCV13 und sechs bis zwölf Monate später mit dem 23-valenten Polysaccharidimpfstoff PPSV23 gegen Pneumokokken geimpft werden.
  • Falls im Kindesalter nicht oder nicht vollständig durchgeführt: Masern (notwendige Lebendimpfung auch bei Immunsuppression), Mumps, Varizellen (Windpocken), Röteln, Polio
  • Auffrischimpfungen empfehlenswert: Tetanus, Diphtherie, Pertussis

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Ernährungsempfehlungen gemäß einem Mischköstler unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkrankung. Das bedeutet u. a.:
    • täglich insgesamt 5 Portionen frisches Gemüse und Obst (≥ 400 g; 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst)
    • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte, Gemüse)
  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen:
    • Aufnahme der Arachidonsäure (Omega-6-Fettsäure) gering halten, da diese Entzündungsprozesse fördert. Sie ist enthalten in tierischen Lebensmittel, besonders in Schweinefleisch und -produkten sowie Thunfisch.
    • Erhöhung der Aufnahme von Eicosapentaen- und Docosahexaensäure (EPA und DHA; Omega-3-Fettsäuren), um die Bildung entzündungshemmender Stoffe im Körper zu fördern. Sie sind enthalten in fetten Meeresfischen wie Lachs, Hering und Makrele.
  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
    Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
    Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns. 

Physikalische Therapie (inkl. Physiotherapie)

  • Die Phototherapie (UVB-Strahlung) stellt einen wichtigen Bestandteil der Therapie der Psoriasis dar. Es kann sowohl natürliches Sonnenlicht, zum Beispiel im Gebirge oder am Meer, wie auch eine künstliche Lichtquelle genutzt werden.

Psychotherapie

  • Ggf. Stressmanagement
  • Detaillierte Informationen zur Psychosomatik (inkl. Stressmanagement) erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
  • Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V. (PSOAG)
    Schmitzweg 64, 13437 Berlin
    Telefon und Fax: 030 / 61 28 30 90 E-Mail: info@psoriasis-selbsthilfe.org, Internet: www.psoriasis-selbsthilfe.org
     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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